Wildcampen – 9 Tipps wie Du beim Wild Zelten Ärger vermeidest

18. Mai 2015   //   64 Kommentare
Wildcampen Wild Zelten Tipps

Wildcampen in freier Natur ermöglicht den direkten Kontakt zu seiner Umwelt. Fernab von Zivilisationslärm und Campingplätzen mit Schrebergarten Atmosphäre, erlebt man Ruhe, Freiheit und Entschleunigung. Daher entscheide ich mich oft bewusst dafür, mein Zelt oder Tarp jenseits der ausgetreten Pfade aufzuspannen.

Leider ist besagtes Wildcampen aber nicht besonders gern gesehen und häufig sogar ausdrücklich verboten. Vor allem in Deutschland ist richtiges Wild Zelten rechtlich fast nirgendwo erlaubt. In den Alpen kocht jede Region oft ihr eigenes Süppchen, was die gesamte Lage etwas undurchsichtig werden lässt.

Daher gebe ich Dir in diesem Artikel einen groben Überblick über die rechtliche Lage in Europa, Tipps um Ärger zu vermeiden und die Natur zu schonen.

Was bedeutet Wildcampen eigentlich genau?

Wenn Du dein Nachtlager außerhalb von ausgewiesenen Campingplätzen in der freien Natur aufschlägst, dann spricht man vom Wildcampen. Dadurch ist das Übernachten in der freien „Wildnis“ sehr naturverbunden und frei von den Zwängen, die auf den Campingplatzen üblicherweise herrschen.

Wildcampen Wild zelten Wandern in der Eifel

Dabei spielt es für die Definition keine Rolle, ob Du mit deinem Zelt in der Natur übernachtest, unter einem Tarp, oder nur mit deinem Schlafsack auf einer Isomatte. Rechtlich unterscheiden sich diese verschiedenen Arten der Übernachtung jedoch schon. Denn das Übernachten in einem Zelt, ist in den meisten europäischen Ländern ausdrücklich verboten. Das Nächtigen unter einem Tarp, oder auf deiner Isomatte in einem Biwaksack – das sogenannte Biwakieren –  stellt teilweise eine rechtliche Grauzone dar. Denn Lagern, also „eine Pause machen“ ist nicht verboten.

Und Biwakieren kann auch als eine Art des Lagern bezeichnet werden. Es beschreibt das »Kampieren außerhalb von Campingplätzen während eines kurzen, durch den Anlass gebotenen Zeitraumes im hochalpinen Gelände« 2. Und dieser besagte Zeitraum ist nicht genauer definiert.

Wenn man beim Biwakieren in freier Natur also erwischt wird, kann man genauso gut sagen, dass man hier liegt, um tolle Sonnenaufgangsfotos zu schießen.

Wildcampen Wild Zelten Biwakieren
Ist es in diesem Pyramid-Tarp eher Wildcampen oder Biwakieren?

Warum ist Wildcampen denn überhaupt verboten?

Ich finde es sehr schade, dass in den meisten europäischen Ländern das Wildcampen untersagt ist. Denn ich war immer der Überzeugung, dass die Menschen, die sich dazu entscheiden die Nacht bewusst in der Natur zu verbringen, diese auch respektvoll behandeln und keine unnötigen Spuren hinterlassen.

Aber dem scheint in vielen Fällen leider nicht so zu sein. Denn oft wird einfach achtlos

  • Sein Müll in der Natur entsorgt
  • Offenes Feuer gemacht
  • In Naturschutzgebieten gezeltet
  • durch unnötigen Lärm die Tierwelt gestört
  • Pflanzen beschädigt

Warum sonst gäbe es ein so striktes Verbot gegen diese Form des wild zelten?

Wo ist Wildcampen in Europa denn erlaubt?

Auf dem europäischen Kontinent wird das Wildcampen-Verbote nicht überall gleich behandelt. In den meisten skandinavischen Ländern wie Norwegen, Schweden und Finnland gilt das Jedermannsrecht. Dieses gesteht allen Menschen bestimmte grundlegende Rechte bei der Nutzung der Wildnis und gewissen privaten Landeigentums zu 3.

Generell ist somit das Zelten in der Natur unabhängig von der Einstimmung des Grundbesitzers möglich. Dabei sollte aber trotzdem rücksichtsvoll mit der Umwelt umgegangen und ihr kein Schaden zugefügt werden. Ausgenommen von dem Jedermannsrecht sind aber die meisten Naturschutzgebiete und Nationalparks.

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In der Schweiz gilt interessanterweise ebenfalls das Jedermannsrecht. Dort gibt es aber etwas strengere Auflagen für das Wildcampen als beispielsweise in den skandinavischen Ländern. Zudem gibt es von Kanton zu Kanton unterschiedliche Regeln und Gesetze zum wild zelten.

In den übrigen europäischen Ländern ist das Wildcampen höchstens toleriert (Portugal,, Frankreich, Polen, etc.) und ansonsten ausdrücklich verboten (Deutschland, Italien, etc.). Für Österreich herrschen teilweise unterschiedliche Gesetze und Regeln in den einzelnen Bundesländern. HIER findest Du weitere Infos dazu. In der folgenden Übersicht könnt ihr nochmal genau sehen, welches Land welche Einstellung gegenüber Wildcampern hat.

Wildcampen Wild zelten
Wo Wildcampen in Europa noch erlaubt ist – Quelle: Kusafiri.at

Trotz dieses ausdrücklichen Verbotes, habe ich schon einige Male mein Zelt in der deutschen Wildnis aufgeschlagen und werde es auch weiterhin tun.

Warum?

Nicht weil ich irgendwelchen Leuten auf die Füße treten oder sonstigen Ärger provozieren will. Sondern weil ich der Meinung bin, dass man bei Einhaltung gewisser Regeln der Flora und Fauna mit dem Wildcampen keinen Schaden zufügt. Ich persönlich empfinde ebenfalls, dass man die Natur dadurch bewusster wahrnimmt und kennen lernt und daher ihren Schutz viel ernster nimmst, als wenn man sich nur auf isolierten Campingplätzen bewegt.

Solltest Du Dir auch gerne ein einsames Plätzchen für dein Zelt in der Natur suchen wollen, dann helfen Dir diese Tipps um Ärger zu vermeiden.

Generell gilt: Beim Wildcampen sind wir Gäste in der Natur und verhalten uns entsprechend.

