Category: Tourenberichte

Nebelwanderung ins Siebengebirge

von // 20-März-2016 // 0 Kommentare
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Tourenbericht Wanderung Siebengebirge

Man kann sich das Wetter nicht aussuchen. Anderthalb Wochen lang war das Wetter im Rheinland ungewöhnlich schön und für die ersten Wanderungen im Jahr bestens geeignet.

Diesen Anschein machte auch das Wetter gestern wieder. Zum Wochen Ausklag geht es auf eine knapp 16 km lange Rundtour ins nah gelegene Siebengebirge. Über den Bittweg geht es hinauf zum Petersberg und anschließend über Abschnitte des Rheinsteigs zum Großen Ölberg. Nach der Margarethenhöhe, dem Geisberg und Schallenberg geht es wieder zurück ins Rheintal nach Königswinter.

Da wir schon öfters im Siebengebirge wandern waren, fiel die Wahl auf diese, uns unbekannte Tour.

Zum Start unserer Tageswanderung schiebt sich die Sonne noch tapfer durch den morgentlichen Nebel und erwärmt schnell die kalte Luft. Nach den ersten Höhenmetern blicken wir zurück nach Süden und sehen die milchigen Silhouetten der Burgruine und des Schloss Drachenburg im Morgenlicht. Eine tolle Szenerie!

Wanderung Siebengebirge Großer Ölberg

Wir folgen dem Bittweg bergauf in Richtung des Petersberges. Zu dieser frühen Stunde an einem Freitag Morgen sind wir die einzigen Wanderer weit und breit und genießen das vielfältige Vogelgezwitscher im dichten Wald. Überall sind schon die ersten kleinen Knospen an Bäumen und Sträuchern zu erkennen.

Der Frühling kann es anscheinend gar nicht mehr erwarten auszubrechen. Ganz nach meinem Geschmack!

Immer wieder ziehen Nebelschwaden scheinbar aus dem Nichts herauf und erzeugen eine mystische Situation nach der Nächsten.

Wanderung Siebengebirge Großer Ölberg

Nebel am Petersberg

So Allmählich kann sich die Sonne aber nicht mehr gegen den Nebel durchsetzten und verschwindet fast gänzlich vom Himmel. Als wir oben am Petersberg ankommen gleicht die Aussicht in die Ferne eher einer kahlen Raufasertapete. Mit Fernsicht auf die umliegenden Gipfel und bis in die Eifel wird das heute wohl leider nix…

Etwas gutes hat die Wetterverschlechterung aber dennoch: Wir bewegen uns den ganzen Tag auf menschenleeren Wegen.

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Vorbei am Grandhotel auf dem Petersberg geht es nun über einfach Wege etwas hinab, schon bald aber wieder bergauf durch blätterlosen Laubwald zum Nonnenstromberg. Auch hier hat sich der Nebel komplett durchgesetzt und die Sicht wird mit jeder Minute schlechter. Man kann die Schwaden vom Tal hinaufziehen sehen und wie sie lautlos durch die Bäume wabern.

Wanderung Siebengebirge Großer Ölberg

Nach dem Abstieg vom Nonnenstromberg geht es vorbei am Einkehrhaus Waldmannsruh und langsam hinauf in Richtung Großer Ölberg. Dieser ist mit 460 Metern die höchste Erhebung im Siebengebirge. Nach den letzten Metern des steileren Aufstiegs, machen wir es uns hinter der Terrasse des Gasthauses auf ein paar Felsen gemütlich und legen unsere Mittagspause ein.

Doch auch auf dem Gipfel des großen Ölbergs ist keine Verbesserung der Sicht in Sicht…

Eine interessante Stimmung herrscht hier dennoch. Leider zieht nach einer Weile eisiger Wind auf und die dünnen Handschuhe haben Mühe meine Hände warm zu halten. Glücklicherweise schafft das Feuer meines Dosenkochers etwas Abhilfe und produziert gleichzeitig ein heißes Mittagessen im ultraleichten Titan Topf.

