Category: GoPro Tipps

GoPro Fotos – 6 Tipps für bessere Bilder mit der kleinen Action Cam

von // 03-November-2015 // 0 Kommentare
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Es ist schon etwas her, seid ich den letzten Artikel in der Kategorie GoPro Tipps veröffentlicht habe…Man könnte fast meinen, dass ich das Interesse an der kleinen Action Kamera verloren hätte. Aber das Gegenteil ist der Fall. 

Erst auf unserer letzten großen Hüttentour auf dem Stubaier Höhenweg war sie quasi im Dauerbetrieb und ich habe fleißig Aufnahmen und Fotos für das kürzlich veröffentlichte Video gemacht. Nachdem der Film online ist, habe ich also auch wieder mehr Zeit, um Dir wieder ein paar Tipps für deine Action Kamera mit auf den Weg zu geben. Heute geht es dabei um GoPro Fotos.

Ein eher ungewöhnliches und selten beachtetes Thema, da GoPro für die meisten Anwender eher für action- und bewegungsgeladene Filmaufnahmen steht. Aber ja, die kleine Video-Kamera kann neben qualitativ hochwertigen Videos auch Standbilder knipsen. Und die können sich wirklich sehen lassen. In diesem Artikel zeige ich Dir daher, wie Du diese GoPro Fotos am besten entstehen lässt und was du speziell bei der Action-Kamera beachten solltest.

GoPro Fotos: Allgemeine Tipps

Wenn Du generell gute Fotos schießen möchtest, die dem Betrachter im Gedächtnis bleiben sollen, dann gibt es ein paar elementare Tipps die Du beachten kannst. Diese habe ich in einem früheren Artikel einmal ausführlicher zusammengefasst. Dort findest Du allgemeine Tipps bezüglich der Komposition und Ausrichtung von interessanten Bildern, die natürlich auch für alle Arten von GoPro Fotos gelten. Hier soll es aber mehr um spezifische Hinweise zur Handhabung der kleinen Action Kamera bei Standbildern gehen.

Aber warum macht es denn überhaupt Sinn mit seiner Action Kamera Fotos zu schießen?

Durch die kompakte Bauweise der GoPro, kannst Du verschiedenste Kamerapositionen und-winkel erreichen, die mit einer herkömmlichen Kamera nicht möglich sind. Außerdem ist sie wasserdicht und kann dadurch auch bedenkenlos unterwasser oder im Schnee verwendet werden. Der Einsatzbereich dieser Minicamcorder ist also deutlich vielfältiger als mit den handelsüblichen Knipsen.

GoPro Fotos: Die Einstellungen

Jetzt ist es sicherlich für den ein oder anderen von Interesse, welche verschiedenen Fotomodi die GoPro denn bietet und wie sie erreicht werden können. Fangen wir mit den einfachsten und standardmäßig eingestellten Modus an:

  1. Einzelaufnahme – Macht, wie der Name schon suggeriert, nach Betätigen des Auslösers ein Einzelbild. Die Aufnahme ist immer um knapp eine Sekunde verzögert.
  2. Timelapse-Modus – Macht kontinuierlich Fotos in einem vorher eingestellten Zeitabstand. Zum Beispiel alle 2 Sekunden ein Foto. Die Fotos werden solange geschossen, bis Du die Aufnahmen manuell wieder beendest. Der kürzeste Zeitabstand ist 0.5 Sekunden.
  3. Burst-Modus – Macht eine feste Anzahl an Bildern in einer einstellbaren Zeit. Zum Beispiel 30 Bilder in 3 Sekunden, oder 30 Bilder in 1 Sekunde, oder 10 Bilder in 3 Sekunden etc..

Die folgenden Tipps gelten generell für alle GoPro Kameras, aber einige davon sind nur mit den neuen Modellen umzusetzten (ab GoPro HERO 3/ 3+ Black). Mit der neuen GoPro Hero 4 Session kannst Du die meisten Tipps natürlich auch umsetzen. Meinen ausführlichen Testbericht zur GoPro Hero 4 Silver findest Du Hier!

GoPro Fotos Tipp 1: Ungewöhnliche Perspektiven nutzen

Wie schon erwähnt, können durch die kompakte Bauweise der GoPro sehr interessante Perspektiven erreicht werden, die deine Fotos sehr abwechslungsreich werden lassen. Bei der Umsetzung sind deiner Phantasie keine Grenzen gesetzt. Das einfachste dabei ist, wenn Du die Kamera ganz tief oder sehr hoch für ein Foto positionierst. Durch die weitwinklige Brennweite der GoPro sind von der Umgebung viel mehr Details und Gegenstände zu sehen, die normalen Kameras sonst verborgen bleiben. Wichtig ist dabei, dass Du mit der Linse nah an das Objekt herangehst. Denn durch den Weitwinkel würde es sonst zu klein erscheinen.

