Ultraleicht Schlafsack Test

Schlafsack Test 2021: 10 leichte & ultraleichte Modelle in der Übersicht

Geschrieben von: Alex und aktualisiert am 25. Januar 2021

Den richtigen Schlafsack zu finden ist gar nicht so leicht. Denn viele Faktoren spielen bei der Auswahl eine Rolle. Einsatzgebiet, Temperaturbereich, Füllung und das übrige Schlafsetup wollen gut bestimmt werden. Um dir das Finden des passenden Modells etwas zu erleichtern, habe ich in diesem Schlafsack Test die wichtigsten Kriterien übersichtlich zusammen gestellt.

Weiter unten findest Du dann 10 hochwertige Leicht- sowie Ultraleicht Schlafsäcke, die in jeden Rucksack passen und weniger als 1,5 Kilogramm auf die Waage bringen. Oft sind deren Hersteller relativ kleine Unternehmen, die der breiten Masse kaum bekannt sind. Darum habe ich für diesen Schlafsack Vergleich die Auswahl nicht nur nach Bekanntheitsgrad sondern Qualität getroffen.

Hier geht es auch wirklich nur um den klassischen Schlafsack. Alternative Formen wie Quilts werden in dieser Zusammenstellung nicht betrachtet, sondern in einem separaten Artikel vorgestellt.


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Ultraleicht Schlafsack Test 2021: Unsere Empfehlungen

Leichtester Schlafsack

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Cumulus X-Lite-300
ab 465 g

Beste Preis-Leistung

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Robens Far Away II
UVP: 89,95€


Alle Modelle des Schlafsack Test 2021:

Direkt zu den Schlafsäcken springen:

Modell Gewicht Füllung Tcomf  UVP
Mammut Kompakt MTI-3 ab 1500 g Kunstfaser -2 °C 199,95 €*
Vaude Sioux 800 ab 1500 g Kunstfaser 2 °C 100,00 €*
Robens Far Away II 990 g Kunstfaser 9 °C 89,95 €
Carinthia G145 820 g Kunstfaser 5,8 °C 209,95 €*
Mountain Equipment Helium 250 705 g Daune 8 °C 259,95 €*
Western Mountaineering MegaLite 680 g Daune 2 °C 469,95 €
Sea to Summit Spark III 624 g Daune 2 °C 299,95 $*
Robens Coloir 250 610 g Daune 8 °C 249,95 €*
Yeti Passion Three 530 g Daune 7 °C 499,95 €*
Cumulus X-Lite 300 465 g Daune 2 °C* 325,00 €

* Temperaturangaben NICHT nach EN13537


Auswahlkriterien des
ultraleicht Schlafsack Test:

Bevor ich jedoch die einzelnen Modelle genauer beleuchte, gebe ich Dir einen kurzen Überblick, welche Faktoren bei der Wahl des passenden Schlafsacks eine Rolle spielen. Besonders dann, wenn mit einem Exemplar der Großteil der Touren im Jahr abgedeckt werden soll.

Isolation – Daune oder Kunstfaser?

Die isolierende Füllung eines Schlafsacks kann grob in zwei Kategorien unterteilt werden: Daune und Kunstfaser. Daunen sind ein Art der Federn mit sehr kurzem Kiel und weichen sowie sehr langen Federästen. Durch diese Struktur werden in den Verästelungen kleine Luftpolster eingespeichert, die zu der sehr hohen Isolationwirkung der Daune führen. Das Naturprodukt stammt aus dem Unterkleid von hauptsächlich Gänsen oder Enten.

Die Alternative ist eine Füllung aus Kunstfaser. Diese bestehen meist aus synthetischen Endlosfasern, die zu textilen Flächengeweben weiterverarbeitet werden. Luftpolster werden ebenfalls in den kleinen Verästelungen der Fasern gespeichert. Ein so hohes Isolations- zu Wärme Verhältnis wie Daune, erreichen die Kunstfaser Produkte jedoch nicht. Die Vor- und Nachteile der beiden Isolationen habe ich in der folgenden Tabelle übersichtlich zusammengefasst:

Daune

Vorteile Nachteile
extrem leicht verliert bei Feuchtigkeit viel von ihrer Isolationswirkung
unerreichtes Wärme zu Gewicht Verhältnis unethische Gewinnung des tierischen Produkts kann kaum zweifelsfrei ausgeschlossen werden
bei sachgerechter Lagerung längere Haltbarkeit der Isolationswirkung meist teurer als Kunstfaser Produkte
kleineres Packmaß möglich trocknet nur sehr langsam
nicht wirklich pflegeleicht

Kunstfaser

Vorteile Nachteile
verliert auch bei Nässe kaum an Isolationsleistung schwer als Daune bzw. schlechteres Wärme zu Gewicht Verhältnis
verhältnismäßig günstig geringere Lebensdauer der Bauschkraft
trocknet schnell nicht so kompressionsfreudig wie Daunen
pflegeleicht
bei entsprechender Füllmenge gute Isolierungwirkung gegen Kälte
Ultraleicht Schlafsack Test Daune
Eine Daune mit ihren feinen Verästelungen. Quelle: Wikipedia

Ethische Gewinnung der Daunen

Bei der Gewinnung der Daunen unterscheidet man zwischen Tod- und Lebendrupf. Bei ersterem werden die Daunen als Nebenprodukt der Fleischproduktion von den Gänsen gewonnen. Letzteres ist eine Praktik, bei welcher die Daunen der Vögel mehrmalig und lebend gerupft werden. Während der Lebendrupf früher zu Zeit der Mauser (wiederkehrender Prozess, bei dem die Vögel das alte Gefieder abstoßen) für die Tiere relativ schmerzfrei erfolgte, ist das vor allem auf den Massenhaltungshöfen ein leidvoller Vorgang für die Tiere1 .

