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Ultraleichte Regenjacke im Test – Die Haglöfs Gram Comp II Pull

Ich empfand meine aktuelle Hardshell mit ihren 370 Gramm Gewicht schon als ultraleichte Regenjacke. Dann ist mir aber vor einiger Zeit die Haglöfs Gram Comp II Pull * in die Hände gefallen und ich war wirklich überrascht, dass eine Regenjacke nochmal um ganze 140 Gramm leichter sein kann. Gut das es an diesem Tag keinen starken Wind gab, sonst hätte es mir das ultraleichte Ding glatt aus den Fingern geweht.

Aber für welchen Einsatzzweck wurde diese ultraleichte Regenjacke denn eigentlich entwickelt? Laut Haglöfs für alle “pulstreibenden Sportarten” – sprich: Running, Trailrunning, Speed Hiking, etc. – also alles, bei dem man leicht und schnell unterwegs sein möchte. Ich persönlich bin jetzt nicht besonders an maximaler Schnelligkeit, wohl aber an minimalem Gewicht interessiert. Und da sind 230 Gramm für eine Gore Tex Active Shell Regenjacke mal eine interessante Ansage!

Bevor ich die Haglöfs dem ausführlichen Test unterziehe, sind hier erstmal ein paar generelle Informationen zu dem Produkt:

Ultraleichte Regenjacke im Test

Details Haglöfs Gram Comp II Pull:

Wasserdichtigkeit: 28,000 mm
Hohenstein RET: < 3 (extrem atmungsaktiv)
Konstruktion: 3-Lagen Hardshell GORE-TEX
Material: GORE-TEX® Active Shell (96 g/m²), super leichtes 15D mechanical stretch Ripstop (100% Polyamid)
Getapte Nähte: ja
Verschluss: 1/2 langer Frontreißverschluss, wasserdicht
Taschen: 1 wasserdichte Brusttasche mit Reißverschluss
Kapuze: Dreifach verstellbare Kapuze mit Schild
Gewicht: 236 g (nachgewogen) in Größe L
Extras: Innovative Rasterkonstruktion, deren Hauptteil nur aus zwei Teilen besteht, um Gewicht einzusparen und die Dampfdurchlässigkeit zu verbessern

Ultraleichte Regenjacke Test Haglöfs Gram Comp II Pull
Mit 236 Gramm ist die Haglöfs Gram Comp II Pull wirklich eine ultraleichte Regenjacke

Ultraleichte Regenjacke Test: Erster Eindruck 

Wie gesagt war mein erste Reaktion beim Auspacken der Hardshelljacke: “WOW ist die leicht!” Und meine zweite: “Wo ist der Haken?” Denn oft geht Gewichtsersparnis mit einer Verschlechterung der Qualität und der Haltbarkeit einher.

Als Membran wird die leichte Gore Tex Active Shell verwendet, die sich durch eine gute Atmungsaktivität und besonders leichtes Gewicht auszeichnet. Im Gegenzug heißt es immer, dass Jacken aus Active Shell nur bedingt Rucksack-tauglich sein sollen. Das kann ich aus meiner Erfahrung ganz und gar nicht bestätigen. Meine Berghaus Velum ist aus dem selben Material gefertigt und ich hatte sie (leider) den Großteil der Zeit auf unserem 34-tägigem Weg von München nach Venedig am Körper. Natürlich lag die ganze Zeit auch mein knapp 10 – 11 kg schwerer Rucksack auf meinen Schultern und ich kann selbst heute keinen nennenswerten Verschleiß dieser Membran erkennen. Weder äußerlich, noch was die Wasserdichtigkeit betrifft – alles wie am ersten Tag!

Die Haglöfs Gram Comp II Pull ist, wie das “Pull” schon andeutet, keine richtige Jacke, sondern eher ein Pullover. Der Frontreißverschluss geht, um Gewicht zu sparen, nur bis zur Hälfte auf der Vorderseite. Somit wird die Jacke beim Anlegen über den Kopf gezogen. Die Bündchen an den Armen liegen flexibel und eng an, so dass auch dadurch kein Wasser ins Innere dringen kann. Die Kapuze lässt sich sehr bequem über eine kleine Kordel auf ihrer Rückseite in der Größe verändern. Dadurch kann verhindert werden, dass die Kapuze einem bei schnellen Bewegungen ins Gesicht rutscht und die Sicht versperrt.

Ultraleichte Regenjacke Test Haglöfs Gram Comp II Pull
Der Verstellmechanismus der Kapuze

Die Jacke ist in meinen Augen sehr gut verarbeitet und die verwendeten Materialien fühlen sich allesamt hochwertig an. Auf der linken Seite befindet sich auf Brusthöhe eine kleine Einschubtasche mit Reißverschluss, in die ein Smartphone oder eine kleine Karte gut hineinpasst.

Insgesamt ist die Hardshelljacke sehr minimalistisch gestaltet, was die Austattung angeht. Das ist für mich aber hinsichtlich des ultraleichten Gewichts mehr als nachvollziehbar und in Ordnung. Außer ein paar mehr Belüftungsfeatures habe ich nichts vermisst.

Geht es noch leichter?

230 Gramm sind schon klasse für eine ultraleichte Regenjacke. Aber es gibt Modell die sogar noch darunter liegen. Unter anderem die:

Tragekomfort

Was ich als 1,97 m Hüne als besonders angenehm finde, ist die Tatsache, dass die Jacke sogar mir über den Hintern reicht. Spätestens wenn der Regen sich mit Rückenwind paart ist das ein sehr positives Feature! Die Innenseite fühlt sich selbst auf nackter Haut sehr angenehm an und erzeugt nicht das so oft erlebte Klebegefühl von Hardshelljacken.

Ultraleichte Regenjacke Test Haglöfs Gram Comp II Pull
Die ultraleichte Regenjacke von Hinten

Wetterschutz und Atmungsaktivität

Den Wetterschutz vor Wind und Regen konnte ich in den letzten Wochen leider nur zu ausgiebig testen. Erst vor kurzem bin ich auf einer Trekkingtour in den Brenta Dolomiten in einen ausgewachsenen Gewittersturm mit heftigen Hagel- und Regenschauern gekommen, welche die Wanderwege in kürzester Zeit in kleine Bäche verwandelt haben.

Beste Bedingungen also um die Haglöfs Gram Comp II Pull auf ihre Wetterschutzeigenschaften zu untersuchen. Und diesen Test hat sie ausgezeichnet bestanden. Kein Regentröpfchen ist in Innere gelangt. Was mir außerdem als besonders positiv aufgefallen ist, ist die hervorragende wasserabweisende Beschichtung (DWR). Jegliches Wasser ist auch nach stundenlangem Dauerregen immer noch einfach so von der Oberfläche abgeperlt und kein Bereich des Obermaterials hat sich mit Wasser vollgesaugt.

Nachdem der Regen vorüber war, konnte ich die Jacke einfach ausziehen, zweimal ausschlagen und schon war sie wieder fast vollständig trocken. Das habe ich selbst auch noch nicht erlebt.

DWR-Beschichtung

Dennoch muss, wie bei jeder mit einer wasserabweisenden Beschichtung behandelten Jacke, diese DWR (engl. Dauerhaft wasserabweisende Beschichtung) von Zeit zu Zeit erneuert werden. Denn diese nutzt sich durch Schweiß, Bewegung, Schmutz und Dreck irgendwann ab, sodass das Wasser nicht mehr abperlen kann und sich der Oberstoff mit Wasser vollsaugt. Und dann tendiert die Atmungsaktivität einer solchen DWR-behandelten Jacke gegen Null! Im schlimmsten Fall gelangt dann sogar Wasser von der Außenseite nach Innen.

