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Tiefschneefahren | 10 überlebenswichtige Regeln beim Freeriden

Tiefschneefahren wird mehr und mehr zum Trend der Wintersportgemeinde. Da viele Skigebiete besonders zu der Weihnachts- und Neujahrzeit überlaufen sind, suchen immer mehr Wintersportler die Abgeschiedenheit des Backcountry. 

Die Freiheit und das Gefühl als Erster fast schwerelos durch den unverspurten, frischen Powderhang zu gleiten ist unvergleichlich und kann durch nicht viel getoppt werden. Es gilt jedoch ein paar Grundregeln beim Tiefschneefahren einzuhalten. Denn viele Wintersportler stürzen sich gedankenlos ohne jede Sicherheitsausrüstung und ungeachtet der aktuellen Schnee- und Wetterverhältnisse in die Hänge abseits der markierten Pisten.

100%ige Sicherheit abseits der Piste kann euch niemand garantieren. Aber durch die Beachtung der wichtigsten Grundregeln kann das Risiko minimiert werden.

Grundregeln beim Tiefschneefahren

  • 1. Beim Tiefschneefahren brauchst du die Freeride Grundausrüstung. D.h.: Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), Lawinenschaufen, Lawinensonde, ein Erste-Hilfe-Set und natürlich ein Handy!
  • 2. Checke vor der ersten Abfahrt immer den aktuellen Lawinenlagebericht und verhalte dich entsprechend der Gefahrenstufe.
  • 3. Fahre nie allein! Falls dir im Hang etwas passiert oder Du beim Tiefschneefahren von einer Lawine verschüttet wirst, kann dir in den überlebenswichtigen ersten 15 Minuten sehr wahrscheinlich niemand helfen.
  • 4. Traue nicht den vorhandenen Spuren! Es gibt Beispiele bei denen nach dem 10ten Fahrer sich erst die Schneebrettlawine gelöst hat.
  • 5. Bei schlechten Sichtverhältnissen und ungünstigen Schneeverhältnissen aufs
    Tiefschneefahren verzichten.
    Ohne gute Sicht macht’s sowieso nur halb soviel Spaß und du siehst eventuell Felsen oder Spalten zu spät. Außerdem kann dir bei Nebel die Bergrettung auch nur sehr schwierig helfen.
Tiefschneefahren
Die Sichtverhältnisse bei der Tiefschnee-Abfahrt sollte immer gut sein!
  • 6. Achte immer auf mögliche Wetterumschwünge und plane das bei deiner Routenwahl mit ein!
  • 7. Befahrt Steilhänge immer einzeln oder haltet große Abstände ein. Das gleiche gilt natürlich auch beim Aufstieg von Steilhängen.
  • 8. Benutze gute AusrüstungDeine gesamte Skiausrüstung muss funktionell  und fürs Freeriden geeignet sein.
  • 9. Kenne deine AusrüstungDie beste Ausrüstung nützt nichts, wenn man nicht damit umgehen kann. Das gilt besonders für LVS, Schaufel und Sonde! Deswegen ist es notwendig, dass du regelmäßig den Umgang mit deiner Lawinen- und Notfall Ausrüstung übst. Nur so kannst Du im Ernstfall richtig und sicher reagieren. In vielen Skigebieten gibt es LVS-Trainingscenter, an denen der korrekte Umgang mit dem Lawinenverschüttensuchgerät geübt werden kann.
  • 10. Beachte die Wild- und Wildschutzzonen! Auch wenn manche Hänge noch so verlockend aussehen, Wild- und Wildschutzzonen sollten definitiv gemieden werden. Ein Nichtbeachten hat nicht nur eine Schädigung von Flora und Fauna zur Folge, sondern wird oft auch mit empfindlichen Geldbußen bestraft.

Tiefschneefahren

Literatur zu dem Thema Tiefschneefahren:

  • In Werner Munters 3×3 Lawinen steht nicht mehr die Rettung von Lawinenverschütteten im Zentrum, sondern die Prävention von Lawinen, also die Frage: to go or not to go? – Sehr gute und ausführliche Lektüre vom “Guru” der Lawinenkunde.
  • Der Powder Guide: Lawinen: Risiko-Check für Freerider erstellt auf Basis von Werner Munters 3×3 Filter- und der Reduktionsmethode ein Risikomanagement fürs Tiefschneefahren. – Gute Ergänzung zum Buch von Werner Munter, erklärt die Zusammenhänge im Vergleich etwas einfacher und verständlicher. Für Einsteiger gut geeignet.
[sc:pr-freeski ]

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