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Ein Foto mit der GoPro aus einer sehr tiefen Position – 12 MP/ Einzelbild

Ich bin der Meinung, dass die kleine Action Kamera ihr Potential erst richtig entfaltet, wenn Teile unseres Körpers auf den Fotos zu sehen sind. Das gibt den Bildern etwas sehr aktives und dynamischen, da diese wie ein Abbild unseres Sichtfeldes bzw. wie ein Foto aus der Sicht unserer Augen wirken.

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Und diese Bilder aus der Ego-Perspektive lassen sich am Besten mit dem GoPro Mouth Mount* machen. Ja Du hast richtig gelesen. Eine GoPro Halterung die in den Mund kommt! Klingt komisch, funktioniert aber überraschend gut. HIER* kannst Du dir diese ungewöhnliche Halterung einmal genauer anschauen. Es ist anzumerken, dass sie aber aus Sicherheitsgründen besser nicht bei sehr schnellen Sportarten zum Einsatz kommt.

GoPro Fotos Tipp 2: Video Screenshot

GoPro Fotos müssen nicht zwingen nur in den separaten Foto-Modi der Kamera erstellt werden. Du kannst auch nachträglich aus einem gedrehten Video an einer beliebigen Stelle ein Screenshot machen. Am einfachsten gelingt das mit dem kostenlosen Videoplayer von VLC. Öffne einfach ein GoPro Video mit dem Player, pausiere es an der gewünschten Stelle, klicke auf den Reiter „Video“ und wähle dort die Option „Videoschnappschuss machen“ aus. Und schon speichert der VLC Player ein Standbild aus deinem Video in dein Bilderordner ab.

Der Vorteil ist, dass Du exakt zu der Stelle im Video navigieren kannst, die Dir am besten gefällt. Und die Qualität kann sich wirklich sehen lassen! Das folgende Bild ist ein Screenshot aus diesem Video hier. Aufgenommen wurde der Clip in 1080p (1920 x 1080 Pixel) mit 60fps.

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Bei dieser Variante empfiehlt es sich, die höchste mögliche Videoauflösung zu verwenden, die die GoPro zur Verfügung stellt. Denn so erhältst Du trotz Screenshot ein knackscharfes Foto. Ich verwende daher typischerweise die 2.7k Auflösung. Besser für die Schärfe wäre natürlich die 4k Auflösung, aber da ist mir der Speicherverbrauch persönlich zu hoch.

GoPro Fotos Tipp 3: Der Burst-Modus

Im Burst-Modus schießt die Kamera in sehr kurzer Zeit bis zu 30 Bilder. Wenn Ihr die 30/3s Variante gewählt habt, dann erhaltet ihr 30 Bilder von einem 3 Sekunden langen Ereignis. Damit eignet sich der Burst-Modus am besten für actionreiche und schnelle Szenen, in denen ihr nur sehr wenig Zeit habt das perfekte Foto zu schießen. Aber in den 30 Bilder die dann in der kurzen Zeitspanne auf die SD Karte gebrannt werden, wird sicherlich das ein oder andere Foto dabei sein was genial aussieht.

Beispielhaft sind das irgendwelche Jumps oder Tricks die Du von Dir oder deinen Freunden festhalten willst. Dabei spielt es natürlich keine Rolle, ob Du Freeskier, Mountainbiker, Surfer oder Motorradfahrer bist. Sehr cool sieht es außerdem aus, wenn Du einen ganz normalen Sprung von Dir mit dem Burst-Modus fotografierst. Wenn Du so den richtigen Moment erwischst, dann erzeugt das die Illusion, als ob Du schweben würdest. So wie Martin Steinbach das auf dem unten gezeigten Bild geschafft hat.

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Der Burst-Modus im Einsatz – Quelle: GoPro.com
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Ein Wunder!! – Foto: Martin Steinbach – Quelle: GoPro.com

Für einen Lucky Shot stell die Kamera einfach mal auf den 30/3s Modus und wirf sie nach dem Drücken des Auslöser einfach in die Luft. (Fang sie natürlich auch wieder auf!) Die dabei entstehenden Bilder sind sicherlich sehr interessant und vielleicht hast Du den ein oder anderen Glücksfall dabei!