Daher empfiehlt es ich, die Jacke alle paar Monate (je nach Einsatzhäufigkeit) zu waschen und neu zu imprägnieren, um den Wetterschutz zu jeder Zeit optimal zu halten. Ich benutze dazu das Waschmittel “TechWash*” von Nikwax und die Einwaschimprägnierung “TX-Direct*“, ebenfalls von Nikwax. Beide Produkte sind umweltfreundlich und schonen die Outdoorbekleidung. Die wasserabweisende Beschichtung wird damit hervorragend wieder erneuert!

Ein ausführliche Anleitung, wie Du deine GoreTex Jacke waschen kannst, findest Du hier.

Die Atmungsaktivität ist dank Active Shell auch gut, kommt jedoch nicht an die einer guten Softshelljacke heran. Was mir etwas gefehlt hat, sind die Belüftungsmöglichkeiten an der Jacke wie z.B. die Unterarm-Reißverschlüsse. Durch die eng anliegenden Bündchen an den Armen und der Unterseite der Jacke kommt auch nicht besonders viel frische Luft rein. Bleibt lediglich die Möglichkeit den Front-RV zu öffnen.

Fazit zur Haglöfs Gram Comp II Pull

Mit der Haglöfs Gram Comp II Pull Hardshelljacke* bekommst Du eine ultraleichte Regenjacke, die absolut wasserdicht ist und eine gute Atmungsaktivität bietet. Besonders die hervorragende wasserabweisende Beschichtung hat mir sehr gefallen. Sie ist hochwertig verarbeitet und ist auch für großgewachsene Menschen lang genug. Leider sind die Belüftungsmöglichkeiten etwas eingeschränkt. Dies ist aber dem minimalistischen Aufbau der Jacke geschuldet, welcher für das enorm geringe Gewicht verantwortlich ist. Bist Du auf der Suche nach niedrigstem Gewicht und optimalem Wetterschutz, dann ist diese Jacke eine sehr gute Option!

Eine günstige Alternative zu der Gram Comp II Pull stellt die LIM III (ebenfalls von Haglöfs) dar. Sie besitzt einen vollständigen Front-RV und ist mit 247 Gramm für eine GoreTex-Jacke ebenfalls eine ultraleichte Regenjacke!

Bildergalerie

Was hältst Du von dem minimalistischen Ansatz der ultraleichten Regenjacke von Haglöfs? Zu extrem oder genau richtig?

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Anmerkung*:  Ich danke Haglöfs für die kostenlose Bereitstellung der Hardshelljacke. Meine Meinung und dieser Test bleiben davon unbeeinflusst!

Sturmfest und superleicht – Das MSR Nook im Ultraleichtzelt Test

Wie Du vielleicht schon in einigen meiner Beträge erfahren hast, liebe ich es in der freien Natur zu zelten. Und da ich ebenfalls schon seid einiger Zeit an der Stellschraube meiner Wander- und Trekking Ausrüstung drehe, brauchte es auch ein Ultraleichtzelt welches diesen Ansprüchen gewichtstechnisch Rechnung trägt.

Lesetipp: Den Hauptartikel zum Thema Ultraleichtzelte findest Du in dem in dieser Box verlinkten Beitrag. Dort stelle ich Dir 12 super leichte Zelte vor und gebe außerdem viele Tipps, wie Du das für deine Bedürfnisse passende Zelt findest. Viel Spaß beim Lesen!

Mit dem MSR Nook* habe ich nach sehr langer Suche einen treuen Begleiter gefunden, der den Spagat zwischen geringem Gewicht und dem Komfort eines Zelts am besten schafft. Wenn es mir nur um minimales Gewicht ginge, dann hätte ich mir auch einfach eine Tarp-Plane, Abspannleinen und Heringe besorgen können. Aber der Gedanke Nachts den Krabbeltieren des Waldes schutzlos ausgeliefert zu sein, hält mich davon (noch) ab.

Da ich aber den Wetter- und Insektenschutz nicht mit einem krummen Rücken bezahlen wollte, habe ich mir die Grenze von maximal 1.5 kg für das packfertige 2-Personen Zeltsystem gesetzt. Und solch ein Zelt in dieser Gewichtsklasse zu finden ist gar nicht so einfach. Das MSR Nook 2015 schafft es aber sogar im vollständigen Zustand problemlos diese Grenze zu unterbieten. Mit allen Packsäcken, Heringen, Innenzelt und Regenschutz kommt es auf ein Gewicht von 1.47 kg. Allein das ist schon sehr gut für eine mobile Unterkunft, die 2 Personen beherbergen kann.

Lässt Du alle Packsäcke zuhause und komprimierst die Bestandteile mit einem Gummi, kommst Du mit 1.27 kg sogar noch unter die 1.3 kg Marke. So hatte ich mir das vorgestellt. Und in warmen und moskitofreien Sommernächten kann das Nook sogar ohne Innenzelt aufgestellt und als Tarp verwendet werden. Hier sind erstmal ein paar Details des Ultraleichtzelt:

Details des Ultraleichtzelt MSR Nook 2015

  • Farbe >>> Rot oder Grün
  • Minimales Gewicht als Tarp >>> 730 g (Ohne Innenzelt)
  • Minimales Gewicht als Zelt >>> 1270 g (Ohne Packsäcke)
  • Maximales Gewicht >>> 1460 g (Mit Allem)
  • Gewicht Innenzelt >>> 550 g
  • Gewicht Regenschutz >>> 500 g
  • Bodenfläche >>> 2.6 m²
  • Höhe im Innenzelt >>> 96 cm
  • gepackte Größe >>> 51 x 15 cm
  • Anzahl Eingänge >>> 1
  • Freistehend >>> Ja
  • Anzahl Zeltstangen >>> 2 DAC Featherlite NFL
  • Anzahl Heringe >>> MSR MiniGroundhog™ Y-Heringe
  • Beinhaltet zusätzlich >>> Trekkingstock Adapter
  • Regenschutz Material >>> 20D ripstop nylon 1200mm Durashield™ PU & silicone
  • Boden Material >>> 30D ripstop nylon 3000mm DuraShield PU & DWR
  • Innenzelt Netz Material >>> 15D nylon micromesh 1
  • Einsatzbereich >>> 3+ Saisonzelt

 Wie lässt es sich aufbauen?

Der Aufbau des MSR Nook ist ohne Probleme und in wenigen Minuten erledigt. Das Innenzelt wird auf dem gewünschten Lagerplatz ausgebreitet und mit Hilfe der beiden Zeltstangen aufgespannt. Eine zusätzliche kleine Stange verleiht im hinteren Teil des Zelts noch etwas mehr Kopffreiheit. Ich kann mit meinen 1,97 m darin gut aufrecht sitzen.

Anschließend wird der Regenschutz darüber gelegt, mit dem Gestänge verbunden und an den unteren Ende mit Hilfe von 2 Ösen und 2 Schnallen mit dem Innenzelt fest verbunden. Schlussendlich werden noch die Heringe im Boden versenkt und fertig ist die Laube. Die vollständige Anleitung  von MSR zum Aufbau dieses Ultraleichtzelt findest Du hier.

