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Ultraleicht Trekking: Anleitung und 14 Tipps für den Einstieg

Von Ultraleicht Trekking spricht man, wenn das Basisgewicht (ohne Verbrauchsgüter wie Wasser, Proviant und Brennstoff) der Trekkingausrüstung unter 5 Kilogramm liegt. Oder unter 4,5 kg (10 Pfund) wenn man vom angloamerikanischen Maßsystem ausgeht.

Leichtes Trekking versteht ein Gewicht von unter 10kg als Grenze. Alles jenseits davon wird als traditionelles Trekking bezeichnet. Also auch der 20 Kilogramm schwere Rucksack.

Meine Gründe für dein Umstieg vom konventionellen zum Ultraleicht Trekking dürften sich mit den Erfahrungen der meisten Wanderer decken. Denn ein ultraleichter Wanderrucksack reduzierte nicht nur meinen Konsum der täglichen Ibuprofen-Dosis.

Ultraleicht Trekking im Überblick

Vorteile des Ultraleicht Trekking

Die Vorteile vom Ultraleicht Trekking sind für mich die folgenden:

Geringerer Energieverbrauch. Ich kann längere Tagesetappen wandern, oder die gleiche Strecke sehr viel angenehmer bewältigen. In der Folge brauchte ich weniger Proviant und Wasser als vorher. Was meinen Rucksack noch leichter macht. Stichwort: Positive Gewichtsspirale
Nachts geringere Regenerationszeit und dadurch verbesserte Leistungsfähigkeit.
weniger Blasen an den Füßen
Schultern, Knie, mein Rücken, etc wird weniger stark beansprucht.
Gewinn von Stabilität, Sicherheit und Trittsicherheit auf technischeren Bergwegen.
Und kann die Natur, meine Umwelt, die Entschleunigung und die Freunde am Minimalismus endlich wirklich genießen.

Generell ist mein Ziel das Rucksackgewicht so gut wie möglich zu reduzieren, um mehr Spaß und Leichtigkeit beim Wandern und Trekking zu haben. Ohne dabei aber auf Komfort oder Sicherheit verzichten zu müssen. Der Umstieg auf eine ultraleichte Trekking Ausrüstung kann sehr schnell ins Geld gehen, da gerade Inventar aus sehr leichten Materialien teilweise teurer ist als die Standard-Variante.

Trotzdem lohnt es, sich von Tipps anderer Ultraleichtwanderer inspirieren zu lassen, Dinge zu rekombinieren oder selber zu machen (Stichwort: MYOG). So kannst Du auch ohne große Investitionen leichter unterwegs zu sein.

Der Umstieg auf eine ultraleichte Trekkingausrüstung ist ein steter Prozess ist und nicht über Nacht abgeschlossen. Auch ich bin noch lange nicht bei meiner “perfekten Packliste” angekommen. Dennoch möchte ich Dir einige Tipps, die mir bei meinem Einstieg in die Welt des Ultraleicht Trekking geholfen haben, in diesem Artikel gerne weitergeben.

Rucksack nähen Rucksack selber machen

Anleitung für den Ultraleicht Trekking Einstieg

In dieser Anleitung findest Du den roten Faden für den gelungenen Einstieg in das Ultraleicht Trekking. Daher sind die vorgeschlagenen Schritte auch in chronologischer Reihenfolge aufgelistet. Das heißt: Die sinnvollsten und ausschlaggebensten Maßnahmen stehen am Anfang. Fortgeschrittenere Tipps finden sich eher am Ende des Artikels.

Generell gilt:  Sieh diese Maßnahmen einfach als eine Art “Buffet” an und nimm dir davon nur das, was dir auch gefällt und wovon du der Meinung bist es auch guten Gewissens umsetzen zu können. Nicht alle Tipps sind unbedingt für jeden Wandertypen geeignet.

1. Bestandsaufnahme der aktuellen Ausrüstung

Noch bevor irgendein Gegenstand aussortiert oder ersetzt wird, sollte die konsequente Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes deiner gesamten Ausrüstung erfolgen. Das heißt: Du suchst deine aktuelle Packliste zusammen und legst jeden Gegenstand auf die Waage.

Idealerweise trägst Du die Messwerte in eine Excel-Tabelle ein und summierst alle Gewicht am Ende zu einem Endwert auf. Eine Alternative zu der Office Tabelle, ist die Web-Anwendung “LighterPack”. Dort kannst Du nach der Registrierung ebenfalls deine Werte eintragen.