Schätzungen zufolge2, liegt der Marktanteil der Daunen aus Lebendrupf nur bei circa 3 %. Zwar haben die meisten Hersteller ein eigenes Siegel welches die Herkunft der Daunen belegen soll, ein firmenunabhängiges Gütesiegel gibt es aber noch nicht. Das macht es für den Verbraucher schwer zu erkennen, woher die Daunen der Hersteller wirklich stammen. Problematisch sind in diesem Zusammenhang vor allem Daunen, die aus China importiert werden.

Die polnische Firma Cumulus hat mir per E-Mail und Zertifikaten versichert, dass ihre Daunen als Nebenprodukt der heimischen Fleischproduktion gewonnen werden. Dennoch kann die Verwendung von Daune aus Lebendrupf kaum zweifelsfrei ausgeschlossen werden. Wer also auf Nummer sicher gehen möchte, wird wohl zur Kunstfaser Füllung greifen müssen.

Schlafsack Formen

Schlafsäcke lassen sich sehr grob in zwei Hauptformen unterteilen. Die klassische Mumienform und den Deckenschlafsack. Mumienschlafsäcke sind deutlich schmaler geschnitten, um einerseits ein möglichst geringes Gewicht zu erreichen. Und andererseits eine optimale Isolationsleistung zu erreichen. Diese eng geschnittene Form empfinden einige Personen jedoch als etwas einengend.

Deckenschlafsäcke hingegen sind rechteckig geformt und bieten entsprechend mehr Bewegungsfreiheit als ihre konturierten Geschwister. Da das Schlafgefühl eher dem unter der Bettdecke zu Hause gleicht, kommt diese Form der Schlafsäcke zu ihrem eingänglichen Namen. Die umlaufenden Reißverschluss eines Deckenschlafsack lassen sich meist auch vollständig öffnen und machen die Metamorphose zur klassischen Decke perfekt. Jedoch ist die Isolationsleistung dieser Varianten deutlich schlechter als bei den Mumienschlafsäcken, wodurch sich diese auch nur bedingt für Outdoor Abenteuer eignen.

Um Dir einen etwas anschaulicheren Überblick über die Vor- und Nachteile der beiden Schlafsackformen zu geben, habe ich diese in der folgenden Tabelle zusammengefasst.

Mumienschlafsack Deckenschlafsack
Vorteile gute Isolation, da Leerraum vermieden wird
Gewichts- und Materialeinsparung durch konturierte Form
extrem große Auswahl an Modellen
für alle Jahreszeiten und Temperaturen verfügbare Modelle
guter Schlafkomfort
viel Platz
bessere Lüftungsmöglichkeiten = besser für warme Temperaturen geeignet
Nachteile Schlafkomfort durch schmale Form etwas eingeschränkt
Lüftung bei warmen Temperaturen etwas schwieriger
keine besonders effektive Isolationsleistung
relativ schwer
nicht für niedrigere Temperaturen geeignet
Einsatzbereiche Trekkingtouren bei warmen sowie sehr kalten Bedingungen
Hüttentouren
Backpacking/ Reisen im Allgemeinen
Trekkingtouren bei milden Bedingungen
Camping (mit dem Auto & auf Campingplätzen)

Hinweis: In den folgenden Abschnitten dieses Artikels werden ich nur auf die Mumienschlafsäcke eingehen, das diese für den Trekkingeinsatz deutlich besser geeignet sind, als die Deckenschlafsäcke.

Temperaturangaben Schlafsack

Die 2005 eingeführte Europäische Norm EN 13537 bewerte die Leistungsfähigkeit eines Schlafsacks geschlechtsspezifisch, da Mann und Frau häufig eine unterschiedliche Temperaturempfindung haben.

  • Komforttemperatur: bezogen auf die “Norm-Frau”, die mit den folgenden Werte: 25 Jahre, 60 kg, 160 cm Körpergröße, bei dieser Temperatur eine Nacht lang bequem schlafen kann.
  • Limittemperatur: bezogen auf den “Norm-Mann”, der mit den folgenden Werte: 25 Jahre, 70 kg, 173 cm Körpergröße, bei dieser Temperatur eine Nacht lang bequem schlafen kann.
  • Extremtemperatur: Bei dieser Temperatur wird nur noch ein Überleben sichergestellt. An angenehmen und erholsamen Schlaf ist jedoch keineswegs zu denken.
Ultraleicht Schlafsack Test Temperaturskala EN 13537
Temperaturangaben Schlafsack nach EN 13537

Nach dieser Norm ist für Frauen eher die Komforttemperatur und für Männer eher die Limittemperatur der entscheidende Wert bei der Auswahl eines Schlafsack.