MSR Nook Test Ultraleichtzelt Test
Das MSR Nook hat einen sehr kleinen Footprint und lässt sich fast überall aufstellen

Leider werden keine Abspannleinen mitgeliefert. Bei dem doch recht hohen Preis empfand ich das schon fast als eine Unverschämtheit, da die Schnüre nur wenige Euro kosten. Des Weiteren werden auch nur 5 Heringe mitgeliefert, was zwar ausreichend, aber doch recht wenig ist, wenn man mehrere Abspannleinen verwenden möchte. Immerhin sind es qualitativ sehr hochwertige Y-Heringe. Es bietet sich an, die beiden Seiten des Regenschutzes mit Abspannleinen zu fixieren im Boden zu fixieren, um dem ganzen Aufbau mehr Stabilität und Ventilation zu verleihen.

Erfreulich ist aber, dass das MSR Nook mit Hilfe eines Trekkingstocks* und des passenden Adapters auch freistehend, also ohne den Einsatz von Heringen, aufgestellt werden kann. Das ist besonders auf sehr harten Untergründen, wo Heringe nicht eingeschlagen werden können, äußerst hilfreich. Und Trekkingstöcke habe ich persönlich sowieso immer dabei.

Komfort und Liegefläche des Ultraleichtzelt MSR Nook

Ist das Zelt erst einmal aufgestellt, macht es einen sehr hochwertigen Eindruck. Der Eingang befindet sich auf der Vorderseite und wird von einer kleinen Apside überdacht. Dort lassen sich leicht die Wanderschuhe und ein Rucksack verstauen (Sofern der Untergrund trocken ist). 

Der Innenraum ist für ein Ultraleichtzelt dieser Größe erstaunlich geräumig. Es passen bequem zwei Isomatten nebeneinander und am Fußende bleibt noch etwas Stauraum für einen zweiten Rucksack oder sonstiges Gepäck übrig. Ich mit meinen 1,97m Metern Körpergröße, kann mich vollständig ausgestreckt ins Zelt legen und gut darin übernachten. Sehr viel größer solltest Du aber nicht mehr sein, da Du sonst mit Kopf oder Schlafsackende an die Zeltwände stößt.

MSR Nook Test Ultraleichtzelt Test

Zwei normal große Personen können nebeneinander liegen, aber da es schon etwas eng werden kann, sollte man sich ganz besonders lieb haben. Aber ein extrem geräumiges Zelt habe ich bei diesem geringen Gewicht auch nicht erwartet. Ein Ultraleichtzelt sollte leicht und platzsparend sein. An der Decke des Innenzelts befindet sich in jeder Ecke eine kleine Schlaufen, durch welche man eine kleine Schnur als Wäscheleine ziehen kann. Besonders praktisch wenn man sein T-Shirt über Nacht lüften möchte, und es draußen regnet.

Dank seines sehr geringen Footprints (Auflagefläche des Zeltes), kann man das MSR Nook auch dort aufstellen, wo nur wenig Platz vorhanden ist. Das war besondern auf unserer Trekkingtour auf Mallorca von großem Vorteil, da es dort nicht die geräumigsten und vielfältigsten Lagerplätze gab.

Passend für Deine Ausrüstung:

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Merino Langarmshirt

Hirschtalgcreme

Hirschtalg Creme

Funktionshandtuch

Funktions-Handtuch

Daunenschlafsack

Daunen Schlafsäcke

Wetter- und Sturmfestigkeit

Ich besitze das MSR Nook * nun seit einem knappen halben Jahr und konnte schon so einige Wetter-Kapriolen darin miterleben. Anfang des Jahres gab es einstellige Minusgrade, Eis auf dem Zelt und stürmische Winde. Selbst starke Böen fängt das Nook bei entsprechender Ausrichtung und straffer Abspannung gut ab. Man Ich hatte nicht das Gefühl, dass mir das Zelt gleich um die Ohren fliegt. Sondern fühlte mich sicher und geschützt darin.

Auch Regenschauer und Dauerregen macht das Zelt dank seiner Wasserdichtigkeit klaglos mit. Bis jetzt ist noch kein Wassertropfen durch die Nähte oder das Gewebe ins Innere gelangt. Durch den weit hochgezogenen Badewannenboden kommt auch von unten kein Wasser in das Innenzelt.

Kondensation im Ultraleichtzelt

Bei kalten Temperaturen ist Kondensation dadurch jedoch ein Problem. Wegen der hohen Wasserdichtigkeit ist ein Großteil der unteren Zelthälfte nicht atmungsaktiv. Somit kann feuchte Luft nur schlecht nach Außen gelangen. Dadurch entsteht gerade bei niedrigen Außentemperaturen häufig Kondenswasser.

Besonders im hinteren Bereicht des Ultraleichtzelt. Dort wo das Außenzelt das Innenzelt nicht mehr überdeckt. Das ist recht ungünstig, da man diese Stellen häufig mit dem Schlafsackende berührt.

MSR Nook Test Ultraleichtzelt Test
Die kleinen seitlichen “Fenster” des MSR Nook

Auch an der “Decke” des Innenzeltes kondensiert die feuchte Luft öfters. Wegen der geringen Moskitonetz-Flächen ist die Belüftung nicht sonderlich gut. Die Belüftung durch die beiden seitlichen Fenster ist nicht wirklich ausgeprägt. Suchst Du ein Ultraleichtzelt mit besserer Ventilation, kann ich Dir das TarpTent MoTrail empfehlen.

Daher habe ich immer ein kleines Microfasertuch zur Hand, um morgens das Kondensat wegzuwischen. Trotz der verbesserungswürdigen Belüftung ist das Klima und im Zeltinneren sehr angenehm. Durch das Öffnen der Zelttüre kann der Luftaustausche jedoch etwas verbessert werden. In Sternenklaren Nächten haben wir das Außenzelt teilweise auch einfach weggelassen. Dann gibt es ebenfalls weniger Probleme mit Kondensation.

Für dich kommt auch Zelten im Winter in Frage? So bleibst Du dabei schön warm im Schlacksack!

Haltbarkeit von Ultraleichtzelten

Zur Haltbarkeit des MSR Nook kann ich nach einem halben Jahr in Benutzung noch nicht viel sagen. Die verwendeten Zeltmaterialien sind aufgrund des leichtgewichtigen Anspruchs deutlich dünner als normale Zeltwände. Trotzdem machen sie deswegen keinen instabileren Eindruck. Bis jetzt bin ich mit der Verarbeitungsqualität des MSR Nook sehr zufrieden. Sollte mir im Laufe der Zeit noch ein Mangel auffallen, werde ich diesen Artikel daraufhin aktualisieren.

Bildergalerie

Fazit des Ultraleichtzelt MSR Nook

Mit dem MSR Nook bekommst Du für unter 300€ ein ultraleichtes 2-Personen Zelt, welches ausreichenden Komfort und super Wetterfestigkeit bietet. Leider werden nur wenige Heringe und keine Abspannleinen mitgeliefert. Jedoch ist das Zelt extrem schnell und einfach aufgebaut und kann mit Hilfe eines Trekkingstockes platzsparend und freistehend aufgestellt werden. Die kleine Apside ermöglicht zusätzlichen Stauraum und es gibt zwei kleine Fenster an den Seiten.

Leider kann darüber die Belüftung nicht sonderlich gut gesteuert werden. Daher ist Kondensation ein häufiges Problem. Für mich ist das MSR Nook dennoch eine gute  Kombination aus Leichtgewicht und Komfort! Besonders für den aktuell sehr günstigen Preis bei Amazon* (13.01.2017).

Alternative Ultraleichzelte

Neben dem MSR Nook gibt es einige vergleichbare Ultraleichtzelte für 2 Personen. Einige Exemplare die unter 1kg wiegen habe ich im Folgenden aufgelistet:

 Was für eine Unterkunft nutzt Du bei deinen Trekkingtouren?