1. Kein Feuer machen

Ein Feuer zu machen ist fast überall, außer an ausgewiesenen Stellen, verboten. Dies gilt besonders in Gegenden die sehr trocken sind und ein Feuer leicht einen Waldbrand entfachen kann. Außerdem sind die Strafen für ein Lagerfeuer im Wald sehr viel höher. 

Auch mit deinem Camping- oder Dosenkocher solltest Du vorsichtig umgehen. Stelle immer sicher, dass sich keine brennbaren Materialien in der Nähe der Flammen befinden. Lass den Kocher nicht aus den Augen. Im besten Fall kannst Du ihn auf einem Felsen oder Steinen positionieren.

Möchtest Du an einer Stelle, an der es ausdrücklich erlaubt ist ein Lagerfeuer entfachen, dann findest Du im Bergzeit Magazin einige Tipps zum Feuer machen!

2. Lass keinen Müll liegen

Wir haben immer einige Plastiktüten dabei, in denen wir unseren Abfall sammeln, mitnehmen und bei der nächsten Gelegenheit in einem Mülleimer entsorgen. Unter Müll fällt alles, was wir nach seinem Gebrauch nicht mehr verwenden können. Das gilt auch für das Toilettenpapier oder Bananenschalen. Der Lagerplatz sollte nach dem Verlassen genauso aussehen wie wir ihn vorgefunden haben.

Getreu dem Motto: „Take nothing but pictures and leave nothing but footprints.“

3. Nicht in Naturschutzgebieten zelten

Wie der Name schon sagt, dienen Naturschutzgebiete dem Schutz der Natur und allen darin lebenden Tieren. Meist sind diese Gebiete gut auf Karten gekennzeichnet und auch auf den Wanderwegen ausgeschildert. Hier solltest Du wirklich nicht dein Nachtlager aufschlagen, da es häufig einen guten Grund für die Errichtung dieser Schutzzonen gibt.

Außerdem drohen hier beim Wildcampen weitaus höhere Strafen, als in Gebieten die keine Naturschutzzone sind.

4. Privatgrundstücke vermeiden

Die meisten Anwohner bringen wenig Verständnis für ein unerlaubt aufgestelltes Zelt in ihrem Garten auf. Auch wenn das sehr wahrscheinlich niemand tut, gibt es auch Privatgrundstücke, die nicht so leicht vom Besitzer kontrolliert und eingesehen werden können, da sie so weitläufig sind.

Auf unserer Wanderung über den Trockenmauerweg auf Mallorca, verlief ein Großteil des Wanderwegs durch private Grundstücke. Das waren meist sehr große Ländereien auf denen Wälder, Wiesen und kultiviertes Ackerland vorkam. Auch wenn diese Grundstücke einsam erscheinen, solltest Du trotzdem weitergehen und dein Nachtlager nicht auf privatem Grund aufstellen.

Häufig sind diese Grundstücke sehr deutlich durch Schilder und Zäune markiert. Teilweise ist es jedoch möglich neben einer Berghütte zu zelten, wenn man den Hüttenwirt vorher freundlich um seine Zustimmung gebeten hat. Oft lohnt es sich auch Bauern zu fragen. Die erlauben Dir dann eventuell dein Zelt auf einem ihrer weitläufigen Grundstücke aufzuschlagen.

Wildcampen Mallorca GR221 Wild Zelten
Wildcampen auf dem GR221 in Mallorca

5. Keinen unnötigen Lärm machen

Ansonsten wird die Tierwelt empfindlich gestört. Wir sind die Gäste der Natur, also müssen wir uns auch ihren Bedingungen anpassen.

Aber was ist den unnötiger Lärm? Normale Gesprächslautstärke ist natürlich kein Problem, aber sehr laute Musik und Gegröle sind tabu. Also es sollte keine Party im Wald stattfinden.

Durch unnötigen Lärm werden eventuell auch Anwohner oder andere Mitbürger auf Dich aufmerksam. Diese werden dich dann möglicherweise darauf hinweisen, dass in Deutschland ein Wildcampen-Verbot besteht. Es ist am Besten wenn Du dich so unauffällig und rücksichtsvoll wie möglich beim Übernachten in der freien Natur verhältst.

Und das geht natürlich mit leichtem Gepäck beim Trekking am besten!

6. Dein Zelt spät auf und früh abbauen

Aus diesem Grund macht es auch Sinn, dein Zelt am Abend erst spät (kurz vor Sonnenuntergang) auf- und Morgens früh (im Morgengrauen) wieder abzubauen bevor es wieder richtig hell geworden ist. Auch so verhinderst Du ungewollten Kontakt mit „engagierten Mitbürgern“ die Freude daran finden, dich auf dein Fehlverhalten hinzuweisen.

Wildcampen Wild zelten

Solltest Du trotzdem einmal beim Wildcampen „erwischt“ werden, dann hilft es immer sich freundlich und höflich gegenüber der anderen Person zu verhalten. Wir hatten mit anderen Menschen in dieser Hinsicht noch nie Probleme und wurden auch noch keinmal von unserem Lagerplatz weggeschickt.

Solange man sich an diese Regeln hält, wird man in den meisten Fällen gar nicht erst bemerkt.  Außerdem geben wir der anderen Person weniger Möglichkeiten für Konflikte.

7. Benutze ein kleines und ultraleichtes Zelt

Ein kleines und leichtes Zelt hilft Dir dabei nicht besonders aufzufallen. Durch den kleinen Footprint und die niedrigere Höhe ist dein Zelt nicht so leicht für die engagierten Mitbürger auszumachen. Außerdem findest Du dadurch auch an engeren Stellen noch ein gemütliches Nachtlager.

Durch das geringe Gewicht eines Ultraleichtzeltes, trägst Du weniger Gewicht im Rucksack. In der Folge bist Du bei gleicher Wanderstrecke deutlich fitter. Somit hast Du am Ende des Tages noch genügend Energie und Zeit, um den perfekten Zeltplatz zu finden.

Einige Exemplare die um 1 Kilogramm wiegen, habe ich Dir im Folgenden aufgelistet

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8. Nicht in Sichtweite von Wanderwegen, Ortschaften oder Häusern

Daher ist es ebenfalls sinnvoll sein Nachtlager nicht in der Nähe von Wanderwegen, Ortschaften oder generell bewohntem Gebiet zu wählen. So wird einfach der Kontakt mit Anwohner vermieden.

Außerdem möchte ich ja unter freiem Himmel zelten, um die Natur richtig genießen und erleben zu können. Das funktioniert nicht so ganz, wenn die Hauptstraße in der Nähe ist und in der Nacht dauernd das Geräusch von vorbei bretternden Lastwagen zu hören ist.