Hier geht es um das Basisgewicht deiner Ausrüstung. Folgende Dinge werden dort also nicht mit gewogen:

  • Proviant
  • Wasser
  • Brennstoff

2. Überflüssige Gegenstände aussortieren

Auch der zweite Schritt kommt noch ohne Neu-Anschaffung aus. Denn es gibt beim Einstieg ins Ultraleicht Trekking in den meisten Rucksäcke viele Dingen die bedenkenlos aussortiert werden können.  Stell Dir bei jedem Gegenstand vor dem Einpacken in den Rucksack die Sinnfrage.

  • Welchen Zweck erfüllt dieser Gegenstand?
  • Benötige ich ihn wirklich?
  • Passt er zu der Art der geplanten Tour?

Ein paar typische Dinge die anfangs häufig in den Tiefen der Rucksäcke verschwinden, aber trotzdem weggelassen werden sollten sind die folgenden Gegenstände:

  • Bücher
  • schwere Beutel, Dosen, Behälter oder Hardschalencases
  • zuviel Wechselwäsche – lieber auf Merinowolle umsteigen
  • Baumwoll-Badehandtuch
  • 97-teiliges Taschenmesser

Ausrüstung sortieren

Ein weiterer Tipp, um unnötige Gegenstände zu identifizieren, besteht darin, seine letzte Tour zu rekapitulieren. Gehe jeden einzelnes Teil deiner Ausrüstung durch und frage dich, ob Du es bei der letzten Mehrtageswanderung wirklich benötigt hast. Mach dazu beim Auspacken 2 Haufen:

  1. Auf den ersten kommen die Gegenstände die du wirklich benutzt hast.
  2. Auf den anderen alle die Ausrüstungsgegenstände, welche nicht benutzt wurden.

Nur die Regenbekleidung und das Erste-Hilfe-Set* landen immer im Rucksack! Durch diese Methode kannst Du nach beendeten Touren deine Ausrüstung immer weiter auf deine Bedürfnisse hin optimieren.


3. Die großen “Vier” reduzieren

Am effektivsten ist es im nächsten Schritt das Gewicht der großen Vier zu reduzieren. Als die großen Vier werden die typischerweise schwersten Gegenstände der Ausrüstung bezeichnet. Das sind das Zelt, der Schlafsack, die Isomatte und der Rucksack. Idealerweise schafft man es deren Gesamtgewicht unter die 3 Kilogramm-Marke zu schieben.

Ultraleichte Rucksäcke

Das Tragesystem von herkömmlichen Trekking Rucksäcken ist häufig deren schwerste Komponente. Ohne dieses Tragegestell wird der Rucksack deutlich leichter. Ab einem maximalen Basisgewicht zwischen 6 – 5 Kilogramm ist ein schweres Trageysystem auch gar nicht mehr notwendig.

Die nötige Stabilität bekommt der sogenannte Ultraleicht-Rucksack durch eine innenliegende Isomatte, oder durch die Art des Packens. Sehr eng komprimiertes Gepäck im Inneren des Rucksacks stabilisiert diesen zusätzlich.

Gestelllose Rucksäcke

Trekkingrucksack TestGestelllose Rucksäcke bringen teilweise nur 300 – 500 Gramm auf die Waage! Bei einem Volumen zwischen 30 und 50 Litern. Große Trekkingrucksäcke mit Volumen von 70 bis gar 100 Litern sind für ultraleicht Trekking absolut überflüssig. Modelle wie der Ultraleicht Rucksack WeitLäufer Agilist1 bringen mit Hüft- und Brustgurt knapp 500 Gramm auf die Waage.

Entgegen der landläufigen Meinung kann es beim Ultralight Trekking durchaus sinnvoll sein, den Rucksack als erstes zu erwerben. Denn hat man sich ein ultraleichtes und gestellloses Exemplar mit einem Volumen zwischen 35 – 48 Litern zugelegt, wird man nicht mehr der Versuchung erliegen, überflüssige Dinge in seinen Rucksack zu packen.

Leichtrucksäcke

Einen Kompromiss bieten leichte Trekkingrucksäcke wie der Osprey Exos 48*  oder der Lighting 45 von Exped. Beide haben ein minimalistisches Tragesystem und lassen sich gut auf die Rückenlänge des Trägers einstellen. Mit knapp 1 kg Eigengewicht sind sie trotzdem noch relativ leichtgewichtig.