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Wie man sich bettet so liegt man – Therm A Rest Z-Lite Isomatten Test

Die Therm A Rest Z-Lite Isomatte ist ultraleicht und bietet mit ihrer Dicke von 2 cm selbst auf harten Untergründen ausreichenden Komfort. Durch ihre wabenartige Konstruktion rutscht auch der Schlafsack nicht weg. In diesem Therm A Rest Z-Lite Test erfährst Du ihre Vor- und Nachteile.

Ich kann den Untergrund genau spüren. Jedes noch so kleine Steinchen scheint sich seinen Weg in meinen Rücken gebahnt zu haben. Hüfte und Schultern sind von einem stechenden Schmerz überzogen. An eine bequeme Schlafposition auf der Seite ist gar nicht mehr zu denken. Ein kurzer Blick auf die Uhr – 3:27 – mindestens 3 Stunden muss ich also noch durchhalten, bis das erste Tageslicht mich endlich von meiner Qual erlöst. Am nächsten morgen fühlte sich mein ganzer Körper so an, als sei er von einem 40 Tonner überrollt worden – mehrfach.

Seit der ersten Nacht auf einer simplen geschäumten und günstigen 1 cm dicken Isomatte habe ich mir geschworen – nie wieder! Es folgten verschiedene selbstaufblasende Luftmatratzen, die mich damals aber aufgrund ihres hohen Gewichts nie so richtig überzeugen konnten. Daher habe ich mich durchgerungen doch nochmal eine leichte geschäumte Variante auszuprobieren. Diesmal aber etwas dicker (2cm) und faltbar. Somit war die Therm A Rest Z-Lite mein neues Testobjekt.

Therm A Rest Z-Lite Test

Hier sind erstmal ein paar Details der Therm A Rest Z-Lite:

  • Gewicht: 370 g (nachgewogen)
  • Abmessungen: 183 cm x 51 cm
  • Dicke: 2 cm
  • Material: geschlossenzelliger Schaumstoff
  • R-Wert: 2,2
  • Einsatzbereich: 3 Jahreszeiten
  • Besonderheiten: faltbar, ultraleicht
  • Preis: EUR 40,95

Therm A Rest Z-Lite Test : Gewicht und Packmaß

Die Isomatte ist wirklich ultraleicht. Der Hersteller gibt ein Gewicht von 410 g für die Standardvariante an, jedoch zeigte meine Waage mit 370 g ganze 40 g weniger an. Viel weniger Gewicht ist mit einer herkömmlichen Isomatte in Standardlänge fast nicht zu erreichen. Höchsten mit einer dünneren Evazote Isomatte, welche dann aber auch unkomfortabler ist. Die Z-Lite ist nicht so angenehm klein wie die NeoAir XLite Serie von Therm-A-Rest, aber doch deutlich kompakter als die typischen rollbaren Schaumstoff-Isomatten. Dadurch ist sie morgens nach dem Aufstehen auch so fix wie keine andere Matte zusammengepackt und verstaut. Die Entlüftung der selbstaufblasenden Matten empfand ich immer als sehr lästig und zeitintensiv.

Therm A Rest Z-Lite Test Isomatten Test

In zusammengefaltetem Zustand hat die Z-Lite die folgenden Abmessungen:

  • Länge: 51 cm
  • Breite: 13 cm
  • Höhe: 14 cm

Ich bin 1,97 m groß und habe auf der 183 cm langen Z-Lite ausreichend Platz. Meine Freundin ist 1,68 m groß und hat die untersten beiden Elemente abgeschnitten und verwendet sie jetzt als Sitzpad. So können kleinere Wanderer die Isomatte noch leichter machen.

Ein großer Vorteil gegenüber Luftmatratzen ist die Beständigkeit gegen spitze Steine oder Ähnliches. Diese Isomatte ist quasi unkaputtbar und verzeiht auch die Wahl eines schlechteren Schlafplatzes. Sie ist außerdem wasserresistent und kann somit auch bei Regen außen am Rucksack befestigt werden. Das empfinde ich als großen Vorteil, da die Regenhülle oft nicht komplett über Rucksack und die Isomatte passt. Ich habe die Z-Lite immer oben auf meinen Trekkingrucksack geschnallt. Aber auf unserer Trekking-Tour nach Mallorca hat sich das als nicht so vorteilhaft erwiesen. Denn dort gab es in den Wäldern viele tiefhängende Äste, die der Isomatte gerne mal einen kleinen Schnitt verpasst haben. Das ändert zwar nichts an dem Schlafkomfort, ist aber etwas nervig. Daher werde ich sie beim nächsten Mal lieber etwas weiter unten am Rucksack befestigen.

Therm A Rest Z-Lite Test Isomatten Test

Therm A Rest Z-Lite Test : Schlafkomfort

Das erste Probeliegen auf dem heimischen Holzfußboden erwies sich als erstaunlich bequem. Selbst wenn man sich mit beiden Knien auf der Isomatte abstützt, entsteht dort kein drückender Schmerz. Ob auf der Seite oder dem Rücken, der harte Fußboden ist kaum zu spüren. An den Komfort einer 6,3 cm dicken Luftmatratze* kommt die Z-Lite jedoch nicht ganz heran. Das habe ich aber auch nicht erwartet. Das Schaumstoffmaterial der Therm A Rest Z-Lite ist genau genommen nur 0,8 cm dick. Die wabenartige Konstruktion erhöht jedoch die effektive Dicke auf 2 cm und den Schlafkomfort erheblich.

Therm A Rest Z-Lite Test Isomatten Test

Bis jetzt habe ich mit der Z-Lite auf vielen verschiedenen Untergründe geschlafen. Von weichem Moos, über wurzeligen Waldboden, einfache Wiese bis zu steinigen Felsböden und Pflastersteinen war alles dabei. Je weicher der Untergrund, desto angenehmer liegt man natürlich auch. Aber selbst auf den härtesten Böden war das Schlafen mit der Z-Lite erstaunlich angenehm und vergleichsweise erholsam. Und ich bin jemand der auf einer unbequemen Isomatte eigentlich kein Auge zu machen kann.

Auf einer früheren Trekkingtour im Harz hatte ich eine günstige 3,6 cm dicke selbstaufblasende Isomatte dabei und habe auf ähnlichen Böden deutlich schlechter gelegen und geschlafen. Es kommt eben nicht immer auf die Dicke an, sondern auch auf die Konstruktion. Die Wärmeisolation gegen Kälte von Unten konnte ich bis 0°C Umgebungstemperatur testen und war vollkommen zufrieden. In Kombination mit dem Daunenschlafsack Lite Line 400 von Cumulus habe ich keinen Wärmeverlust von unten gespürt. Für den Wintereinsatz ist sie aber durch den R-Wert von 2.2 nicht zu empfehlen.

Etwas wärmer, aber auch nicht für den Wintereinsatz geeignet ist die SOL Variante der Z-Lite* mit einem R-Wert von 2.6. Deren Therma Capture™ Technologie sorgt für 20% mehr Wärme. Willst Du auch bei tieferen Minusgraden draußen schlafen, kannst Du auch mehrere Isomatten übereinander kombinieren. Die R-Werte lassen sich einfach addieren. Ab einem R-Wert von 4 spricht man von Wintertauglichkeit.

Preis/Leistung und Fazit

Für knapp 40 € bekommst du mit der Therm-A-Rest Z-Lite eine super Isomatte, die zwar etwas voluminöser als die aktuellen NeoAir Modelle von Therm-A-Rest* ist, aber dafür leichter und deutlich günstiger ist. Obwohl die Oberfläche nicht ganz unempfindlich gegenüber Ästen ist, kann sie dir im normalen Gebrauch nicht kaputt gehen. Für dieses Gewicht und den Preis ist sie überraschend komfortabel und macht selbst das Schlafen auf hartem Betonboden nicht zur Tortur. Die gefühlten nächtlichen Unfälle mit 40 Tonnern sind glücklicherweise vorbei! Klare Empfehlung für Freunde des leichten Gewichts!