Ich versuche auch immer einen gewissen Abstand von Wanderwegen einzuhalten, um andere Wanderer mit meinem Zelt nicht in ihrer Naturerfahrung zu stören.

Für dich kommt auch Zelten im Winter in Frage? So bleibst Du dabei schön warm im Schlacksack!

9. Nicht länger als 1 Nacht am gleichen Ort bleiben 

Für mich ist das Wild zelten immer mit einer Wanderung verbunden. Daher kommt es für mich sowieso nicht in Frage länger als einen Tag am gleichen Ort zu bleiben. Solltest Du trotzdem planen zwei Übernachtungen an einem Lagerplatz zu machen, erhöhst Du so natürlich auch deine Chancen entdeckt zu werden.

Selbst in den Ländern die das Wildcampen erlauben, ist es nicht vorgesehen, dass man mehr als eine Nacht am gleichen Ort verbringt.

Die Praxis beim Wildcampen

Wir versuchen uns immer an diese Regeln zu halten und haben damit bis jetzt auch ausschließlich gute Erfahrungen hier in Deutschland gemacht. Die meisten Menschen sind bei respektvollen Umgang mit der Natur unsererseits auch sehr viel toleranter gegenüber dem wild zelten als ich das gedacht hätte.

Wie hältst Du es mit dem Wildcampen?
Welche Erfahrungen hast Du damit gemacht?

 

Quellen:

1 – Über das Wild-Campen
2 – Rechtslage in Deutschland
3 – Jedermannsrecht 
4 – Verhaltensregeln

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Wer schreibt hier?

Ich bin Alex. Im Sommer 2014 habe ich meine 7 Sachen gepackt und bin auf der Suche nach einer Auszeit auf dem Traumpfad von München nach Venedig über die Alpen gewandert. Nach diesen 34 Tagen waren die Berge und das (Fern-)Wandern einfach nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken. Heute bin ich immer dann am glücklichsten, wenn der Rucksack gepackt ist und ich wieder auf Tour gehe. Ich bin chronisch neugierig, interessiere mich für fast alle Arten von Outdoor-Ausrüstung und Outdoor-Tipps. Und das was ich dabei so alles lerne, möchte ich mit Dir hier auf BergReif teilen!

64 Kommentare

  1. Wir lesen gern deine Artikel und haben erst gestern wieder ein „Microadventure“gestartet, nach einer etwas zu langen Wanderung schliefen wir eine Nacht im Wald und waren begeistert wie schön die Ruhe und weich der Waldboden ist und morgens das Konzert der Vögel….ein Traum, Danke für deine Seite und die Tipps und ja die Regeln sollten selbstverständlich sein.
    Gruß aus Chemnitz
    Tilo

    1. Hallo Tilo,

      Danke für deinen schönen Kommentar :)
      Das was Du beschreibst, ist für mich auch immer der beste Weg um den Kopf frei zu bekommen. Wo habt Ihr euer Microadventure denn verbracht?
      Freut mich sehr das Dir mein Blog gefällt!

      Viele Grüße und einen guten Start in die Woche!

      Alex

  2. Hallo Alex

    wir durchwandern Sachsen entlang des sächsischen Jakobsweges, jedes freie Wochenende nehmen wir uns eine neue Etappe vor und sind jetzt 35km vor Hof am Ende des Weges. Wir sind meist Samstag zu Sonntag unterwegs und laufen zw. 50 und 75 km an beiden Tagen und schlafen im Wald, der Weg ist optimal ausgeschildert und landschaftlich ansprechend.
    Ich hab gelesen du trägst deine SLR am Hüftgurt deines Rucksacks, könntest du das System mal verlinken, ich hab dazu nix gefunden.
    Danke und Gruß
    Tilo

    1. Hallo Tilo,

      Das klingt sehr interessant. Den sächsischen Jakobsweg bin ich persönlich noch nicht gelaufen, werd ihn mir aber mal anschauen!
      Zur Kamerahalterung: Ich nutzt diese Kameratasche für meine Sony SLR. Diese hat auf der Rückseite eine breitere Gürtelschlaufe, durch die ich den Hüftgurt meines Rucksacks durchziehe. Somit habe ich jederzeit Zugriff auf die Kamera und das Gewicht stört mich nicht hinten im Rucksack.
      Ich hoffe die Erklärung war verständlich ;)

      LG Alex

  3. Danke für die Antwort, das kann man so machen und eine ähnliche Tasche hab ich auch, aber das ist nicht die von mir erhoffte Lösung, ich dachte mehr an ein System wo die SLR an einem Gurt zwischen Hüftgurt und Schulterriemen der anderen Seite entlang zum Auge gezogen werden kann und ansonsten am Hüftgurt hängt, also offen und ständig einsatzbereit. Naja kann man sicher auch selber basteln mittels Karabiner usw., naja mal sehn.

    LG Tilo

  4. Hallo Alex,
    ich liebe es wild zu campen. Z.B. nicht weit vor meiner Haustür im Siebengebirge. Dabei meide ich die beliebten „Touristengipfel“ wie Drachenfels und co. komme spät und gehe früh wieder. Meine Kids und ich lieben es. Oder auf dem Westhighlandway in Schottland ist dies auch (leider inzwischen eingeschränkt) möglich. Zuletzt im Feb-März ohne Probleme gemacht. Leider im Sommer verboten, wenn zu viele Wanderer da sind. Aber ein Traum! Arschkalt aber die Highlands im im Schnee sind der Wahnsinn!

    1. Hallo Tobias,

      Mir geht es genauso wie Dir. Ich versuche die touristischen Gebiete auch so gut es geht zu vermeiden. Die Naturerfahrung hält sich dort meistens sowieso in Grenzen. Wildcampen im Schnee hab ich auch noch vor. Und in Schottland klingt wirklich traumhaft :)

      LG und einen schönen Abend!