Wichtig: Die angegebenen Temperaturen wurden mit speziellen Dummie-Puppen unter Laborbedingungen ermittelt. Dabei tragen die Dummies langärmlige Unterwäsche sowie Socken an den Füßen. Somit gelten die Komfort- als auch die Limittemperaturen immer nur in Kombination mit dieser Bekleidungsschicht.

Wie finde ich den richtigen
Temperaturbereich bei einem Schlafsack?

Neben den geschlechterspezifischen Unterschieden bei der Temperaturempfindung gibt es zusätzlich noch persönliche Abweichungen ab wann eine Person eine bestimmte Temperatur als zu kalt empfindet. Das kann neben dem Körpergewicht auch von der Temperatur-Gewöhnung, der Ernährung sowie dem Müdigkeits- beziehungsweise Erschöpfungsgrad abhängen.

Entscheidend bei der Auswahl sind dennoch meist die zu erwartenden Nacht-Temperaturen. Um Dir einen beispielhaften Überblick zu geben, habe ich zwei mögliche Touren zusammengestellt und die daraus resultierenden Temperaturbereiche für einen Schlafsack abgeleitet:

Tour Temp-Bereich Mann Temp-Bereich Frau
Sommertour in der Eifel
minimale Nachttemperatur bis 10°C
TLimit = 8 bis 12 °C TLimit = 0 bis 4 °C
Sommertour in Schweden
minimale Nachttemperaturen bis 0°C
TLimit = -2 bis 4 °C TLimit = -10 bis -5 °C
Herbst/frühe Wintertour im Schwarzwald
minimale Nachttemperatur bis – 5°C
TLimit = -10 bis -2 °C TLimit = -15 bis -10 °C

Hinweis: Die Temperaturbereiche sind nur Richtwerte, wenn Du dein eigenes Temperaturempfinden noch nicht besonders gut einschätzen kannst. Eigene und individuelle Erfahrungswerte sind entscheidender!

Generell ist es sinnvoll im Zweifel einen etwas dickeren Schlafsack zu wählen. Denn mit ein wenig mehr Gewicht, wird sehr viel an Wärmeleistung gewonnen. Und sollte es zu warm werden, kann zur besseren Belüftung der Reißverschluss geöffnet werden.

Schlafsack Test: Richtige Größe finden

Oft werden Schlafsäcke in einer Universalgröße angeboten, die alle Körpergrößen abdecken soll. Das ist aus mehreren Gründen nicht sehr vorteilhaft. Denn die Schlafsack sollte schon zu der eignen Körpergröße passen.

Ist der Schlafsack zu groß, wird unter anderem im Fußbereich viel Leerraum bleiben. Die Luft in diesem Leerraum wird dann von deinem Körper aufgewärmt, was Dir Energie und somit auch Wärme entziehen wird. Die Folge: Du wirst bei kühleren Außentemperaturen morgens mit kalten Füßen aufwachen.

Aber auch ein zu kleiner oder zu eng sitzender Schlafsack ist problematisch. Denn an den Kontaktstellen wird die Füllung zu stark komprimiert und kann nicht mehr ihre volle Isolationswirkung erzielen. An diesen Stellen entstehen Kältebrücken, an denen Du zuerst zu frieren beginnen wirst.

Daher ist eine Schlafsackgröße ideal, die nicht mehr als 10 cm über deiner eignen Körpergröße liegt. Wenn Du in deinem neuen Schlafsack Probe liegst, solltest Du mit ausgestreckten Fußen so gerade an das Ende des Fußteils stoßen.

Hinweis: Verwechsle bei den Spezifikation nicht die Gesamtlänge des Schlafsacks mit der empfohlenen Körpergröße!

Einsatzbereich bestimmen

Neben der Auswahl der passenden Füllung und der richtigen Größe, ist auch der Einsatzort des Schlafsacks entscheidend. Geht es vermehrt in feuchtere Klimazonen kann ein unempfindlicherer Kunstfaserschlafsack die bessere Wahl sein. Wer nur im warmen Sommer unterwegs ist, braucht voraussichtlich keinen Schlafsack mit einer Komforttemperatur weit unterhalb des Gefrierpunktbereiches.

Ich persönlich bin hauptsächlich von Anfang Frühling bis zum Herbst mit dem Zelt unterwegs. Daher hat sich eine Komforttemperatur von etwa 2 °C für mich bewährt. Ich bin jedoch auch nicht sonderlich verfroren und kann somit auch noch in den leichten Minusgraden mit einem solchen Schlafsack auskommen.

Ultraleicht Schlafsack Test

Gewicht und Packmaß des Schlafsack

Vor allem bei mehrtägigen Touren kommt dem Gewicht und Packmaß eines Schlafsacks besondere Bedeutung zu. Denn kurz gesagt: Wer weniger Gewicht auf dem Rücken trägt, verbraucht weniger Energie, belastet seinen Körper weniger und ist am Ende des Tages nicht so erschöpft. 