Eine bequemere und platzsparendere Alternative ist die NeoAir xLite*, ebenfalls von Therm-a-Rest. Mit einer Dicke von 6,3cm und einem Gewicht von circa 350 Gramm kommt sie dem Begriff von Schlafkomfort beim UL-Trekking wohl am nächsten! Leider lässt sich das Therm-a-Rest auch gut bezahlen. Ein Kompromiss ist da sicherlich die NeoAir Trekker*, die zwar günstiger aber auch etwas schwerer ist. Das Budget Modell der aufblasbaren NeoAir Serie ist die Venture*. Mit gut 600 Gramm ist sie etwas schwerer als die anderen NeoAir Modelle, kostet mit circa 68€ aber auch deutlich weniger.

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Anmerkung*:  Die Isomatte habe ich selbst erworben und wurden mir nicht vom Hersteller zur Verfügung gestellt! Einige Produkt-Verlinkungen auf dieser Seite sind Affiliate Links für die BergReif eine geringe Provision erhält, falls Du einen dieser Artikel kaufst. Für dich fallen keine Extra-Kosten an. Dies hilft mir bei der Kostendeckung dieses Blogs.

Was hat Wandern mit Minimalismus zu tun?

Wie Wandern mich zum Minimalismus führte

“Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn man nichts mehr hinzufügen, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.”

(Antoine de Saint-Exupéry, französischer Schriftsteller, 1900 – 1944)

Besonders auf meinem langen Weg von München nach Venedig habe ich gemerkt, dass ich es toll finde mein Gepäck auf das Nötigste zu reduzieren. Alles Überflüssige einfach wegzulassen. 11 Kg hatte ich damals dabei. Ich finde es noch immer erstaunlich, dass man mit so wenigen Dingen 34 Tage lang die kompletten Alpen überschreiten kann! Mittlerweile sind aus diese 11 kg durch geschicktes Weglassen eine minimalistische Ausrüstung von 5,5 kg geworden. Ohne Komfortverlust, ließen sich mit relativ einfachen Überlegungen nochmal eine Menge an überflüssigem Gewicht einsparen. Mehr Spaß am Wandern ist die Folge!

Genau das ist für mich das Schöne am Wandern, speziell bei langen Fernwanderungen. Man muss sich Gedanken um seine Ausrüstung machen! Habe ich zuviel eingepackt, ist der Rucksack zu schwer und es wird schwierig dieser Belastung längere Zeit Stand zu halten. Zusätzlich erhöht sich die Anstrengung und der Spaß leidet darunter. Fehlen mir andererseits wichtige Gepäckstücke, kann ich die Wanderung auch nicht vollständig genießen.

Aber sind wir mal ehrlich: Wann hattest Du das letzte Mal zuwenig Gepäck dabei? Ich noch nie!

Minimalismus beim Wandern auf Mallorca Trockenmauerroute GR 221

Dieses gezielte und bewusste Nachdenken über die Auswahl der eigenen Wanderausrüstung kann ich bei vielen Mitwanderern beobachten. Zwar nicht immer vollständig konsequent, aber die Meisten wählen den Inhalt ihres Rucksacks dennoch mit Bedacht. Viele empfinden diese Reduzierung auf das Wesentliche, das bewusste Weglassen von Überflüssigem, als wahre Entlastung. Nicht nur auf den Schultern, sondern besonders im Kopf. Tragen wir weniger Dinge bei uns, sind wir gleichzeitig auch freier im Kopf. Weniger Gegenstände, um die man sich kümmern oder Sorgen machen muss, dass sie unbeschädigt bleiben.

So lebe ich für die Zeit der Wanderung minimalistisch und bin einfach glücklich. Im doppelten Sinne.

Denn so kann ich die für mich wichtigen Dinge einer Wanderung viel ausführlicher genießen. Die Natur, die Berge, die frische Luft, die Ruhe, den Spaß an der Bewegung, den Austausch mit anderen Wanderern und kann einfach mal die Seele baumeln lassen. Das führt unter anderem dazu, dass sich mein Leben entschleunigt!

Minimalismus Alpenüberquerung zu Fuß Wien Nizza Alpendurchquerung
Einfach mal die Seele baumeln lassen

Minimalismus im Alltag?

Besonders im Rückblick auf meine ersten, völlig überfrachteten Wanderungen mit knapp 20 kg auf dem Rücken, habe ich durch diese minimalistische Einstellung sehr viel mehr Spaß und Freude am Wandern gewonnen.

Deshalb habe ich mich gefragt, wenn mir das Wandern durch weniger mehr ist, warum dann nicht auch im Alltag? Warum nicht bei mir Zuhause in der Wohnung alles Überflüssige weglassen? So habe ich mich einmal in meiner Wohnung umgeschaut und mir die Frage gestellt:

  • Welche meiner Besitztümer bereichern mein Leben?
  • Und welche verschlingen nur Platz, Zeit und Geld?

„Das Leben ist eine Reise. Nimm nicht zu viel Gepäck mit.“
―Billy Idol

Mein Kleiderschrank war ein guter Startpunkt: Mindestens 70% aller T-Shirts, Hemden, Pullover, Hose, Jacken, etc. ziehe ich nicht mehr an. Sie sind nur Staubfänger. Sie zwangen mich aber trotzdem dazu, einen großen Kleiderschrank zu besitzen. Einen größeren Transporter beim Umzug machen sie ebenfalls nötig. Ich bin durch sie nicht glücklicher und sie bereichern mein Leben auch nicht.

Außerdem kann ich ja nicht bei meiner Wanderausrüstung alles überflüssige aussortieren und meinen Kleiderschrank überquellen lassen.  Also habe ich all diese nicht mehr getragenen Kleidungsstücke in Säcke verpackt und gespendet. Die Sachen die mir noch gut gefallen und regelmäßig getragen werden (meine Skiausrüstung natürlich nur im Winter) habe ich behalten.

Das Ausmisten ist jetzt 1,5 Jahre her! Ich habe kein einziges Kleidungsstück vermisst. Jeden morgen wenn ich den Kleiderschrank öffne, habe ich ein Lächeln auf dem Gesicht und finde auch direkt was ich suche.

Genauso versuche ich das auch mit dem Rest meiner Besitztümer. Viel von meiner alten Wander- und Trekkingausrüstung liegt verstaut in Kisten. Sie verstaubt so vor sich hin. Sehr unwahrscheinlich, dass ich die beiden 2 und 3 kg schweren Rucksäck jemals noch benutzen werde. Beiden waren noch super in Schuss, also habe ich sie verkauft. So bekomme ich Geld für etwas, das bei mir zuhause unbenutzt rumliegt und kann anderen eine Freude damit machen.

Es gibt mir eine tiefe innere Zufrieden- und Gelassenheit, dass ich mit weniger materiellen Dingen glücklicher bin als vorher. Dadurch kann ich ein selbstbestimmteres, bewussteres und mobileres Leben führen und mich auf die Bereiche meines Lebens konzentrieren, die mir wirklich wichtig sind! Für mich bedeutet Minimalismus oder minimalistisch zu leben nicht, auf Dinge die mir wichtig sind zu verzichten. Sondern gezielt Gegenstände und Gewohnheiten loszulassen, die mir im Leben mehr Last als Freude sind.