      Alex

      1. Hi Alex , wenn es kalt genug ist lässt sich das Zelt sogar trocken verpacken, nach dem man die Eisbroeckchen runtergeknibbelt hat. Im Loch Lomond Nationalpark durfte man früher das ganze Jahr wilcampem. Nun leider nur noch im Winter. Ansonsten halt aufpassen. Der Whw ist wirklich jeden KM wert. Im Winter braucht man allerdings deutlich neht Nahrung. Da alle kleinen Shops zu haben. Dir Hotels und Restaurants sind aber meistens offen

        Gruß

        Tobias

    1. Hi Rike,

      Danke Dir :) Stimmt, in den meisten skandinavischen Länder ist das Wild campen glücklicherweise etwas einfacher!
      Dein Artikel ist auch sehr lesenswert :)

      Liebe Grüße,
      Alex

  5. Hallo Alex,

    ich danke Dir für Deinen tollen Artikel zum wildcampen. Ich hab Dich gerade erst vor ein paar Tagen bei youtube entdeckt und gleich den Traumpfad von München nach Venedig abends abgefrühstückt :D Das hat ganz schön viele Endorphine freigesetzt Euch dabei zu zuschauen. Wahnsinn! Was für malerische Landschaften und diese Freiheit die ihr beide dort erleben durftet bzw. Euch genommen habt: beneidenswert :-)

    Mein Lieblingsmensch und ich stehen erst am Anfang unserer Wanderleidenschaft. Wir haben uns letztes Jahr in die Berge verliebt und dieses Jahr waren wir nur ganz kurz da und seitdem sind wir wie in Trance…alles dreht sich nur noch um die Berge! Wir sind im wahrsten Sinne des Wortes Bergreif^^

    Deine Videos sind sehr informativ und ich werde Deinen Blog vermutlich auch jetzt noch verschlingen und mich somit fit für viele Kilometer <> machen ;-)

    Die Bewegung zieht mich magisch an, es wird Zeit zu gehen…

    Freu mich weiter von Dir zu lesen und bin schon ganz gespannt auf Deine kommenden Abenteuer!

    Liebes Grüßle
    Tanja

    1. Hallo Tanja,

      Vielen Dank für Deinen lieben Kommentar und Dein Lob! Freut mich sehr, dass ihr auch vor kurzem eure Wanderleidenschaft für die Berge entdeckt habt. Für mich sind die Berge auch ein Symbol von Freiheit, Natur, Ruhe und Entspannung.

      Dann wünsche ich Euch ganz viele spannende Touren und freue mich natürlich sehr, wenn Du mal wieder auf meinem Blog vorbeischaust :)

      LG Alex

  6. Hallo :)

    Ein schöner und interessanter Artikel ! Ich habe lediglich eine Sache, die ich Unstimmig finde und zwar die Tatsache das wildcampen in Schottland nicht toleriert sondern wirklich noch ausdrücklich erlaubt ist. Es gibt nur sehr geringe Einschränkungen, während der Lammsaison beispielsweise.
    Du hast trotzdem einen tollen Blog, weiter so :)

    1. Hi Sara,

      das ist gut zu wissen! Danke Dir für die hilfreiche Ergänzung.
      Schottland steht auch noch ganz oben auf meiner Liste!
      Warst Du schon öfters dort zum Trekking unterwegs?

      LG
      Alex

  7. Hallo Alex

    Das war mir als Schweizer wenig bewusst, dass auch bei uns ein „Jedermannsrecht“ herrscht. Für mich war einfach klar: Ausserhalb von Naturschutzgebieten und im Gebirge ist es nie ein Problem, sonst muss man abwägen, allenfalls fragen. Ich werde dem mal nachgehen.

    Die Karte allerdings, die mir hier in kurzer Zeit zum zweiten Mal begegnet, halte ich für die Schweiz für falsch. Es gibt in der Schweiz Unterschiede zwischen den Kantonen, aber sicher nicht genau einer von Nord nach Süd verlaufenden Grenze entlang. Gerade der Kanton Tessin (auf der Karte grün) hat eine der strengsten Kontrollen. In den touristisch viel begangenen Gebieten (Maggiatal, Verzascatal, Lago Maggiore, Lago di Lugano) werden immer wieder Kontrollen durchgeführt und illegal Campende weggewiesen oder sogar gebüsst. Abseits der Zivilisation dürfte wildes Campieren (Biwakieren, Hammockieren) aber praktisch nirgends in der Schweiz ein Problem darstellen, wenn man sich an deine „Regeln“ hält, sich zurückhaltend bewegt, keinen Lärm macht, einfach still die Natur geniesst, keinen Waldbrand riskiert und v.a. auch keinen Abfall hinterlässt. (Den meisten Abfall findet man eh entlang der Strassen, was zeigt, wo das eigentlich Problem zu suchen ist.)

    Ansonsten: Ein guter und hilfreicher Artikel.

    1. Hi Michael,

      ja es scheint zwischen den einzelnen Kantonen deutliche Unterschiede in der Kontrolle von Wildcampern zu geben. Da ist die Karte für die Schweiz wohl nicht genau genug. Generell scheint es aber so zu sein: Je weiter man im Gebirge aufsteigt, desto weniger Probleme wird es mit dem Wildcampen geben.

      Viele Grüße,
      Alex

  8. Hallo Alex,

    dein Beitrag gefällt mir sehr gut. Ich finde es toll wie du von deiner Erfahrung sprichst und die wichtigsten Regeln genannt hast. Hast du vllt Erfahrungen damit gemacht, mit einem Kayak o.ä einen Fluss entlang zu fahren, nach paar Stunden eine Pause zu machen und dort dein „Lager“ aufzuschlagen ?

    Ich als Angler würde sowas gerne einmal machen. Doch leider ist eben das Problem, dass man nicht Wildcampen darf. Hast du für so eine Situation einen oder mehrere Tipps für mich ?

    Danke schonmal im Vorraus

    Ach übrigens. Wo sind deine Lieblingsorte, zu denen du gerne wanderst ?

    Mit freundlichen Grüßen:

    David Hutcheson

    1. Hi David,

      ich wahr selbst noch nicht mit dem Kayal plus Zelt unterwegs. Aber am Ufer des Flusses auf dem Du unterwegs bist, helfen Dir sicherlich auch die oben genannten Tipps genauso gut weiter. Ich persönlich würde aber mein Lager etwas vom Wasser entfernt aufschlagen, um Mücken zu vermeiden. Dort ist meistens auch die tiefste Stelle im Gelände und es kann 4 – 5 Grad kälter sein als in der restlichen Umgebung.

      Besonders Lieblingsorte habe ich nicht, aber am liebsten bin ich in den Alpen unterwegs :)

      Viele Grüße,
      Alex

  9. Huhu Alex, hast du denn schon Erfahrungen mit Wildcampen in Deutschland gemacht? Und wenn ja, wie haben die Leute hier reagiert? Liebe Grüße, Linda

    1. Hi Linda,

      ich habe schon häufig in Deutschland Wildgezeltet. Bis jetzt hatte ich keinerlei Probleme. Weder mit anderen Personen noch mit sonstigen Dingen.