Sind minimales Gewicht und maximaler Wärmeleistung oberstes Gebot, so führt fast kein Weg an einem Daunenschlafsack vorbei. Die fein verästelten Daunen lassen sich extrem klein komprimieren und isolieren zudem sehr gut gegen die Kälte. Ein geringes Schlafsack-Packmaß verbraucht weniger Platz im Rucksack, wodurch eventuell sogar ein kleinerer Pack verwendet werden kann. Das spart weiter an Gewicht.

Die hochwertigsten Daunenschlafsäcke wiegen teilweise um die 600 Gramm und halten dennoch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt warm. Generell sind Schlafsäcke unter 1,5 Kilogramm empfehlenswert, wenn Du keine reine Wintertour unternehmen möchtest.

Ultraleichtes Schlafsystem

Wird es dann nachts doch einmal kälter als erwartet, nehme ich keinen dickeren Schlafsack mit, sondern integriere weitere Ausrüstungsteile in mein Schlafsystem. So trage ich dann beispielsweise mehr Lagen Wechselwäsche und ziehe je nachdem auch noch meine Isolationsjacke über. Da ich aus hygenischen Gründen immer ein leichtes Inlett im Schlafsack bzw. Quilt nutze, lässt sich der Temperaturbereich so auch in die leichten Minusgrade ausdehnen.

Wenn Du noch mehr Tipps für das Zelten im Winter oder bei kalten Temperaturen suchst, findest Du hier den passenden Artikel.

Ultraleicht Schlafsack Test: Die Modelle

Genug des theoretischen Hintergrunds. In diesem Abschnitt findest Du die jeweiligen Ultraleichten Schlafsack Modelle. Alle mit einem Gesamtgewicht von teilweise weit unter 1500 Gramm.

Übersicht der Schlafsack Test Modelle

Modell Gewicht Füllung Tcomf  UVP
Mammut Kompakt MTI-3 ab 1500 g Kunstfaser -2 °C 199,95 €*
Vaude Sioux 800 ab 1500 g Kunstfaser 2 °C 100,00 €*
Robens Far Away II 990 g Kunstfaser 9 °C 89,95 €
Carinthia G145 820 g Kunstfaser 5,8 °C 209,95 €*
Mountain Equipment Helium 250 705 g Daune 8 °C 259,95 €*
Western Mountaineering MegaLite 680 g Daune 2 °C 469,95 €
Sea to Summit Spark III 624 g Daune 2 °C 299,95 $*
Robens Coloir 250 610 g Daune 8 °C 249,95 €*
Yeti Passion Three 530 g Daune 7 °C 499,95 €*
Cumulus X-Lite 300 465 g Daune 2 °C* 325,00 €

* Temperaturangaben NICHT nach EN13537

Mammut Kompakt MTI 3-Season

Gewicht: ab 1500 Gramm (bei 180 cm)
Isolation: Kunstfaser – Ajungilak MTI Pro – 100% Polyester
Füllgewicht: 850 Gramm (bei 180 cm)
Größe Damen: 170 cm & 185 cm
Größe Herren: 180 cm & 195 cm
Tcomf : – 1°C
Tlimit :
*Temperaturangaben nach EN13537
– 7°C
Einsatzbereich: Anfang Frühling  – Ende Herbst
UVP: 199,95 € (Angebote meist günstiger)

Schlafsack Test Mammut Kompakt MTI-3Die Mammut Kompakt MTI-3 Serie* ist zwar die schwerste in diesem Test, jedoch bieten diese Schlafsäcke auch mit den breitesten Einsatzbereich. Seine 100%ige Kunstfaserfüllung isoliert Wandernde von Anfang Frühling bis hinein in den Spät-Herbst. Mit einer Limit-Temperatur von – 7°C sind auch sehr kühle Nächte kein Problem. Zudem verfügt sein Fußbereich über eine verstärkte Isolation. Besonders interessant für Personen, die schnell kalte Füße bekommen.

Den Mammut Kompakt MTI-3 gibt es in einer Damen und Herren Version in jeweils verschiedenen Länge. Das Damenmodell hat eine etwas größere Kapuze, eine auf die weibliche Anatomie angepasste Form sowie ein mit Fleece ausgefütterten Fußbereich. Dieser Kunstfaser-Schlafsack ist als Allrounder besonders interessant, wenn ein Schlafsack möglichst für alle Touren im Jahr genutzt werden soll. Er ist zwar kein wirkliches Leichtgewicht, macht aber bei einem sehr breiten Temperaturspektrum eine gute Figur.

 

Vaude Sioux 800 SYN

Gewicht: ab 1500 Gramm
Isolation: Sensofiber Mikrofaserfüllung – 100% Polyester
Füllgewicht: 800 g
Größe Damen: Universal – bis 195 cm Körpergröße
Größe Herren: Universal – bis 195 cm Körpergröße
Tcomf : 2 °C
Tlimit :
*Temperaturangaben nach EN13537
– 3 °C
Einsatzbereich: Anfang Frühling  – Ende Herbst
UVP: 100,00 €

Schlafsack Test Vaude Sioux 800 SYNDer Vaude Sioux in der 800er Ausführung ist unter den Kunstfaserschlafsäcken fast schon ein Klassiker. Das wird vermutlich vor allem seinen günstigen Preis (oft weit unter 100€ zu bekommen) sowie seinen guten universellen Eigenschaften geschuldet sein. Mit einem Eigengewicht von 1500 Gramm zählt er, ähnlich wie der Mammut Kompakt, zu den schwereren Modellen, bietet aber dennoch eine gute Wärmeleistung für 3-Jahreszeiten Touren.