Mir hat es sehr viel Lebensqualität gegeben, die Tugenden und Vorteile des Wanderns auf mein alltägliches Leben zu übertragen. Sich bewusst mit seiner Umwelt zu beschäftigen und gezielt die Dinge wegzulassen, die einem an einem selbstbestimmten und glücklicheren Leben hindern. Das sind für jeden unterschiedliche Gegenstände oder Gewohnheiten, aber die Meisten haben genug davon.

Für mich bedeutet Minimalismus, ob beim Wandern oder Zuhause: Gut für den Körper, aber noch besser für die Seele!

Was hältst Du von Minimalismus? Hast Du ähnliche Erfahrungen gemacht?

Wenn Du dich jetzt für weitere Info’s zu Minimalismus und minimalistischem Leben interessierst, findest Du hier sehr interessante Blogs und Seiten zu dem Thema:

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Ultraleicht Trekking: Anleitung und 14 Tipps für den Einstieg

Von Ultraleicht Trekking spricht man, wenn das Basisgewicht (ohne Verbrauchsgüter wie Wasser, Proviant und Brennstoff) der Trekkingausrüstung unter 5 Kilogramm liegt. Oder unter 4,5 kg (10 Pfund) wenn man vom angloamerikanischen Maßsystem ausgeht.

Leichtes Trekking versteht ein Gewicht von unter 10kg als Grenze. Alles jenseits davon wird als traditionelles Trekking bezeichnet. Also auch der 20 Kilogramm schwere Rucksack.

Meine Gründe für dein Umstieg vom konventionellen zum Ultraleicht Trekking dürften sich mit den Erfahrungen der meisten Wanderer decken. Denn ein ultraleichter Wanderrucksack reduzierte nicht nur meinen Konsum der täglichen Ibuprofen-Dosis.

Ultraleicht Trekking im Überblick

Vorteile des Ultraleicht Trekking

Die Vorteile vom Ultraleicht Trekking sind für mich die folgenden:

Geringerer Energieverbrauch. Ich kann längere Tagesetappen wandern, oder die gleiche Strecke sehr viel angenehmer bewältigen. In der Folge brauchte ich weniger Proviant und Wasser als vorher. Was meinen Rucksack noch leichter macht. Stichwort: Positive Gewichtsspirale
Nachts geringere Regenerationszeit und dadurch verbesserte Leistungsfähigkeit.
weniger Blasen an den Füßen
Schultern, Knie, mein Rücken, etc wird weniger stark beansprucht.
Gewinn von Stabilität, Sicherheit und Trittsicherheit auf technischeren Bergwegen.
Und kann die Natur, meine Umwelt, die Entschleunigung und die Freunde am Minimalismus endlich wirklich genießen.

Generell ist mein Ziel das Rucksackgewicht so gut wie möglich zu reduzieren, um mehr Spaß und Leichtigkeit beim Wandern und Trekking zu haben. Ohne dabei aber auf Komfort oder Sicherheit verzichten zu müssen. Der Umstieg auf eine ultraleichte Trekking Ausrüstung kann sehr schnell ins Geld gehen, da gerade Inventar aus sehr leichten Materialien teilweise teurer ist als die Standard-Variante.

Trotzdem lohnt es, sich von Tipps anderer Ultraleichtwanderer inspirieren zu lassen, Dinge zu rekombinieren oder selber zu machen (Stichwort: MYOG). So kannst Du auch ohne große Investitionen leichter unterwegs zu sein.

Der Umstieg auf eine ultraleichte Trekkingausrüstung ist ein steter Prozess ist und nicht über Nacht abgeschlossen. Auch ich bin noch lange nicht bei meiner “perfekten Packliste” angekommen. Dennoch möchte ich Dir einige Tipps, die mir bei meinem Einstieg in die Welt des Ultraleicht Trekking geholfen haben, in diesem Artikel gerne weitergeben.

Rucksack nähen Rucksack selber machen

Anleitung für den Ultraleicht Trekking Einstieg

In dieser Anleitung findest Du den roten Faden für den gelungenen Einstieg in das Ultraleicht Trekking. Daher sind die vorgeschlagenen Schritte auch in chronologischer Reihenfolge aufgelistet. Das heißt: Die sinnvollsten und ausschlaggebensten Maßnahmen stehen am Anfang. Fortgeschrittenere Tipps finden sich eher am Ende des Artikels.

Generell gilt:  Sieh diese Maßnahmen einfach als eine Art “Buffet” an und nimm dir davon nur das, was dir auch gefällt und wovon du der Meinung bist es auch guten Gewissens umsetzen zu können. Nicht alle Tipps sind unbedingt für jeden Wandertypen geeignet.

1. Bestandsaufnahme der aktuellen Ausrüstung

Noch bevor irgendein Gegenstand aussortiert oder ersetzt wird, sollte die konsequente Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes deiner gesamten Ausrüstung erfolgen. Das heißt: Du suchst deine aktuelle Packliste zusammen und legst jeden Gegenstand auf die Waage.

Idealerweise trägst Du die Messwerte in eine Excel-Tabelle ein und summierst alle Gewicht am Ende zu einem Endwert auf. Eine Alternative zu der Office Tabelle, ist die Web-Anwendung “LighterPack”. Dort kannst Du nach der Registrierung ebenfalls deine Werte eintragen.

Hier geht es um das Basisgewicht deiner Ausrüstung. Folgende Dinge werden dort also nicht mit gewogen:

  • Proviant
  • Wasser
  • Brennstoff

2. Überflüssige Gegenstände aussortieren

Auch der zweite Schritt kommt noch ohne Neu-Anschaffung aus. Denn es gibt beim Einstieg ins Ultraleicht Trekking in den meisten Rucksäcke viele Dingen die bedenkenlos aussortiert werden können.  Stell Dir bei jedem Gegenstand vor dem Einpacken in den Rucksack die Sinnfrage.

  • Welchen Zweck erfüllt dieser Gegenstand?
  • Benötige ich ihn wirklich?
  • Passt er zu der Art der geplanten Tour?

Ein paar typische Dinge die anfangs häufig in den Tiefen der Rucksäcke verschwinden, aber trotzdem weggelassen werden sollten sind die folgenden Gegenstände:

  • Bücher
  • schwere Beutel, Dosen, Behälter oder Hardschalencases
  • zuviel Wechselwäsche – lieber auf Merinowolle umsteigen
  • Baumwoll-Badehandtuch
  • 97-teiliges Taschenmesser

Ausrüstung sortieren

Ein weiterer Tipp, um unnötige Gegenstände zu identifizieren, besteht darin, seine letzte Tour zu rekapitulieren. Gehe jeden einzelnes Teil deiner Ausrüstung durch und frage dich, ob Du es bei der letzten Mehrtageswanderung wirklich benötigt hast. Mach dazu beim Auspacken 2 Haufen:

  1. Auf den ersten kommen die Gegenstände die du wirklich benutzt hast.
  2. Auf den anderen alle die Ausrüstungsgegenstände, welche nicht benutzt wurden.

Nur die Regenbekleidung und das Erste-Hilfe-Set* landen immer im Rucksack! Durch diese Methode kannst Du nach beendeten Touren deine Ausrüstung immer weiter auf deine Bedürfnisse hin optimieren.


3. Die großen “Vier” reduzieren

Am effektivsten ist es im nächsten Schritt das Gewicht der großen Vier zu reduzieren. Als die großen Vier werden die typischerweise schwersten Gegenstände der Ausrüstung bezeichnet. Das sind das Zelt, der Schlafsack, die Isomatte und der Rucksack. Idealerweise schafft man es deren Gesamtgewicht unter die 3 Kilogramm-Marke zu schieben.