      Liebe Grüße,
      Alex

  10. Hallo Alex!
    Für deine Europa-Übersichtskarte zum freien Zelten in der Natur brauchst du eine neue Farbe für Dänemark – oder rot-grün gestreift, denn dort ist freies Zelten sowohl verboten als auch erlaubt – das scheinst verwirrend, ist aber leicht erklärt:
    Vor einigen Jahren hat das Umweltministerium begonnen, Biwakplätze anzulegen. Wegen des größen Erfolgs wurden daraus inzwischen weit über 1000 Biwakpläzte – recht viel für ein kleines Land. Dabei geht man überlegt vor und richtet sich nach Rad- und Wanderrouten und interessanten Gebieten. Auch mitten in Naturschutzgebieten gibt es Biwakplätze (!) oft nah an einem Vogelbeobachtungsturm. Auch an Küstenpaddler wurde inzwischen gedacht, sodass es an vielen Stränden Plätze speziell für Wassersportler gibt.
    Die „Qualität“ reicht von einer einfachen Wiese mit dem Hinweis auf den eigenen Klappspaten bis zum komfortablen Platz mit Wetterschutzhütten, Picknicktisch, WC (aber meist Trockenklo), Grillplatz und Feuerholz. Viele Plätze stehen auf Privatgrund und werden „bewirtschaftet“ (Müll entsorgen, Feuerholz liefern) und in Schuss gehalten. Dafür wird eine kleine Gebühr kassiert (ca. 5 Euro), wenn der Betreiber vorbeikommt. (Außerhalb der Sommersaison ist eher nicht damit zu rechnen.) Das finde ich völlig ok.
    Den Dänen ist also der „Spagat“ zwischen Naturschutz und Naturerlebnis gelungen! Und das auf vorbildliche Weise.
    Eine Übersicht über die Plätze gibt es hier:
    http://udinaturen.naturstyrelsen.dk/udinaturen (Im Menü „Overnatning/Frit teltningsområde“ ankreuzen. Ein „lejrplads“ ist ein größerer Platz für Gruppen, z.B. Pfadfinder.)
    Die höchsten dänischen „Gipfel“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Bergen_und_Erhebungen_in_Dänemark) sind nicht höher als 150 m ;-) (die Region um den Himmelberg (https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelbjerget) ähnelt dem Harz) aber auch hier lohnt sich eine Wandertour! Der Ausblick von einer Steilklippe auf das endlose Meer kann sich durchaus mit dem Blick auf das alpine Gipfelpanorama messen – ist eben „anders“. ;-)

    1. Hallo Ralf,

      danke Dir für deine ausführliche Ergänzung für Dänemark!
      Das klingt nach einer wirklich sinnvollen Mischung aus „Campingplatz“ und Wildcampen. Mal sehen wann es mich das erste Mal nach Dänemark verschlägt.

      Viele Grüße,
      Alex

  11. Gern geschehen!
    Ich leg‘ noch mal nach mit einem Panorama von Dänemarks höchstem Gipfel:
    https://www.faltboot.org/wiki/images/HimmelbjergetPanorama.jpg
    Hab‘ ich selber erklommen – ohne Sauerstoffgerät! ;-)

    P.S.: Auch in Dänemark geht es „wild“ – aber man muss wissen wie, wo und wann – man muss quasi unsichtbar sein. Und das muss man sich in vielen Outdoorjahren „erarbeiten“, dann bekommt man manchmal solche traumhaften Plätze:
    https://www.faltboot.org/wiki/images/MorgensImParadies.JPG
    Das „wann“ wird durch das Bild schon beantwortet – z.B. im späten Herbst, also weit außerhalb der üblichen Touristensaison.

  12. Hallo,

    wir sind im dicht besiedelten Süddeutschland wo die Leute dicht auf dicht wohnen auch oft direkt zu Bauern gegangen und gefragt, ob wir unser Zelt irgendwo auf seinem Gelände hinstellen könnten. Dabei haben wir immer betont, dass wir kein Feuer machen werden, kein Müll hinterlassen und nur eine Nacht bleiben werden. Das fanden die meisten Bauern immer ganz OK und haben uns dann auch immer ein schönes Fleckchen zugewiesen. So waren wir nachts sicher vor Besuch von ungebetenen Gästen und manchmal hat der Bauer eines seiner Kinder zu uns geschickt mit frischer Milch. Wenn man fragt und höflich ist, darf man manchmal einfach so zelten.

    Wenn man nicht auffallen will, sollte man sein Zelt erst nach Einbruch der Dämmerung aufstellen und das Zelt sollte möglichst waldgrün und keine Signalfarbe haben. Wenn man das Zelt schon aufstellt während man das Abendessen kocht, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich irgend Jemand daran stört und dann evtl. die Polizei ruft (die Deutschen halt…)

    1. Hi Birgit,

      das sind ja schöne Erfahrungen! Bei einem Bauern habe ich noch nicht angefragt. Aber hoffentlich kommt bald einmal eine Gelegenheit dazu.
      Respekt und Höflichkeit sind dabei sicherlich viel Wert.

      LG Alex

  13. Hallo Birgit,
    hätte der gleiche Bauer euch ungefragt auf seiner Wiese entdeckt, hätte er euch vermutlich laut schimpfend fortgejagt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten Menschen einfach nur gefragt werden wollen. Und wenn man sie nett fragt, bekommt man meist eine nette Antwort. ;-)
    Auch in Norddeutschland sind die meisten Bauern nett. Allerdings ist es oft schwer, sie zu finden, denn an den Wiesen und Feldern steht kein Name des Eigentümers dran. ;-) Daher sollte man die Chance nutzen, wenn man einen Bauern bei der Feldarbeit trifft (aber die Wahrscheinlichkeit ist gering) und um Erlaubnis bitten. Ich würde auch meine Tagespläne ändern, wenn ich dann hier die Erlaubnis bekomme. Das ist allemal besser, als ins Ungewisse zu wandern/radeln/paddeln.

    Übrigens: Wer mit dem (Paddel-)Boot unterwegs ist, kann bei ALLEN Wassersportvereinen fragen und darf fast immer auf dem Vereinsgelände zelten, auch bei Seglern und Motorbootfahrern.

    Allen einen guten Start für 2017!

