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Freeski in Engelberg 2014/15 | Tiefster Powder zum Jahreswechsel

Deep Powder Skiing and Freeski 2015 | GoPro HERO 4 Silver Edition SuperView

Kurz vor Weihnachten 2014 sah es in weiten Teilen der Alpen überhaupt nicht danach aus, dass man fürs Fest die ersten Schwünge am Hang ziehen könnte. Geschweige denn Freeriden zu gehen (Höchsten mit dem Mountain Bike). Auch im sonst so schneesicheren Engelberg lagen unterhalb von 1800 m nur winzige Teppiche aus künstlichem Weiß. 

Freeride Engelberg TitlisZum Glück überlegte es sich Frau Holle dann zum 25.12 doch noch anderes und ließ die Temperaturen sinken und das weiße Gold vom Himmel schneien. Und am Alpenhordhang sogar durchgehend für 4 Tage. Unser Hausmeister kam mit seiner Schneefräse kaum noch hinterher. Nach und nach verschwanden die Autos auf dem Parkplatz unter den Schneemassen und die Schlangen am Lift wurden deutlich länger. Die Basis im Back Country war aber leider nicht sehr ausgeprägt und an den ersten beiden Tagen war unter der Neuschneedecke die Steinzeit noch deutlich zu spüren.

Zwei Tage und 80 – 100cm Neuschnee später, war von Steinen aber kaum noch die Rede und perfekte Bedingungen fürs Freeriden waren geschaffen! Da der viele Schnee aber unter starkem Wind in Engelberg gefallen ist, musste man bei der Routenwahl aufgrund der Triebschneeansammlungen sehr vorsichtig sein.

Freeride Engelberg Titlis

Hatte man seinen Weg gefunden, brauchte man die wirklich breiten Latten um bei diesen Schneemenge überhaupt etwas an Fahrt aufnehmen zu können. War das geschafft, wurde man mit wundervollem Surf-Feeling und einer Menge Face-Shots belohnt! Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so viel frischen Powder unter die Bretter bekommen habe. In meinem kleinen Freeski Video Edit könnt ihr es euch anschauen. Viel Spaß! Es lohnt sich!

Musik:

Du kannst in Engelberg auch im Winter wandern gehen! Ich war dort kürzlich auf einer Schneeschuhtour unterwegs und es war wirklich genial!

Weiterführende Links:

Tiefschneefahren | 10 überlebenswichtige Regeln beim Freeriden

Tiefschneefahren wird mehr und mehr zum Trend der Wintersportgemeinde. Da viele Skigebiete besonders zu der Weihnachts- und Neujahrzeit überlaufen sind, suchen immer mehr Wintersportler die Abgeschiedenheit des Backcountry. 

Die Freiheit und das Gefühl als Erster fast schwerelos durch den unverspurten, frischen Powderhang zu gleiten ist unvergleichlich und kann durch nicht viel getoppt werden. Es gilt jedoch ein paar Grundregeln beim Tiefschneefahren einzuhalten. Denn viele Wintersportler stürzen sich gedankenlos ohne jede Sicherheitsausrüstung und ungeachtet der aktuellen Schnee- und Wetterverhältnisse in die Hänge abseits der markierten Pisten.

100%ige Sicherheit abseits der Piste kann euch niemand garantieren. Aber durch die Beachtung der wichtigsten Grundregeln kann das Risiko minimiert werden.

Grundregeln beim Tiefschneefahren

  • 1. Beim Tiefschneefahren brauchst du die Freeride Grundausrüstung. D.h.: Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), Lawinenschaufen, Lawinensonde, ein Erste-Hilfe-Set und natürlich ein Handy!
  • 2. Checke vor der ersten Abfahrt immer den aktuellen Lawinenlagebericht und verhalte dich entsprechend der Gefahrenstufe.
  • 3. Fahre nie allein! Falls dir im Hang etwas passiert oder Du beim Tiefschneefahren von einer Lawine verschüttet wirst, kann dir in den überlebenswichtigen ersten 15 Minuten sehr wahrscheinlich niemand helfen.
  • 4. Traue nicht den vorhandenen Spuren! Es gibt Beispiele bei denen nach dem 10ten Fahrer sich erst die Schneebrettlawine gelöst hat.
  • 5. Bei schlechten Sichtverhältnissen und ungünstigen Schneeverhältnissen aufs
    Tiefschneefahren verzichten.
    Ohne gute Sicht macht’s sowieso nur halb soviel Spaß und du siehst eventuell Felsen oder Spalten zu spät. Außerdem kann dir bei Nebel die Bergrettung auch nur sehr schwierig helfen.
Tiefschneefahren
Die Sichtverhältnisse bei der Tiefschnee-Abfahrt sollte immer gut sein!
  • 6. Achte immer auf mögliche Wetterumschwünge und plane das bei deiner Routenwahl mit ein!
  • 7. Befahrt Steilhänge immer einzeln oder haltet große Abstände ein. Das gleiche gilt natürlich auch beim Aufstieg von Steilhängen.
  • 8. Benutze gute AusrüstungDeine gesamte Skiausrüstung muss funktionell  und fürs Freeriden geeignet sein.
  • 9. Kenne deine AusrüstungDie beste Ausrüstung nützt nichts, wenn man nicht damit umgehen kann. Das gilt besonders für LVS, Schaufel und Sonde! Deswegen ist es notwendig, dass du regelmäßig den Umgang mit deiner Lawinen- und Notfall Ausrüstung übst. Nur so kannst Du im Ernstfall richtig und sicher reagieren. In vielen Skigebieten gibt es LVS-Trainingscenter, an denen der korrekte Umgang mit dem Lawinenverschüttensuchgerät geübt werden kann.
  • 10. Beachte die Wild- und Wildschutzzonen! Auch wenn manche Hänge noch so verlockend aussehen, Wild- und Wildschutzzonen sollten definitiv gemieden werden. Ein Nichtbeachten hat nicht nur eine Schädigung von Flora und Fauna zur Folge, sondern wird oft auch mit empfindlichen Geldbußen bestraft.

Tiefschneefahren

Literatur zu dem Thema Tiefschneefahren:

  • In Werner Munters 3×3 Lawinen steht nicht mehr die Rettung von Lawinenverschütteten im Zentrum, sondern die Prävention von Lawinen, also die Frage: to go or not to go? – Sehr gute und ausführliche Lektüre vom “Guru” der Lawinenkunde.
  • Der Powder Guide: Lawinen: Risiko-Check für Freerider erstellt auf Basis von Werner Munters 3×3 Filter- und der Reduktionsmethode ein Risikomanagement fürs Tiefschneefahren. – Gute Ergänzung zum Buch von Werner Munter, erklärt die Zusammenhänge im Vergleich etwas einfacher und verständlicher. Für Einsteiger gut geeignet.
[sc:pr-freeski ]

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