Ultraleichtzelte oder Tarps

Tarps sind super leicht und nehmen kaum Platz im Rucksack ein. Aber sie verlangen nach einigen technischen Fertigkeiten, um sie effektiv und standhaft aufzuspannen. Zusätzlich ist man der Witterung und nächtlichen kleinen Krabbel-Besuchern stärker ausgesetzt, als in einem vollständig geschlossenen Zelt.

Daher gibt es die Kombination Tarp Zelt. Das ist die Verbindung aus einem simplen Regenschutz und einem inneren Moskitonetz. Diese Variante wiegt teilweise auch noch unter einem Kilogramm. Ich hatte das TarpTent Motrail einige Zeit im Einsatz und war sehr zufrieden. Umgestiegen bin ich von dem 1,3kg schweren MSR Nook. Momentan bin ich jedoch fast ausschließlich mit einem Pyramid Tarp Zelt unterwegs.

Ultraleichtzelte werden meist aus dünnem und leichten Ripstop-Nylon gefertigt. Seit einiger Zeit finden sich jedoch vereinzelt auch Exemplare aus dem superleichten Dyneema® Composite Fabric (früher: Cuben Fiber). In Europa sind diese leider fast ausschließlich durch den Import aus den USA zu bekommen. ZPacks, Mountain Laurel Designs, YamaMontaingear, etc sind bekannte Hersteller, die dieses Material für ihre Zelte und Tarps verwenden.

Ein (unvollständige) Liste mit in Deutschland erhältlichen UL-Zelten und Tarps findest Du im Folgenden:

Ultraleichtzelte
Name Größe min. Gewicht max. Gewicht
MSR Flylite* 2 Personen 710 g 1,02 kg
MSR Freelite 2* 2 Personen 1,08 kg 1,25 kg
MSR Carbon Reflex 2* 2 Personen 840 g 990 g
Nordisk Telemark 1 LW* 1 Person 830 g
Terra Nova Laser Photon 1* 1 Person 670 g 720 g
Ultraleichte Tarps
DD Hammocks UL Tarp* 2 Personen 460 g
Terra Nova Competition Tarp II 2 Personen 378 g
Hyperlight Mountain Gear Cuben Flat Tarp 2 Personen 210 g

Ultraleichte Schlafsäcke

Ein ultraleichter Schlafsack mit Daunenfüllung für den 3-Jahreszeiteneinsatz wiegt teilweise sogar unter 600 Gramm und hat ein angenehm kleines Packmaß. Sollte es kälter werden als die Komfort-Temperatur deines Schlafsacks, ziehe eine Jacke oder zweite Schicht beim Schlafen drüber. Alternativ kannst du ein leichtes Seiden-Inlett* verwenden, um die Grenztemperatur des Schlafsackes etwas abzusenken. Im Sommer kannst du dieses Inlett dann einfach Zuhause lassen.

Noch leichter als ein ultraleichter Schlafsack ist in vielen Fällen ein Quilt*. Dieser verzichtet auf einen Teil der Rückenpartie, welche beim Liegen sowieso nur stark komprimiert wird und kaum etwas zur Isolierung beiträgt. Die fehlende Kapuze wird durch eine warme Mütze ersetzt. Quilts sind im Vergleich zu ähnlich warmen Schlafsäcken oft um 200 Gramm leichter. Ich nutze momentan den Cumulus Quilt 350.

  • Lesetipp: Schlafsack Test: 10 leichte & ultraleichte Modelle in der Übersicht

Leichte Isomatten

Bei den Isomatten kann sich zwischen superleichten und bequemen Luft-Matten entschieden werden, oder den leichten und günstigen EVA-Schaumstoffexemplaren. Beide Varianten wiegen meist kaum mehr als 400 – 500 Gramm, unterscheiden sich jedoch gewaltig im Preis und ihrem Schlafkomfort.

Während die Luftmatten (Empfehlung: Therm-a-Rest NeoAir xLite) mit einer Dicke von 6.3 cm hervorragenden Liegekomfort bieten, lässt die Bequemlichkeit einer dünneren EVA-Matte( Empfehlung: Therm-a-Rest Z-Lite) doch zu Wünschen übrig – jedenfalls für Seitenschläfer. Dafür kostet erstere teilweise über 150€ während die faltbare Schaumstoffmatte schon für unter 40 € zu haben ist.