  14. Hallo Alex, ein paar echt gute Tipps. Wobei natürlich einige – nicht direkt am Weg campen, kleines Zelt – eigentlich nur logisch sind. Als Harzer stört mich dieses dusslige Verbot übrigens extrem. Wir haben hier so tolle Fernwanderwege wie den Hexenstieg. Teilweise über 200 km (Karstwanderweg) lang. Übernachten (zumindest offiziell) darfst du aber nur in Pensionen oder eben auf Campingplätzen. Das man „oben“ im Nationalpark Harz nicht (wild)campen darf, ist ja noch okay. Aber abseits? Zumal es natürlich trotzdem gemacht wird. Wobei sicher einige Mitmenschen – und zwar Wanderer – nicht ganz unschuldig an dem Verbot dran sind. Oft genug findet man Müll und leere Flaschen. In meinen Augen ein absolutes No-Go. Was ich an Müll mitbringe, kann ich auch wieder mit nach Hause nehmen und da entsorgen. Ist aber halt so. Dein Blog ist jedenfalls topp. Tolle Tipps. Daher mal ein liebes Danke aus dem Harz. Und falls du mal bei „und“ im Harz unterwegs bist, kannst dich gern melden :-)

    1. Hi Dennis,

      danke Dir! Auch für dein Angebot :)
      Leider ist es so dass einige Leute nicht sonderlich achtsam mit ihrer Umwelt umgehen und durch ihr Verhalten solche Verbote provozieren. Wie Du schon sagst, ist das gerade im Harz schade, da das wildcampen dort wirklich klasse ist!

      LG Alex

  15. Hey Alex,

    vielen Dank für den informativen Artikel!
    Ich bin selber gerade am planen von einer Backpackingtour und da kann es auch vorkommen, dass ich mal Wildcampen muss. Von daher bin ich froh deinen Artikel gefunden zu haben und auch über die Tipps und die erlaubten Länder :)

    Grüße
    Corinna

  16. Hi,
    in vielen Gebirgsregionen in Spanien wird eingentlich mit Ausnahme von einigen Nationalparks überall Biwakieren toleriert. Bin selbst den gesamten GR 11 und auch Teile des spanischen GR 10 gewandert, wild Zelten wurde immer toleriert und ist dort eigentlich auch usus. Die Rote Farbe stimmt somit nicht. Das gleiche gilt für wandern auf der GTA im Piemont. Ich hatte dort niemals Probleme. Natürlich sieht das ganze in Küstenregionen anders aus. Die Mensch wollen natürlich nicht das die strände von Wildcampern zugemüllt werden etc.
    Beste Grüße
    Ansgar

    1. Hi Dennis,

      dazu kann ich Dir leider nichts genaues sagen. Denn der Jakobsweg führt ja nicht nur durch eine bestimmte Region, sondern fast alle Länder in Europa :)
      Da musst Du dann die Bestimmungen für den betreffenden Abschnitt checken.

      LG Alex

  17. Hallo Alex,

    war mehr eine Frage an Ansgar :-)

    Ich meine jetzt auch allein den spanischen Teil, also ab der spanischen Grenze bis eben Santiago de Compostela. Aus dem Harz ist es mir dann doch ein bissel arg weit. Die 800 km in Spanien sollten reichen…

  18. Hallo Dennis

    Da ich im Dezember auf dem Jakobsweg war, habe ich keine Wildcamper wahrgenommen. Ich weiss aber von einigen Weggefährten, dass sie das gemacht haben. Offiziell ist das in Spanien entlang des Jakobswegs nicht erlaubt. Wer aber dezent campt und sich einigermassen versteckt zu halten versteht, wird sicher da und dort ein Plätzchen finden. Ein guter Tipp wäre auch, einfach Leute zu fragen: Manchmal (nicht allzu oft) kann man mal neben einer Pilgerherberge sein Zelt aufschlagen, manche Bauern erlauben es womöglich. Allerdings musst du bedenken, dass auf dem Camino Francés über 200’000 Pilger pro Jahr unterwegs sind, da ist „Wildcampen“ sicher keine gute Idee, jedenfalls nicht im Sommerhalbjahr. Wie es auf den anderen Wegen aussieht (Camino del Norte, Via de la Plata, etc.), kann ich nicht sagen.

    In Frankreich wäre das schon eher denkbar.

    Gruss
    Michael

  19. Hallo Alex,
    ich hab erst im letzten Jahr mit dem richtigen Weitwandern begonnen und da auch ein Zelt mitgehabt. Von den 25 Tagen, die ich unterwegs war, habe ich nur drei Nächte im Zelt übernachtet. Einmal auf einem Gipfel (nicht sehr ratsam: Gewitter), einmal neben einer AV Hütte, weil in der Hütte kein Platz war. Haben mir die Wirtsleute aber erlaubt und einmal auf einem Campingplatz.
    Dieses Jahr möchte ich auf alle Fälle öfter im Zelt übernachten und da hat mir dein Artikel sehr geholfen.
    Er ist sehr übersichtlich und gut geschrieben.
    Danke.
    lg Volker

    1. Hi Volker,

      bei Gewitter auf einem Gipfel zu zelten ist sicherlich nicht sonderlich angenehm ;)
      Wir haben auch vor auf unserer Tour nach Wien so oft es geht zu Zelten.
      Freut mich, dass Dir dieser Artikel geholfen hat :)

      LG Alex

  20. Hallo Alex,

    schöner Artikel mit vielen guten Tipps für Interessierte. Möchte auch in die Richtung gehen, Wanderungen von 2-4 Tagen mit der Möglichkeit des Zeltens, doch bin ich, wie viele andere, auch über die gesetzliche Situation verunsichert. Einige Tipps sind natürlich selbstredend, doch hat man trotzdem irgendwie „Hemmungen“/“Befürchtungen“ es einfach zu machen.

    Eigentlich schade, denn es gibt auch in Deutschland so viele kleinere Wanderwege so um die 100 km, die es sicher lohnt zu begehen und zu erleben. Ich denke, evtl muss man es einfach mal probieren…

    Schöner Blog…

    LG
    Bert

    1. Hi Bert,

      Danke dir.
      Einfach einmal ausprobieren ist meiner Meinung nach der erste Schritt. Zwar schwingt anfangs noch die Angst des „Verbotenen“ mit, aber mit der Zeit hat das bei mir nachgelassen. Vor allem, da ich nur positive Erfahrungen gemacht habe.

      Viele Grüße,
      Alex

  21. Ich finde, dass es ab zwei Nächten einen völlig anderen Charakter hat als wenn man nur eine Nacht bleibt. Daher sollte man sich auf eine Nacht beschränken, außer in Fällen, wo es vom Grundstücksbesitzer ausdrücklich erlaubt wurde oder in sehr dünn besiedelten Gebieten, wie z.B. ganz im Norden von Norwegen weit abseits der Straßen.