Ultraleichte Rucksäcke

Das Tragesystem von herkömmlichen Trekking Rucksäcken ist häufig deren schwerste Komponente. Ohne dieses Tragegestell wird der Rucksack deutlich leichter. Ab einem maximalen Basisgewicht zwischen 6 – 5 Kilogramm ist ein schweres Trageysystem auch gar nicht mehr notwendig.

Die nötige Stabilität bekommt der sogenannte Ultraleicht-Rucksack durch eine innenliegende Isomatte, oder durch die Art des Packens. Sehr eng komprimiertes Gepäck im Inneren des Rucksacks stabilisiert diesen zusätzlich.

Gestelllose Rucksäcke

Trekkingrucksack TestGestelllose Rucksäcke bringen teilweise nur 300 – 500 Gramm auf die Waage! Bei einem Volumen zwischen 30 und 50 Litern. Große Trekkingrucksäcke mit Volumen von 70 bis gar 100 Litern sind für ultraleicht Trekking absolut überflüssig. Modelle wie der Ultraleicht Rucksack WeitLäufer Agilist1 bringen mit Hüft- und Brustgurt knapp 500 Gramm auf die Waage.

Entgegen der landläufigen Meinung kann es beim Ultralight Trekking durchaus sinnvoll sein, den Rucksack als erstes zu erwerben. Denn hat man sich ein ultraleichtes und gestellloses Exemplar mit einem Volumen zwischen 35 – 48 Litern zugelegt, wird man nicht mehr der Versuchung erliegen, überflüssige Dinge in seinen Rucksack zu packen.

Leichtrucksäcke

Einen Kompromiss bieten leichte Trekkingrucksäcke wie der Osprey Exos 48*  oder der Lighting 45 von Exped. Beide haben ein minimalistisches Tragesystem und lassen sich gut auf die Rückenlänge des Trägers einstellen. Mit knapp 1 kg Eigengewicht sind sie trotzdem noch relativ leichtgewichtig.

Ultraleichtzelte oder Tarps

Tarps sind super leicht und nehmen kaum Platz im Rucksack ein. Aber sie verlangen nach einigen technischen Fertigkeiten, um sie effektiv und standhaft aufzuspannen. Zusätzlich ist man der Witterung und nächtlichen kleinen Krabbel-Besuchern stärker ausgesetzt, als in einem vollständig geschlossenen Zelt.

Daher gibt es die Kombination Tarp Zelt. Das ist die Verbindung aus einem simplen Regenschutz und einem inneren Moskitonetz. Diese Variante wiegt teilweise auch noch unter einem Kilogramm. Ich hatte das TarpTent Motrail einige Zeit im Einsatz und war sehr zufrieden. Umgestiegen bin ich von dem 1,3kg schweren MSR Nook. Momentan bin ich jedoch fast ausschließlich mit einem Pyramid Tarp Zelt unterwegs.

Ultraleichtzelte werden meist aus dünnem und leichten Ripstop-Nylon gefertigt. Seit einiger Zeit finden sich jedoch vereinzelt auch Exemplare aus dem superleichten Dyneema® Composite Fabric (früher: Cuben Fiber). In Europa sind diese leider fast ausschließlich durch den Import aus den USA zu bekommen. ZPacks, Mountain Laurel Designs, YamaMontaingear, etc sind bekannte Hersteller, die dieses Material für ihre Zelte und Tarps verwenden.

Ein (unvollständige) Liste mit in Deutschland erhältlichen UL-Zelten und Tarps findest Du im Folgenden:

Ultraleichtzelte
Name Größe min. Gewicht max. Gewicht
MSR Flylite* 2 Personen 710 g 1,02 kg
MSR Freelite 2* 2 Personen 1,08 kg 1,25 kg
MSR Carbon Reflex 2* 2 Personen 840 g 990 g
Nordisk Telemark 1 LW* 1 Person 830 g
Terra Nova Laser Photon 1* 1 Person 670 g 720 g
Ultraleichte Tarps
DD Hammocks UL Tarp* 2 Personen 460 g
Terra Nova Competition Tarp II 2 Personen 378 g
Hyperlight Mountain Gear Cuben Flat Tarp 2 Personen 210 g

Ultraleichte Schlafsäcke

Ein ultraleichter Schlafsack mit Daunenfüllung für den 3-Jahreszeiteneinsatz wiegt teilweise sogar unter 600 Gramm und hat ein angenehm kleines Packmaß. Sollte es kälter werden als die Komfort-Temperatur deines Schlafsacks, ziehe eine Jacke oder zweite Schicht beim Schlafen drüber. Alternativ kannst du ein leichtes Seiden-Inlett* verwenden, um die Grenztemperatur des Schlafsackes etwas abzusenken. Im Sommer kannst du dieses Inlett dann einfach Zuhause lassen.

Noch leichter als ein ultraleichter Schlafsack ist in vielen Fällen ein Quilt*. Dieser verzichtet auf einen Teil der Rückenpartie, welche beim Liegen sowieso nur stark komprimiert wird und kaum etwas zur Isolierung beiträgt. Die fehlende Kapuze wird durch eine warme Mütze ersetzt. Quilts sind im Vergleich zu ähnlich warmen Schlafsäcken oft um 200 Gramm leichter. Ich nutze momentan den Cumulus Quilt 350.

  • Lesetipp: Schlafsack Test: 10 leichte & ultraleichte Modelle in der Übersicht

Leichte Isomatten

Bei den Isomatten kann sich zwischen superleichten und bequemen Luft-Matten entschieden werden, oder den leichten und günstigen EVA-Schaumstoffexemplaren. Beide Varianten wiegen meist kaum mehr als 400 – 500 Gramm, unterscheiden sich jedoch gewaltig im Preis und ihrem Schlafkomfort.

Während die Luftmatten (Empfehlung: Therm-a-Rest NeoAir xLite) mit einer Dicke von 6.3 cm hervorragenden Liegekomfort bieten, lässt die Bequemlichkeit einer dünneren EVA-Matte( Empfehlung: Therm-a-Rest Z-Lite) doch zu Wünschen übrig – jedenfalls für Seitenschläfer. Dafür kostet erstere teilweise über 150€ während die faltbare Schaumstoffmatte schon für unter 40 € zu haben ist.


Fortgeschrittene Ultraleicht Trekking Tipps

Die meisten der folgenden Ultraleicht Trekking Tipps machen erst Sinn, wenn Du das Gesamtgewicht deiner Ausrüstung schon deutlich reduziert hast. Also einen leichten Rucksack, Schlafsack, ein leichtes Zelt/Tarp und eine UL-Isomatte verwendest.

1. Trinkwasser unterwegs auffüllen

Bist Du auf einer Route unterwegs, die im Tagesverlauf einige Quellen, Brunnen oder Hütten mit Trinkwasseranschluss passiert, musst Du nicht unbedingt schon am Anfang 3-4 Liter Wasser im Rucksack tragen. Viel Gewicht im Rucksack kann durch das konsequente ausnutzen dieser Trinkwasserquellen eingespart werden.

Soll häufig Trinkwasser aus Bächen oder Bergseen entnommen werden, empfiehlt sich der Einsatz eines Wasserfilters. Denn unsichtbare Mikroorganismen wie Batterien oder Viren, können auch im klarsten Gebirgsbach vorkommen. Diese Filter können dennoch sehr leicht sein. Beispiele dafür sind unter anderem der mechanische Wasserfilter Katadyn BeFree (Gewicht: 59 g – Testbericht) oder die Katadyn Micropur Entkeimungstabletten.