Fortgeschrittene Ultraleicht Trekking Tipps

Die meisten der folgenden Ultraleicht Trekking Tipps machen erst Sinn, wenn Du das Gesamtgewicht deiner Ausrüstung schon deutlich reduziert hast. Also einen leichten Rucksack, Schlafsack, ein leichtes Zelt/Tarp und eine UL-Isomatte verwendest.

1. Trinkwasser unterwegs auffüllen

Bist Du auf einer Route unterwegs, die im Tagesverlauf einige Quellen, Brunnen oder Hütten mit Trinkwasseranschluss passiert, musst Du nicht unbedingt schon am Anfang 3-4 Liter Wasser im Rucksack tragen. Viel Gewicht im Rucksack kann durch das konsequente ausnutzen dieser Trinkwasserquellen eingespart werden.

Soll häufig Trinkwasser aus Bächen oder Bergseen entnommen werden, empfiehlt sich der Einsatz eines Wasserfilters. Denn unsichtbare Mikroorganismen wie Batterien oder Viren, können auch im klarsten Gebirgsbach vorkommen. Diese Filter können dennoch sehr leicht sein. Beispiele dafür sind unter anderem der mechanische Wasserfilter Katadyn BeFree (Gewicht: 59 g – Testbericht) oder die Katadyn Micropur Entkeimungstabletten.

2. Wechselwäsche durch Merino-Shirts reduzieren

Im Gegensatz zu Baumwolle oder synthetischen Funktionstextilien besitzt Merinowolle eine natürliche antibakterielle Faserstruktur. Das heißt: Auch wenn viele Tage am Stück in Merino-Shirts hineingeschwitzt wird, entwickeln sie fast keinen unangenehmen Schweißgeruch. Somit können die Shirts beim Wandern deutlich länger getragen werden, als klassische Wandershirt. Das führt automatisch zu einer Reduzierung der Wechselwäsche und gleichzeitig zu einem niedrigeren Basisgewicht.

3. Ziploc Beutel anstatt Kunststoff-Case

Auch wenn man seine Ausrüstung gerne schön sortiert im Rucksack hat: schwere Hartschalen-Taschen oder dicke Packsäcke sind dafür nicht notwendig. Elektronikzubehör, Hygiene-Artikel oder auch das Erste-Hilfe-Set finden wunderbar in 14 Gramm leichten Ziploc-Beuteln Platz. Zusätzlicher Vorteil: Die Beutel sind durchsichtig, wodurch man auf den ersten Blick erkennen kann, welcher Inhalt sich darin verbirgt.

4. Kosmetik Probierpackungen

Für eine Tourlänge von 7 Tagen reicht auch locker die 15 ml Probierpackung Zahnpasta von dm. Nimm wirklich nur soviel von deinen Kosmetikprodukten mit, wie du für die Länge deiner Tour brauchst. Du kannst die gewünschte Menge auch in kleinere Behälter umfüllen, wenn es von deinen Produkten keine kleine Packungsgröße gibt. Eine Alternative dazu sind Dent Tabs.

Dent Tabs* sind vereinfacht gesagt getrocknete Miniportionen Zahnpasta. Sie sehen aus wie kleine Tabletten und werden im Mund einfach solange zerkaut, bis sich eine pastenartige Konsistenz bildet. Damit werden dann die Zähne geputzt. Ein weiterer Vorteil: Du kannst genau die Anzahl einpacken, die Du wirklich brauchst. 7 Tage auf Tour = 14 kleine Dent Tabs.

5. Säge Deine Zahnbürste ab

Mindestens ein 8 Gramm Bonus :) Nicht wirklich sinnvoll, aber die abgesägte Zahnbürste ist irgendwie das Sinnbild der Ultraleicht Trekking Bewegung geworden. Wer sich aber schon mal mit einer halben Zahnbürste die Zähne geputzt hat, weiß um das ungünstige Handling.

Das Absägen der Zahnbürste ist am Anfang aller Ultraleicht Trekking Bemühungen wenig sinnvoll. Rucksack, Zelt, Schlafsack und Isomatte – bekannt als die Big 4 – sollten als erstes im Gewicht reduziert werden. Im Anschluss kannst Du dann von Hydrophil eine Zahnbürste aus Bambus* erwerben. Gewicht: 10g. Auch ohne Absägen ultraleicht.

Ultraleicht Trekking Trekkingtour
Die Probierpackung Zahnpasta und meine (alte) halbe Zahnbürste

6. Ultraleichte Drybags

Besonders Kleidung kann durch spezielle und sehr leichte Kompressions- und Packsäcke in ihrem Volumen reduziert werden. Keine Gewichtsersparnis, aber durch ein geringeres Gepäck-Volumen kannst du auf einen kleineren und somit leichteren Rucksack zurückgreifen.