  22. Freies Zelten ist ja kein „Camping-Urlaub“!

    Ich zumindest bin „auf der Durchreise“, meist mit dem Kajak. Wenn ich ausnahmsweise 2 Nächte bleibe, dann nur, wenn ich besseres Wetter abwarten muss oder wenn ich wirklich mal einen Erholungstag brauche – letzteres manche ich aber lieber an ausdrücklich erlaubten Stellen.

    Man wird auch oft beobachtet, ohne dass man es wahrnimmt! Die Toleranz der Mitmenschen ändert sich oft schon, wenn man nicht nach 1 Nacht wieder fort ist.

    Und jeder, der einmal „unangenehm aufgefallen“ ist, macht es den Vielen, die noch folgen möchten, unnötig schwer, weil die Leute dann eine negative Grundhaltung haben.

  23. Moin Alex,

    habe heute Nacht quasi deinen gesamten Blog gelesen und bin erfreut von Leuten zu lesen, die einfach ähnlich wie man selbst ticken. Auch ich verbringe die Nächte gerne in der Natur.
    Ich hätte noch einen 10. Punkt zur Ergänzung: „Meide Jäger und Jagdgebiete“

    Aus persönlicher Erfahrung und ohne hier eventuell jemanden zu nahe treten zu wollen, weiß man nie mit wie viel Dioptrien oder Promille man es zu tun bekommt. Ich bin auf der Insel Rügen beheimatet und viele der Gebiete werden aktiv bejagt. So schön der Platz dann auch ist, manchmal ist es weiser dann noch ein Stück weiter zu ziehen.

    Ich habe mich mittlerweile vom Boden getrennt und bin nur noch mit einem Tarp und meiner Hängematte unterwegs. Da spart man auch noch mal ein paar Gramm, selbst gegenüber einem UL-Einmannzelt.

    Schöne Grüße von der Insel Rügen
    Flint

    1. Hi Flint,

      danke Dir für dein schönes Feedback und deine Ergänzung!
      Eine Kugel im Rücken hat man natürlich selten gerne ;)
      In den Alpen setze ich gerne auf Groundcamping, da nicht immer Bäume zur Verfügung stehen.

      LG Alex

  24. hallo alex,

    deinen blog lese ich schon länger und bin ziemlich begeistert…

    aber warum ich schreibe: ich gebe flint recht, was die jagdsaison angeht. ich mache auch gerne nächte draussen und habe just dieses wochenende bei einer tour auf dem taunushöhenweg morgens einen jäger getroffen oder er mich -und er traf mich und erlegte mich nicht, um missverständnissen vorzubeugen ;) – als ich grad meine morgentoilette beendete… dieser wies mich freundlich darauf hin, dass wildcampen nicht erlaubt sei und ob ich denn vor hätte mehrere nächte zu bleiben usw. usf. daraus entwickelte sich dann als er mein equipment so sah ein ziemlich nettes und längeres gespräch über ul-ausrüstung und wildhege.
    zu guter letzt bekam ich noch den tipp während der jagdsaison die nähe von hochständen zu meiden, weil nicht alle seien so nett wie er -und die förster sähen dass eh nochmal sehr viel enger ;)

    ansonsten: dir alex und deiner reisebegleiterin eine gute tour. bin sehr gespannt auf die reiseberichte und wie gut sich euer geMYOGtes schlägt

    hike yr own hike
    *fabian

    1. Hi Fabian,

      Danke Dir!
      Der Tipp Hochstände zu meiden ist echt gut. Macht auf jeden Fall Sinn, wenn man Jäger meiden möchte.
      Cool, dass der Jäger sich auch für UL-Gear interessiert :)

      Viele Grüße,
      Alex

  25. Was ich unter Wild campen versteh:
    Für eine Nacht sein Zelt/ Tarp aufschlagen da schlafen und halt was zum Essen bruzeln. Wenns Warm ist, dann vielleicht auch mal ganz ohne Tarp sondern nur Schlafsack. Naturlich kein offenes Feuer im Hochsommer mitten im Wald. Gekocht würde mit einem entsprechenden Kocher bzw mit einem Hobo-Ofen.
    Möchte ich einige Tage am selben Ort bleiben, zB um mich auszuruhen, dann würde ich schauen ob es einen offiziellen Grillplatz gibt wo man sein Zelt aufschlagen dürfte, oder einen Wiesen/ Waldbesitzer fragen ob er es erlaubt.
    Der Ort wird selbstverständlicherweise wieder so verlassen wie er vorgefunden wurde.

    Meine Recherchen:

    Schweden: Durch das Jedermannsrecht, wenn man einige Regeln beachtet, grundsätzlich erlaubt

    Spanien: Wenn es nicht direkt am Strand ist, soll es angeblich geduldet werden. Zumindest sah ich mal Zelte auf einer Verkehrsinsel in Barcelona

    Griechenland: verboten, manchmal geduldet, aber anscheinend gehört viel Glück dazu nicht erwischt zu werden.

    Italien: verboten, starke kontrolle; erlaubnis des Grundstücksbesitzers sollte eingeholt werden.

    Frankreich: scheint teilweise gefährlich zu sein, grundsätzlich verboten, am besten um erlaubnis fragen

    Belgien: scheint wohl toleriert zuwerden, ausser in der Eifel

    Norwegen: wie Schweden

    Finnland: scheint wie in Schweden zu sein

    Polen: scheint geduldet zu sein wenn es nicht an der Küste/ Naturschutzgebiet liegt

    Kroatien: scheint toleriert zu sein

    Malta: dazu finde ich nix genaueres

  26. Servus Alex,
    ich habe gerade deinen Bericht übers Wildcampen gelesen.
    Ich übernachte selbst häufig im Wald und zwar nicht am Boden sondern weit oben zwischen den Bäumen in einem Baumzelt http://www.lebe-abenteuerlich.de
    Man hinterlässt in solch einem Zelt wirklich keinerlei Spuren und fühlt sich darüber hinaus in der Höhe auch noch sehr sicher und behütet.
    Und ganz klar ist wer sorgsam mit der Natur umgeht und keinen Müll usw. hinterlässt sollte auch keine Probleme bekommen.
    Wünsche dir weiterhin tolle Erlebnisse!
    Stay Wild
    Bernhard

  27. Hi,
    „gedulded“ ist eine Anschauungssache aus meiner Sicht. Es gibt nur die gesetzlich geregelten Begriffe die für jedes Land gelten, „toleriert“ oder „geduldet“ ist eher selten als Regelung zu finden, denn Duldung und Toleranz setzt voraus das Menschen das leben wovon sie reden oder sich von anderen Wünschen aber nicht geben wollen, wenn sie in Ihrer „zivilisierten Aufseherrolle“ stecken.