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GoPro Fotos Tipp 4: Der Timelapse Modus

Der Timelapse-Modus eignet sich im Gegensatz zum Burst-Modus eher für weniger schnelle Ereignisse. Dort könnt ihr den Zeitabstand von 0.5 Sekunden auf bis zu 60 Sekunden Abstand zwischen ein Einzelbildern erhöhen. Dadurch ist der Timelapse-Modus – wie sein Name schon andeutet – am besten für GoPro Zeitraffer Aufnahmen geeignet. Vor einiger Zeit habe ich dazu einen ausführlichen Artikel geschrieben, auf den ich hiermit verweise.

Dort findest Du eine ausführliche Anleitung wie Du eine tolle Zeitraffer Aufnahme erstellen kannst! So wie diese:

GoPro Fotos Tipp 5: Selbstauslöser Aufnahmen

Neben Zeitraffer Aufnahmen, kannst Du mit dem Timelapse Modus aber auch hervorragend Selbstauslöser Aufnahmen erstellt. Dazu habe ich den Timelapse Modus entweder auf 2 oder 5 Sekunden eingestellt, die Kamera ausgerichtet und die Aufnahme gestartet. Jetzt hast Du Zeit dich so vor der GoPro zu positionieren wie es Dir beliebt. Die Kamera wird solange Fotos ausnehmen, bis Du die Aufnahme wieder beendest.

Ich nutze diese Einstellung sehr häufig für unserer Bergtouren. Das Ergebnis sind das oft Aufnahmen wie die beiden folgenden:

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Bei unserer Wanderung auf dem Stubaier Höhenweg!
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Es lohnt sich manchmal früh aufzustehen!

Die Qualität der GoPro Fotos direkt aus der Kamera sind schon sehr gut. Ich bearbeitet sich aber dennoch leicht in Lightroom, um noch mehr aus Ihnen rauszuholen. Um nachträglich auch den Bildausschnitt noch etwas anpassen zu können, schieße ich alle Bilder im Wide-Format und mit 12 Megapixel. So kann ich störende Bildelement am Rand nachher noch „rauscropen“.

GoPro Fotos Tipp 6: Unter Wasser

Das besondere an der GoPro ist unter anderem, dass sie bis zu einer Wassertiefe von 40 m dicht ist. Somit kannst du in einem klaren Bergsee oder im türkisen Meer tolle Unterwasseraufnahmen machen. Das Wasser sollte möglichst klar sein und Du mit der Linse nah an dein Motiv herangehen.

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Besonders interessant sind die Unterwasseraufnahmen, wenn man sie mit Überwasseraufnahmen kombiniert. Klingt erstmal komisch, aber wenn Du erstmal ein Foto davon siehst, dann weißt Du was ich meine. Mit dem Zubehör „Dome“ für die GoPro*, kannst Du die Unterwasser- und Überwasserwelt gleichermaßen auf ein Bild bekommen. Im folgenden Foto kannst Du dieses Effekt sehr gut sehen:

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Quelle: rafahansen.com

Bonustipp: Selfies

Jeder kennt sie und jeder hat sie sicherlich auch schon einige Mal selbst gemacht – Selfies! Über ihren sinnvollen Einsatz darf sicherlich gestritten werden, aber um sie zu produzieren eignet sich die GoPro wie keine andere Kamera! Durch ihre Ultraweitwinkel-Linse ist selbst bei Aufnahmen mit mehreren Person jedes Gesicht (und Körper) sicher auf dem Foto. In den Bergen oder generell bei Landschaftsaufnahmen, bekommst Du dadurch viel mehr von deiner Umgebung mit auf das Bild. Wie auf diesem Bild von mir auf meiner Wanderung zur Rugghubelhütte in Engelberg in diesem Sommer (2015).

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Fazit:

Wer die GoPro nur als reine Videokamera einsetzt, bekommt tolle Filmaufnahmen, verschenkt aber auch einiges an Potential. Denn trotz ihrer kleinen Größe macht sie auch erstaunlich gute Standbilder. Mit der aktuellen höchsten Auflösung von 12 MP hat man selbst bei der Bildbearbeitung und dem späteren Ausdrucken noch einiges an Reserven. Wenn Du also noch keine Bilder mit deiner Action Cam geknipst hast, dann probier es aus!

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Über Alex

Ich bin Alex. Und immer dann am glücklichsten, wenn der Rucksack wieder gepackt ist, ich alles lebensnotwendige auf meinem Rücken trage und auf Trekking- oder Wandertour gehe. Ich bin chronisch neugierig, interessiere mich für fast alle Arten von Outdoor-Ausrüstung und generell jeder Art von Outdoor-Tipps. Und das was ich dabei so alles lerne, möchte ich mit Dir hier auf BergReif teilen!

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