Seine Ausstattung ist zwar relativ minimalistisch, dennoch bietet er eine Reißverschlussabdeckleiste, eine kleine Innentasche sowie eine dreidimensional geschnittene Kapuze. Positiv sticht die Transparenz des Herstellers Vaude in Sachen Herstellung sowie Nachhaltigkeit. Vaude setzt sich schon lange für gute Bedingungen bei der Produktion seiner Produkte sowie eine nachhaltige Entwicklungskette ein. Daher sind auch viele ihrer Outdoorartikel mit den bluesign, Greenshape und Grüner Knopf Labeln gekennzeichnet.

 

Robens Far Away II

Gewicht: 990 Gramm
Isolation: Kunstfaser – MicroThermo Isolation
Füllgewicht: keine Angabe
Größe Damen: Universal – bis 195 cm Körpergröße
Größe Herren: Universal – bis 195 cm Körpergröße
Tcomf : 9 °C
Tlimit :
*Temperaturangaben nach EN13537
5 °C
Einsatzbereich: Anfang Sommer – Anfang Herbst
UVP: 89,95 €

Die Robens Far Away Serie* ist hauptsächlich für den Einsatz in den wärmeren Monaten im Jahr konzipiert. Mit einer Komforttemperatur von 9 °C ist der Far Away II in kühlen Herbst- oder Frühlingsnächten wahrscheinlich nur mit Zusatzbekleidung und einem Inlett nutzbar. Auch die Konstruktion des Schlafsack ist auf den Sommer ausgelegt. So ist der Oberkörperbereich, ähnlich wie die Kapuze, weiter geschnitten, um die Luftzirkulation aufrecht zu erhalten.

Der seitliche Reißverschluss lässt sich über die Fußbox hinaus öffnen und die Far Away Modelle somit auch als reine Decke nutzen. Als Füllung wird Robens’ MicroThermo Isolation verwendet. Ein Leichtgewicht, wie die Daunenschlafsäcke in diesem Test, kann er damit nicht werden und ist mit 990 Gramm auch nur so gerade unterhalb der 1 kg Marke. Jedoch ist er mit einem UVP von 89,95 € sehr günstig und bietet somit viel Isolation fürs Geld.

 

Carinthia G145

Gewicht: 820 Gramm
Isolation: Kunstfaser – 145g/m2 G-LOFT® Si, 100% Polyester
Füllgewicht: keine Angabe
Größe Damen:
Größe Herren: M
Tcomf : 5,8 °C
Tlimit :
*Temperaturangaben nach EN13537
0,9 °C
Einsatzbereich: Frühling – Herbst
UVP: 209,95 €

Auch der Carinthia G145* ist mit einer Kunstfaserfüllung ausgestattet, wiegt mit 820 Gramm aber fast 200 g weniger als das Modell von Robens. Auch ist er den Temperaturangaben nach zu urteilen, für ein größeres Einsatzspektrum geeignet. Touren im Herbst und Frühjahr sollten je nach Temperaturempfinden gut möglich sein.

Der G145 Schlafsack ist ebenfalls in der gewohnten Mumienform gefertigt und besitzt einen durchgehenden seitlichen Reißverschluss. Dieser ist mit doppelläufigen Reißern ausgestattet, sodass die warmen Füße in der Nacht auch mal heraus gestreckt werden können.

 

Mountain Equipment Helium 250

Gewicht: 705 Gramm
Isolation: Daune – Entendaune 90/10, Bauschkraft: 700 cuin
Füllgewicht: 254 g
Größe Damen: Regular
Größe Herren: Regular
Tcomf : 8 °C
Tlimit :
*Temperaturangaben nach EN13537
3 °C
Einsatzbereich: Ende Frühling – Anfang Herbst
UVP: 259,95 €

Der Mountain Equipment Helium 250* ist der “schwerste” Daunenschlafsack in diesem Vergleich. 705 Gramm bringt der Mumienschlafsack auf die Waage. Seine Komforttemperatur liegt bei 8 °C, womit der Helium 250 eher in wärmeren Nächten seinen Einsatz finden wird. Mit zusätzlicher Bekleidung oder einer Isolationsjacke sollten weniger verfrorene Personen aber auch bei Temperaturen bis zum Gefrierpunkt gut schlafen können.

Der Reißverschluss des Helium ist zwar relativ lang, geht aber nicht komplett runter bis zu den Füßen. Dadurch kann etwas Gewicht eingespart werden. Dafür finde ich das Gewicht des Schlafsacks ohne Füllung jedoch recht hoch. Das schaffen viele Konkurrenten besser. Seine Kapuze ist anatomisch angepasst und kann eng am Gesicht verschlossen werden. Auf mich macht der Helium 250 einen unklaren Eindruck. Für den Sommer ist er etwas zu warm, jedoch für kühlere Frühlings- oder Herbstnächte ein wenig zu schwach isoliert. Wenn jemand mehr  Erfahrung mit dem Schlafsack hat, freue ich mich über Feedback dazu.