    In Island und Portugal ist jedenfalls wild campen Nicht erlaubt!

    Meine Erfahrung, was niemand weiss macht niemand heiss.
    Wenn ich die Gegend geniessen länger möchte, dann nehme ich einen ruhigen Campingplatz oder frage einen Bauern ob ich irgendwo auf seinem Gelände campen darf.
    Wenn ich auf durchreise bin, schlage ich mich ins Dickicht (ja, verstecken und NICHT am Superaussichtspunkt, denn wenn Du alles sehen kannst kann jeder auch Dich sehen!) mit einem dunklen Zelt, klein, keine Kuppel, wenn’s für länger sein muss (2 Nächte) abgedeckt mit umherliegenden Gestrüpp.
    Bei gutem Wetter reicht eine Zeltlose Übernachtung. Wenn man als „fahrender“ Reisender müde ist sieht einem das Keiner krumm.
    In jedem Fall: Kein Müll, Kein Kochen/Feuer – nur schlafen und weiter. Essen/Kochen kann man vorher an dafür vorgesehenen Plätzen. Nehmt ne Thermoskanne mit, wenn Ihr euer Teechen im Bett braucht.

    Strände sind tabu – weil als Party- und Drogenumschlag-plätze bekannt und von der Polizei bevorzugt überwacht. Zentrale Küstenplätze (Felsen) von diesen als Patrouillen Überwachungspunkt gerne genutzt.

    Feuer? Fällt aus beim wild campen, das ist meilenweit zu sehen und die meisten können einfach kein „dunkles“ Feuer machen. Im Sommer ist Feuer machen sowieso wirklich gefährlich. Die meisten grossen Waldbrände sind von arroganten Arschlöchern gezündet die „wissen was sie tun“ und dann glauben mit einem „uups, entschuldigung“ Klein-Mädchen Argument kämen sie davon. Das sind auch die, die daheim Ihre Autotüren in anderer Fahrzeuge rammen und verschwinden.

    Wer einmal ein solches Feuer erlebt hat (hunderte im Jahr) und/oder Besitzt, Freunde, Familie, Bekannte darin verloren hat, weiss wovon ich spreche.

    Outdoor-Fashion und wildcampen ist vollkommen überbewertet. „Hippe“ wild camper kann keine Wildsau gebrauchen. Bleibt auf dem Grill, Park- oder Campingplatz! Die Handvoll Robinsons, die es in alter Baumwollzeit schon gab, stören nicht. Heute aber glaubt jeder Postbeamte im gehobenen Dienst er wäre ein harter Robinson und der Planet gehöre ihm.

    Danke.

  28. Campen ist wirklich eine tolle Sache, wenn man Respekt gegenüber Land und Leuten hat. Leider nehmen es die meisten mit dem Respekt nicht so genau weshalb man sich immer wieder über Müll oder sonstiges auf den Bergen ärgern muss. Ich liebe das Campen, auch wenn es bei uns verboten ist, aber da ich deine Tipps auch anwende, hatte ich bis jetzt noch nie Probleme :)

    lg nadi von
    http://www.gaenzeveilchen.com

  29. Hello Alex
    I am coming to visit family in Hannover from Scotland.I have been wildcamping here for years but would like to visit the Harz to do some trails.How difficult is it to wild camp ?I saw in Video of the Harz that you wild camped,were all those camps outside of the national park ?.
    Anyway great videos,nice to see you have company for all your adventures.
    Regards
    Ricky.

  30. Hallo Ihr leiben, erst Tolle Artikel,hab jemand schon im Frankreich wild übernachtet ,ich würde es gerne machen aber ,es sah es ist verboten ,und es ist schon klar ich würde mit der Natur gut um gehen ;) und übringens ich bin im Schwarzwald und haben ein Hoff und hätten kein Problem wenn jemand Zelten würde , es ist aber richtig versteckt . Liebe Grüße María

  31. Hallo!
    Ich bin gerade seit einer Woche von Korsika zurück.
    Ich war mit 2 Freunden für 2 Wochen zum Wandern und Klettern unterwegs.
    Wir haben in diesen 2 Wochen bis auf 3 Nächte wild gecampt, teilweise mit Zelt, teilweise unter freiem Himmel.
    Der Reiseführer besagte, dass es strengstens verboten ist und sind dort auch überall Verbotsschilder aufgestellt.
    An einem Morgen, als wir gerade am Strand aus den Schlafsäcken gekrochen sind kamen zwei Polizisten und ich stellte mich innerlich schon auf leichten Ärger ein.
    Doch die Polizisten haben uns angelächelt, höflich gegrüsst und sind weitergelaufen.
    Ich denke einerseits lag es an der Nachsaison und andererseits, daß uns auch anzusehen war, dass wir am Strand schliefen als Naturerlebnis.
    Ich habe die Erfahrung gemacht ( auch in Frankreich), dass nach Ende des Sommers alles locker ist und kein Hahn mehr danach kräht, wenn man irgendwo campiert.
    Freundlich sein und zuvorkommend ist schon die 3/4 Miete.
    Genauso haben wir das vor ein paar Jahren auf Gran Canaria gehalten. Wir hatten noch nie Probleme. Natürlich muss man auch ein wenig Gespür an den Tag legen, ob der Schlafplatz passt.
    Grüsse, Kerstin

  32. Hallo es gibt ein guten Grund warum die Länder weiter im Süden das campieren am liebsten verbieten würden, entweder es ist zu dicht besiedelt es gibt kein Trinkwasser in der Gegend oder das Betroffene Land hat alles zum Naturschutzgebiet erklärt ja sowas gibt es der beste Klassiker vor allem in Deutschland und teils im Süden alle Natur plätze sind eingezäunt ich habe bei mir zu Hause eher das Problem das die Schönsten Plätze eingezäunt sind und es kein Wasser zu trinken gibt ich muss mit meinen Tieren von Hof zu Hof Wandern. An solche Situationen muss man vor Ort in den betroffenen Verbots Ländern auch denken und Rücksicht nehmen und dementsprechend sogar seine route Planen.

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