Besonders bei einer ultraleichten Daunenjacke oder einem Daunenschlafsack macht es Sinn, den Standard-Packsack gegen einen wasserdichten, aber dennoch ultraleichten Dry-Bag* zu tauschen. Neben der Gewichtsersparnis bleiben diese beiden Teile dann in jedem Fall trocken. Und das ist gerade bei Daunenprodukten sehr wichtig!

7. Rucksack Gurt-Enden abschneiden

Aber nur soweit, dass du auch noch mit deiner dicksten Winterkleidung genug Platz unter dem Rucksack hast. Denk daran die Schnittkanten der Gurte mit einem Feuerzeug zu veröden, damit sie nicht aufribbeln. Ist dir das zu riskant, kannst du sie auch einfach umnähen.

8. Benutze nur die relevanten Wanderführerseiten

Viele Wanderführer wiegen über 200 Gramm und decken teilweise ganze Regionen oder Länder ab die für dich eventuell gar nicht wichtig sind. Suche dir die Seiten raus, welche für deine Trekkingtour relevant sind, scanne diese ein und nimm auch nur diese mit. Theoretisch könntest Du auch die relevanten Seiten rausschneiden und so mitnehmen, aber ich persönlich zerstöre nicht so gerne Bücher.

Ultraleicht Trekking Trekkingtour

Für unsere 34-tägige Fernwanderung über den Traumpfad München Venedig, mussten wir natürlich den kompletten Führer dabei haben.

9. Lass Packsäcke zuhause – Ein paar Gummis sind leichter

Meine gefalteten Zeltplanen und die Zeltstangen werden mit einem Gummi zusammen gehalten und im Rucksack verstaut. Sollte Regen oder feuchtes Wetter zu erwarten sein, nehme ich eine sehr leichte Plastiktüte anstatt dem mitgelieferten Packsack, um die anderen Utensilien im Rucksack vor der Nässe zu schützen.

10. Bau dir deine eigene Ausrüstung – MYOG

Wie zum Beispiel einen Kocher aus Bierdosen. Er wiegt nur 20 Gramm und hat mir stets gute Dienste geleistet. Hier gibt es die Anleitung wie du ihn für 0.60 € nachbauen kannst! Du kannst Dir für dein Kochsystem auch ganz einfach einen ultraleichten Windschutz bauen, indem Du Alufolie auf die gewünschte Lange abschneidest und ein paar Mal faltest.

Vor kurzen habe ich mir den ultraleichten Ikea Rucksack genäht, oder einen Regenkilt aus 20D Silnylon. Im MYOG Bereich dieses Blogs wirst Du in Zukunft noch weitere Anleitungen zum selber machen von ultraleichter Ausrüstung finden.

11. Esse deine schwerste Verpflegung zuerst

Auch wenn der Käselaib, das Weißbrot und gekochte Eier keine besonders gute Idee für die Verpflegung auf einer ultraleichten Trekkingtour sind, macht es grundsätzlich Sinn seine schwerste Verpflegung zuerst zu essen. Generell sind alle hochkalorischen und dehydrierten Speisen eine gute Wahl. Das kann entweder das Fertiggericht aus dem Supermarkt sein, oder die spezielle Trekkingnahrung aus dem Outdoorladen.

Kochst Du unterwegs auch nicht sonderlich gerne? Dann schau Dir doch mal meine Outdoor Rezepte für Kochfaule an. Deren Zutaten wiegen sehr wenig und die Mahlzeiten lassen sich schnell und einfach zubereiten. Auch mit anbrenngefährdeten Titan Tassen.

12. Entferne die Etiketten aus der Kleidung

Natürlich kaum ein Gewichtsvorteil. Aber die Idee hinter dem Ultraleicht Trekking ist: Alles überflüssige kann und sollte weggelassen werden. Die Pflegehinweise kannst Du Zuhause aufbewahren.


Weitere Quellen fürs Ultraleicht Trekking

Weitere Lesetipps auf BergReif: Weitere Artikel zur Reduzierung deines Rucksackgewichts findest Du hier:

Für Interessierte gibt es auf den folgenden Blogs und Foren noch mehr Informationen zum Thema Ultraleicht Wandern und Ultraleicht Trekking:

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