 

Western Mountaineering MegaLite

Gewicht: 680 Gramm
Isolation: Daune – Bauschkraft: 850+ cuin
Füllgewicht: 340 g
Größe Damen:
Größe Herren: M
Tcomf : ~ 2 °C
Tlimit :
*Temperaturangaben nach EN13537
~ -2 °C
Einsatzbereich: Frühling – Herbst
UVP: 469,95 €

Nur 680 Gramm wirft das Modell MegaLite* des amerikanischen Herstellers Western Mountaineering in die Waagschale. Dafür gibt es eine 340 g starke Daunenfüllung mit extrem guter Bauschkraft von 850+ cuin. Trotz des geringen Eigengewichts sind dadurch hohe Isolationswerte möglich. Auch etwas kältere Nächte sind somit kein Problem.

Besonderes Merkmal der Western Mountaineering Säcke: Sie haben durchgehend umlaufende Kammern. Dadurch kann man die Füllung an die gewünschte Stelle schütteln. Im Sommer eher unter dem Körper und im Winter lieber darüber. Der MegaLite Schlafsack besitzt einen durchgehenden Reißverschluss über die gesamte Länge.

 

Sea to Summit Spark III

Gewicht: 624 Gramm
Isolation: Daune – UltraDry Down 90/10, Bauschkraft: 850 cuin
Füllgewicht: 400 g
Größe Damen:
Größe Herren: Regular bis 183 cm
Tcomf : ~ 2 °C
Tlimit :
*Temperaturangaben nach EN13537
~ – 4°C
Einsatzbereich: Frühling – Herbst
UVP: 299,95 $

Um weiter Gewicht zu sparen, verzichtet der Sea to Summit Spark III* auf einen durchgehenden Reißverschluss und kürzt den Zipper auf die halbe Länger runter. In Kombination mit der sehr hochwertigen 850+ cuin Daunenfüllung und dem 10 Denier leichten Außenstoff wird ein minimales Gewicht von nur 624 Gramm erreicht.

Gleichzeitig kann der Schlafsack durch die 400 Gramm starke Isolation auch in kühlen Herbst oder Frühlingsnächten eingesetzt werden. Dafür ist der Spark III von seinen inneren Abmessungen recht eng. Wer bei vergleichbaren Spezifikationen etwas mehr Bewegungsfreiheit haben möchte, ist mit dem Western Mountaineering MegaLite besser beraten.

 

Robens Coloir 250

Gewicht: 610 Gramm
Isolation: Daune – Entendaunen 95/5, hydrophob behandelt, Bauschkraft: 700 cuin
Füllgewicht: 250 g
Größe Damen:
Größe Herren: Regular bis 190 cm
Tcomf : 8 °C
Tlimit :
*Temperaturangaben nach EN13537
3 °C
Einsatzbereich: Ende Frühling – Anfang Herbst
UVP: 249,95 €

Der Robens Coloir 250* ist vergleichbar mit dem Mountain Equipment Helium 250. Bei sehr ähnlichen Isolationseigenschaften, wiegt der Coloir 250 jedoch fast 100 Gramm weniger. Aber auch der Coloir 250 ist für mich ein unentschlossenes Produkt zwischen 3-Jahreszeiten und Sommerschlafsack.

Im Gegensatz zum Helium besitzt er aber das interessantere Design. Ähnlich wie schon beim Pamir 250, verwendet Robens beim Coloir erneut einen mittig angeordneten Reißverschluss. Diesmal jedoch fast in voller Länge. Das macht das Ein- sowie Aussteigen aus dem Schlafsack deutlich angenehmer, als über den sonst üblichen Seitenreißverschluss. Zudem erhöht es den Schlafkomfort etwas, da durch dieses Design verhindert wird, dass man beim Umdrehen plötzlich auf dem Reißverschluss liegt.

 

Yeti Passion Three

Gewicht: 530 Gramm
Isolation: Daune – Crystal Down 95/5, Bauschkraft: 800+ cuin
Füllgewicht: 300 g
Größe Damen:
Größe Herren: Large bis 185 cm
Tcomf : 7 °C
Tlimit :
*Temperaturangaben nach EN13537
3 °C
Einsatzbereich: Ende Frühling – Anfang Herbst
UVP: 499,95 €

Auch der Yeti Passion THREE* weist ähnlich Isolationseigenschaften auf. Wiegt dabei jedoch lediglich 530 Gramm. Das Füllgewicht von 300 Gramm gepaart mit der sehr hohen Bauschkraft von 800+ cuin der Daunen machen den Schlafsack für Wanderer, die weniger schnell frieren zu einem ultraleichten 3-Jahreszeiten Modell. Wem schneller kalt wird, sollte für ein 3-Jahreszeiten Schlafsack jedoch besser zu einem wärmeren Exemplar greifen.

Mit Sitz in Görlitz produziert Yeti seine Schlafsäcke erfreulicherweise ausschließlich in Deutschland. Neben dem klassischen Seitenreißverschluss wird beim Yeti Passion THREE die Füllung in H-Kammern untergebracht. Diese Konstruktion vermindert Kältebrücken und trägt effektiv zu einer noch besseren Isolationswirkung bei. Die hohe Qualität der Schlafsäcke schlägt sich auch im Preis nieder. Mit 499,95 € kostet der Passion THREE fast doppelt so viel, wie die meisten anderen ultraleichten Modelle in diesem Vergleich.