2. Wechselwäsche durch Merino-Shirts reduzieren

Im Gegensatz zu Baumwolle oder synthetischen Funktionstextilien besitzt Merinowolle eine natürliche antibakterielle Faserstruktur. Das heißt: Auch wenn viele Tage am Stück in Merino-Shirts hineingeschwitzt wird, entwickeln sie fast keinen unangenehmen Schweißgeruch. Somit können die Shirts beim Wandern deutlich länger getragen werden, als klassische Wandershirt. Das führt automatisch zu einer Reduzierung der Wechselwäsche und gleichzeitig zu einem niedrigeren Basisgewicht.

3. Ziploc Beutel anstatt Kunststoff-Case

Auch wenn man seine Ausrüstung gerne schön sortiert im Rucksack hat: schwere Hartschalen-Taschen oder dicke Packsäcke sind dafür nicht notwendig. Elektronikzubehör, Hygiene-Artikel oder auch das Erste-Hilfe-Set finden wunderbar in 14 Gramm leichten Ziploc-Beuteln Platz. Zusätzlicher Vorteil: Die Beutel sind durchsichtig, wodurch man auf den ersten Blick erkennen kann, welcher Inhalt sich darin verbirgt.

4. Kosmetik Probierpackungen

Für eine Tourlänge von 7 Tagen reicht auch locker die 15 ml Probierpackung Zahnpasta von dm. Nimm wirklich nur soviel von deinen Kosmetikprodukten mit, wie du für die Länge deiner Tour brauchst. Du kannst die gewünschte Menge auch in kleinere Behälter umfüllen, wenn es von deinen Produkten keine kleine Packungsgröße gibt. Eine Alternative dazu sind Dent Tabs.

Dent Tabs* sind vereinfacht gesagt getrocknete Miniportionen Zahnpasta. Sie sehen aus wie kleine Tabletten und werden im Mund einfach solange zerkaut, bis sich eine pastenartige Konsistenz bildet. Damit werden dann die Zähne geputzt. Ein weiterer Vorteil: Du kannst genau die Anzahl einpacken, die Du wirklich brauchst. 7 Tage auf Tour = 14 kleine Dent Tabs.

5. Säge Deine Zahnbürste ab

Mindestens ein 8 Gramm Bonus :) Nicht wirklich sinnvoll, aber die abgesägte Zahnbürste ist irgendwie das Sinnbild der Ultraleicht Trekking Bewegung geworden. Wer sich aber schon mal mit einer halben Zahnbürste die Zähne geputzt hat, weiß um das ungünstige Handling.

Das Absägen der Zahnbürste ist am Anfang aller Ultraleicht Trekking Bemühungen wenig sinnvoll. Rucksack, Zelt, Schlafsack und Isomatte – bekannt als die Big 4 – sollten als erstes im Gewicht reduziert werden. Im Anschluss kannst Du dann von Hydrophil eine Zahnbürste aus Bambus* erwerben. Gewicht: 10g. Auch ohne Absägen ultraleicht.

Ultraleicht Trekking Trekkingtour
Die Probierpackung Zahnpasta und meine (alte) halbe Zahnbürste

6. Ultraleichte Drybags

Besonders Kleidung kann durch spezielle und sehr leichte Kompressions- und Packsäcke in ihrem Volumen reduziert werden. Keine Gewichtsersparnis, aber durch ein geringeres Gepäck-Volumen kannst du auf einen kleineren und somit leichteren Rucksack zurückgreifen.

Besonders bei einer ultraleichten Daunenjacke oder einem Daunenschlafsack macht es Sinn, den Standard-Packsack gegen einen wasserdichten, aber dennoch ultraleichten Dry-Bag* zu tauschen. Neben der Gewichtsersparnis bleiben diese beiden Teile dann in jedem Fall trocken. Und das ist gerade bei Daunenprodukten sehr wichtig!

7. Rucksack Gurt-Enden abschneiden

Aber nur soweit, dass du auch noch mit deiner dicksten Winterkleidung genug Platz unter dem Rucksack hast. Denk daran die Schnittkanten der Gurte mit einem Feuerzeug zu veröden, damit sie nicht aufribbeln. Ist dir das zu riskant, kannst du sie auch einfach umnähen.

8. Benutze nur die relevanten Wanderführerseiten

Viele Wanderführer wiegen über 200 Gramm und decken teilweise ganze Regionen oder Länder ab die für dich eventuell gar nicht wichtig sind. Suche dir die Seiten raus, welche für deine Trekkingtour relevant sind, scanne diese ein und nimm auch nur diese mit. Theoretisch könntest Du auch die relevanten Seiten rausschneiden und so mitnehmen, aber ich persönlich zerstöre nicht so gerne Bücher.

Ultraleicht Trekking Trekkingtour

Für unsere 34-tägige Fernwanderung über den Traumpfad München Venedig, mussten wir natürlich den kompletten Führer dabei haben.

9. Lass Packsäcke zuhause – Ein paar Gummis sind leichter

Meine gefalteten Zeltplanen und die Zeltstangen werden mit einem Gummi zusammen gehalten und im Rucksack verstaut. Sollte Regen oder feuchtes Wetter zu erwarten sein, nehme ich eine sehr leichte Plastiktüte anstatt dem mitgelieferten Packsack, um die anderen Utensilien im Rucksack vor der Nässe zu schützen.

10. Bau dir deine eigene Ausrüstung – MYOG

Wie zum Beispiel einen Kocher aus Bierdosen. Er wiegt nur 20 Gramm und hat mir stets gute Dienste geleistet. Hier gibt es die Anleitung wie du ihn für 0.60 € nachbauen kannst! Du kannst Dir für dein Kochsystem auch ganz einfach einen ultraleichten Windschutz bauen, indem Du Alufolie auf die gewünschte Lange abschneidest und ein paar Mal faltest.

Vor kurzen habe ich mir den ultraleichten Ikea Rucksack genäht, oder einen Regenkilt aus 20D Silnylon. Im MYOG Bereich dieses Blogs wirst Du in Zukunft noch weitere Anleitungen zum selber machen von ultraleichter Ausrüstung finden.

11. Esse deine schwerste Verpflegung zuerst

Auch wenn der Käselaib, das Weißbrot und gekochte Eier keine besonders gute Idee für die Verpflegung auf einer ultraleichten Trekkingtour sind, macht es grundsätzlich Sinn seine schwerste Verpflegung zuerst zu essen. Generell sind alle hochkalorischen und dehydrierten Speisen eine gute Wahl. Das kann entweder das Fertiggericht aus dem Supermarkt sein, oder die spezielle Trekkingnahrung aus dem Outdoorladen.

Kochst Du unterwegs auch nicht sonderlich gerne? Dann schau Dir doch mal meine Outdoor Rezepte für Kochfaule an. Deren Zutaten wiegen sehr wenig und die Mahlzeiten lassen sich schnell und einfach zubereiten. Auch mit anbrenngefährdeten Titan Tassen.

12. Entferne die Etiketten aus der Kleidung

Natürlich kaum ein Gewichtsvorteil. Aber die Idee hinter dem Ultraleicht Trekking ist: Alles überflüssige kann und sollte weggelassen werden. Die Pflegehinweise kannst Du Zuhause aufbewahren.


Weitere Quellen fürs Ultraleicht Trekking

Weitere Lesetipps auf BergReif: Weitere Artikel zur Reduzierung deines Rucksackgewichts findest Du hier:

Für Interessierte gibt es auf den folgenden Blogs und Foren noch mehr Informationen zum Thema Ultraleicht Wandern und Ultraleicht Trekking:

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