Wanderung Siebengebirge Großer Ölberg
Die Aussicht auf dem großen Ölberg ließ leider zu Wünschen übrig

Nach der Pause packen wir verfroren unsere Sachen zusammen und machen uns an den Abstieg vom Ölberg. Über die nicht sonderlich schöne und verkehrsreiche Magarethenhöhe wandern wir auf einem breiten Schotterweg unterhalb eines alten Hauses vorbei. Das Alleinstehende Gemäuer ist ebenfalls umringt von Nebelschwaden und würde sich in dieser Gestalt perfekt als Kulisse für jeden Horrorfilm anbieten.

Wanderung Siebengebirge Großer Ölberg

Einige Zeit später erreichen wir wieder den Rheinsteig und wandern auf ihm über einen schmalen Pfad hinauf zum Geisberg. Dort oben steht ein kleiner Unterstand, von welchem wir zum ersten Mal an diesem Tag eine Aussicht haben, die weiter als 20 Meter reicht.

Rechterhand ist der Drachenfels mit der verfallenen Burgruine zu erkennen und weiter in der Ferne der Rhein und das kleine Städtchen Rhöndorf. Als wir letztes Jahr im Spätsommer im Siebengebirge wandern waren, war die Aussicht von hier deutlich eindrucksvoller.

Aber auch so sind wir froh an diesem Tag wenigstens ein bisschen Fernsicht genießen zu können!

Wanderung Siebengebirge Großer Ölberg Drachenfels
Aussicht auf die Burgruine am Drachenfels

Dem Rheinsteig weiter folgend, erreichen wir nach circa 2 Kilometern eine Weggabelung und erblicken linkerhand das eindrucksvolle Schloss Drachenburg. Das 1882 erbaute Anweisen thront hoch über dem Rhein und zeigt sich uns in seiner vollen Pracht.

Das schwachen Sonnenlicht hinter dem Schloss, erzeugt am Nachmittag eine tolle Silhouette in der Landschaft. Wir nehmen einen kleinen Umweg in Kauf, um einige Fotos der fantastischen Kulisse zu schießen.

Wanderung Siebengebirge Schloss Drachenburg Schloss Drachenburg Wanderung Siebengebirge Großer Ölberg

Die restlichen 2 Kilometer legen wir auf einfachen und breiten Waldwegen zurück und erkunden dabei noch 2 kleine Höhlen. Den 16.ten und somit letzen Kilometer beenden wir direkt am Bahnhof von Königswinter.

Infos zur Tageswanderung im Siebengebirge

Die Route der Tour habe ich mir spontan bei OutdoorActive selbst zusammengeklickt. In der nachfolgende Karte kannst Du dir den Routenverlauf und das Höhenprofil anschauen.

Wanderung Siebengebirge Karte

Mehr erfahren ›

Die Orientierung fällt im Siebengebirge aufgrund der gut ausgeschilderten Wanderwege sehr leicht und Einkehrmöglichkeiten gibt es am Wegesrand auch häufiger. An schönen Wochenendtagen kann es aber relativ voll an den bekannten Aussichtspunkten wie dem Drachenfels oder der Löwenburg werden.  Daher versuche ich diese Tage zu meiden und unter der Woche im Siebengebirge wandern zu gehen.

Meine nächste Frühlingswanderung hat mich kürzlich zum ersten Mal auf den Moselsteig geführt. In diesem Artikel findest Du meinen Wanderbericht dazu und ausführliche Infos zu dem recht neuen und 365km langen Fernwanderweg.

Warst Du schon im Siebengebirge wandern? Wo hat dich deine erste Wanderung dieses Jahr hingeführt?

 

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Über Alex

Ich bin Alex. Und immer dann am glücklichsten, wenn der Rucksack wieder gepackt ist, ich alles lebensnotwendige auf meinem Rücken trage und auf Trekking- oder Wandertour gehe. Ich bin chronisch neugierig, interessiere mich für fast alle Arten von Outdoor-Ausrüstung und generell jeder Art von Outdoor-Tipps. Und das was ich dabei so alles lerne, möchte ich mit Dir hier auf BergReif teilen!

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