 

Cumulus X-Lite 300

Gewicht: 465 Gramm
Isolation: Daune – Gänsedaunen, Bauschkraft: 900+ cuin
Füllgewicht: 300 g
Größe Damen:
Größe Herren: Large bis 185 cm
Tcomf : 2 °C
Tlimit :
*Temperaturangaben nach EN13537
– 4 °C
Einsatzbereich: Frühling – Herbst
UVP: 325,00 €

Mit 465 Gramm ist der Cumulus X-Lite 300 der leichteste hier vorgestellte Ultraleicht Schlafsack. Das für 2018 neu entwickelte Modell nutzt die hochwertigsten Gänsedaunen mit einer wahnsinnig hohen Bauschkraft von 900 cuin. Die Füllmenge von 300 Gramm reicht dabei laut Hersteller für eine Komforttemperatur von 2 °C. Die Temperaturwerte sind jedoch nicht nach EN13537 bestimmt worden, sondern resultieren aus Cumulus eigenen Erfahrungswerten. Damit sind sie nur bedingt mit den übrigen Werten der anderen Schlafsäcke vergleichbar.

Ähnlich wie die meisten der hier gezeigten Schlafsäcke verzichtet auch der Cumulus X-Lite 300 auf jeglichen Schnickschnack. Der seitliche Reißverschluss ist nur 2/3 lang, dafür lässt sich die Kapuze aber gut um das Gesicht herum abschließen. Die meisten Schlafsäcke des polnischen Herstellers lassen sich nach Belieben individualisieren. Mittlerweile sogar über eine benutzerfreundliche Web-Oberfläche.

 

Schlafsack Test: Welches Modell soll es denn nun sein?

Es gibt genügend Gründe, die für das ein oder andere Modell hier sprechen. Vieles hängt dabei vor allem an persönlichen Vorlieben. Wenn Du aber einen Schlafsack für 95% deiner Touren im Jahr suchst, dann rate ich Dir dazu lieber etwas mehr als zu wenig Füllung zu nutzen. Denn über die Füllung eines Schlafsackes kann mit relativ wenig Zusatzgewicht viel Wärme gewonnen werden. Ein ähnlicher Zugewinn über Zelt, Biwaksack oder Wechselkleidung ist nur mit deutlich mehr Extragewicht möglich.

 

Welchen Schlafsack nutzt Du für deine Touren?
War in diesem Schlafsack Test auch dein Modelle dabei?


Quellen:
1 – https://de.wikipedia.org/wiki/Daune
2 – https://www.allnatura.de/ratgeber/daunen-und-tierquaelerei.html

Anmerkung*: Einige Produkt-Verlinkungen auf dieser Seite sind Affiliate Links für die BergReif eine geringe Provision erhält, falls Du einen dieser Artikel kaufst. Für dich fallen keine Extra-Kosten an. Dies hilft mir bei der Kostendeckung dieses Blogs.

Geschrieben von Alex

BergReif Author Alex

Gepackte Rucksäcke, lange Wanderungen und zackige Bergpanoramen bereiten Alex die größte Freude. Mit dem 550 km langen Traumpfad München Venedig startete 2014 seine Weitwander-Leidenschaft. Neben zahlreichen Touren in den Alpen, den deutschen Mittelgebirgen und auf den Balearen, stand 2017 seine längste Fernwanderung an. Mit seiner Freundin begab er sich auf eine 1900 km langen Alpendurchquerung von Wien bis nach Nizza. Über 4 Monate waren nur die beiden Rucksäcke ihr Zuhause. Mittlerweile ist er am liebsten in den Schweizer Alpen sowie dem Hochschwarzwald unterwegs und leitet die Ultraleicht Rucksack Manufaktur WeitLäufer.

16 Kommentare

  1. Hei Alex,
    vielen herzlichen Dank für Deinen Schlafsacktest, der kam für mich in genau dem richtigen Moment.
    Ich habe mich für ein Carinthia-Modell entschieden, allerdings für ein etwas wärmeres als das, was Du empfiehlst – 90g mehr Gewicht waren mir ein paar Grad Wärmeleistung (5,8 zu 2,9 Grad) mehr dann doch wert.
    Gerne hätte ich Dich und Deine fantastische Website durch meinen Kauf unterstützt, so kann ich Dir nur ein dickes Dankeschön hinterlassen!
    Viele Grüße
    Bettina

  2. Hallo Alex,

    Erwähnenswert wären noch die zwei weiteren Modelle der Spark Serie von Sea to Summit gewesen.
    Ich selbst nutze den Spark II, der mit 464 g nochmal deutlich leichter als der Spark II ist. Für mich funktioniert dieser Schlafsack ohne Inlet im Temperaturbereich von 7° Grad – 0° Grad. Unter 0° Grad nutze ich ein leichtes Thermo-Inlet von Sea to Summit, welches den Schlafsack auch (eingeschränkt) als Winterschlafsack nutzbar macht.

    Der Spark I ist zwar ein Sommerschlafsack, aber mit 350 g schon extrem leicht.

    Beste Grüße,

    Jendrik

    1. Hallo Jendrik,

      Danke für deine Ergänzung!
      Stimmt, die beiden kleineren Modelle sind noch etwas leichter als der Spark III. Ich persönlich empfinde den IIIer als vielseitigstes Modell der Spark Reihe und hatte ich daher alleine aufgenommen. Aber der Spark II und I haben auch sinnvolle spezielle Einsatzbereiche. Im Sommer läßt sich somit nochmals einiges an Gewicht sparen.

      Viele Grüße,
      Alex

  3. Hallo Alex, danke für den ausführlichen Vergleich. Ich habe das Camping (Brixen) für mich entdeckt. Daher muss ein Schlafsack angeschafft werden :) Also vielen lieben Dank.

  4. Hey Alex,
    super Artikel und echt hilfreich! mir ist nur aufgefallen, dass du unter “ethische Gewinnung der Daunen” im ersten Satz “Tod- und Lebendrupf” vertauscht hast. Zumindest passen so die Fakten nicht mehr richtig.

  5. Moin Alex,
    vielen Dank für den Schlafsacktest, leider komme ich damit nicht weiter, unsere Tochter (170cm, 65kg, Frostbeule) geht ab Mitte Juli für ca. 4 Wochen nach Kyrgyzstan- Bischkek auf Exkursion. Dort herrschen dann angeblich zwischen +45° und -5°C. Da ich null Ahnung von Zelten und Schafsäcken habe und T-comf. und T-limit für mich so gar keine Erkenntnis bringen, könntest du mir vielleicht einen Tipp geben, damit ich nicht den falschen Schlafsack kaufe?
    Vielen Dank für deine Hilfe.
    Schöne Grüße aus Ostfriesland
    Betty

    1. Hallo Betty,

      das ist ja mal ein sehr breites Temperatur Spektrum.
      In einem solchen Fall würde ich persönlich einen Daunenschlafsack mit einem Füllgewicht ab 400 Gramm nutzen und zusätzlich ein dünnes Inlett bzw. einen Hüttenschlafsack für die sehr warmen Nächte.
      Als Daunenschlafsack wären der Cumulus X-Lite 400 oder der LiteLine 400 sicherlich passende Modelle.
      Wenn es lieber ein noch wärmerer Schlafsack sein soll, kann man auf der Website von Cumulus auch die Füllmenge noch etwas vergrößern.

      Viele Grüße,
      Alex

  6. Hallo Alex,
    danke für den Schlafsacktest. Ich bin auch von Cumulus überzeugt und benutze einen angepassten Cumulus X-Lite 400.
    Folgende Anpassungen habe machen lassen:
    – Länge XL (+51g)
    – Breite +22 cm (bei Cumulus bezieht sich das auf die Breite im aufgeklappten Zustand) (+100g)
    – Aussenstoff Pertex Quantum pro 36 (+50g)
    – Reißverschluss 5 mm 1/1 (+35g)
    – +50g Daune
    Mit diesen Änderungen komme ich auf 860g Gesamtgewicht. Tconf: -2°C, Tlimit -8°C
    Ich habe den Schlafsack bis jetzt 100+ Tage bei Nachttemperaturen zwischen -3°C und ca. +18°C genutzt. Trotz Raureif und Nebel bei -3°C war der Schlafsack angenehm warm.
    Das Pertex Quantum pro schützt zuverlässig die Daune vor Kondensat von aussen. Durch den langen Reißverschluss lässt sich der Schlafsack zur Deck öffnen. Ich nutze das ab ca. +10°C. Cumulus verwendet auch andere Schieber am Reißverschuss (im Vergleich mit meinem älterenTeneqa 700), damit hatte ich noch keine Einklemmer.

    Liebe Grüße

    Thomas

  7. Hallo Alex, meinen vorherigen Text brauchst du gar nicht mehr zu veröffentlichen (entscheide du das).Bin nämlich fündig geworden. Cumulus Intense Limit 0 Grad, 890 g. Damit kann ich leben ;-)
    Danke für deine tollen Beiträge, komme oft vorbei um zu lesen. Eventuell gibt es bald ja ein neues Projekt oder Abenteuer von dir, VG Ben

    1. Guten Morgen Benno,

      alles klar :D
      Der Cumulus Intense KuFa Schlafsack klingt wirklich spannend, wenn man keine Daunenfüllung nutzen möchte!
      Und auch für einen recht interessanten Preis.

      Viel Spaß mit deinem neuen Schlafsack!

      VG Alex

  8. Vielen lieben Dank für diesen ausführlichen Guide! Er hat mir als Newbie sehr geholfen! :) Finde ich auch ganz toll, dass du die ethischen Aspekte von Daunen erwähnst.

  9. Hi,

    eine tolle Übersicht. Es würde allerdings noch extrem helfen, wenn du die Volumen der einzelnen Säcke mit aufführen würdest. Das Gewicht allein ist ja nicht entscheidend. Zwischen Daune und Kufa liegt aber teilweise sehr viel.
    Das Modell Trek 900 von Decathlon (Daune) könntest du noch mit aufnehmen.

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