Update des MYOG Rucksack

03. April 2017   //   11 Kommentare
MYOG Rucksack X-Pac

Das  letzte Mal, als ich Dir von meinem selbst genähten Ultraleichtrucksack berichtete habe, war ich mir sicher: Das ist er! Das ist das Exemplar, was ich mindestens 2000 Kilometer über die Alpen tragen möchte. Nun ja… Er war es nicht ganz. Einige Verbesserungen sind mir dann doch nicht mehr aus dem Kopf gegangen und wollten umgesetzt werden.

Jetzt wo dies geschehen ist, möchte ich Dir die Anpassungen hier kurz vorstellen.

Update des MYOG Rucksack

Korpus komplett aus wasserdichtem Material

Nun besteht der gesamte Hauptkörper des Rucksack aus dem wasserdichten Rucksack-Laminat X-Pac. Vorher habe ich mangels Materialverfügbarkeit für den Rücken und Boden des Packs auf DxG oder 420D Cordura zurückgegriffen. Da das VX21 X-Pac aber seit kurzem bei Extremtextil zum Standard-Sortiment gehört, habe ich lieber darauf zurück gegriffen. Und zwar die schicke schwarze Variante davon.

Jetzt ist der Backpack noch besser gegen Regen und Wasser geschützt. Da der Extension-Collar aus einem wasserdichten 70D Ripstop besteht, kann nur noch über die Nähte Wasser ins Innere dringen. Aber die Baumwoll-Ummantelung des Nähgarns saugt sich bei Kontakt mit Feuchtigkeit voll, dehnt sich dadurch aus und verschließt die Einstichlöcher. Keine 100%-ige Wasserdichtigkeit, aber sehr sehr wasserabweisend.

MYOG Rucksack X-Pac
Der (fast) wasserdichte Rucksack

MYOG Rucksack gekürzt

Die Front-, Rücken- und Seitenteile haben den Sommerschnitt bekommen. Um circa 5 Zentimeter sind sie in der Höhe geschrumpft. Ebenso die Fronttasche, welche 10 Zentimeter an Material lassen musste. Das hat den Vorteil, dass sich der Rucksack in halbleerem Zustand besser komprimieren lässt. X-Pac lässt sich für meinen Geschmack nämlich nicht besonders gut einrollen. 70D Ripstop Nylon hingegen schon, welches außerdem deutlich leichter als X-Pac ist.

Die Fronttasche ist trotzdem noch groß genug, um Tarp Zelt und nassen Regenklamotten Platz zu bieten. Zusätzlich sitzt die Schlaufe für den Quergurt nun am oberen Ende der Fronttasche. So lässt sich der Inhalt der Tasche besser gegen das Herausfallen sichern und komprimieren. Dabei wurde auch gleich die Breite des Bands von 15 auf 30 mm erhöht.

MYOG Rucksack X-Pac
Links der neue MYOG Rucksack, rechts sein Vorgänger

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Back in Black

Aus rein kosmetischen Gründen sind die Seitenteile aus X-Pac nun ebenfalls ganz in Schwarz. In Kombination mit gelben elastischen Schnüren sieht das für meinen Geschmack ziemlich schick aus. Das einzige Hauptteil, welches nun noch gelb ist, ist die Front des Rucksacks. Ein bisschen weniger knallig, aber trotzdem noch ein paar Farbkleckse.

Hüftgurt und Loadlifters

Die schwere Hüftgurtschnalle ist einem leichteren Exemplar gewichen. Das hat fast 10 Gramm an Gewicht eingespart. Zudem werden die Hüftgurtflossen nicht mehr über 2 15 mm Bänder am Rucksack befestigt. Sondern nur noch mit einem 40 mm breiten Gurtband. Dadurch lässt sich der Hüftgurt fester anziehen und bequemer tragen.

Da die X-Pac Teile kürzer geworden sind, gab es keine sinnvolle Befestigung mehr für die Lastenverstellriemen. Jedenfalls für meine lange Rückenlänge. Also habe ich sie gestrichen. Und bis jetzt mit keinem Verlust an Tragekomfort.

War es das wirklich?

Erst einmal ja. Denn aus akutem Zeitmangel habe ich leider keine Zeit ein weiteres Exemplar zu nähen. Und da mir (bis jetzt) keine weiteren Verbesserungen einfallen, ist das auch gar nicht schlimm. Aber auf der kommenden Alpendurchquerung habe ich genügend Zeit, um ihn auf Herz und Nieren zu testen.

Übrigens: Inklusive der Hüftflossen wiegt der neue Rucksack 435 Gramm. Das sind ungefähr 40 Gramm weniger als sein Vorgänger. Kein gigantischer Unterschied, aber die meisten Veränderungen waren auch nicht gewichtstechnisch motiviert.

Version in Rot

Neben meiner gelben Version, habe ich auch ein rotes Exemplar für meine Freundin genäht. Die beiden Rucksäcke sind bis auf die Farben fast identisch. Ihr Modell hat jedoch zwei Lastenverstellriemen und die Schultergurte sind gemäß ihrer Rückenlänge weiter unten befestigt. Ansonsten haben beide Rucksäcke aber die gleichen Abmessungen, Volumina und Ausstattungsmerkmale.

Was hältst Du von den Verbesserungen am MYOG Rucksack?
Wie sieht dein idealer Rucksack aus?

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Wer schreibt hier?

Ich bin Alex. Im Sommer 2014 habe ich meine 7 Sachen gepackt und bin auf der Suche nach einer Auszeit auf dem Traumpfad von München nach Venedig über die Alpen gewandert. Nach diesen 34 Tagen waren die Berge und das (Fern-)Wandern einfach nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken. Heute bin ich immer dann am glücklichsten, wenn der Rucksack gepackt ist und ich wieder auf Tour gehe. Ich bin chronisch neugierig, interessiere mich für fast alle Arten von Outdoor-Ausrüstung und Outdoor-Tipps. Und das was ich dabei so alles lerne, möchte ich mit Dir hier auf BergReif teilen!

11 Kommentare

    1. Hi Joe,

      danke für dein schönes Feedback!
      Nach der großen Wanderung würde ich gerne etwas mehr aus der Rucksack-Näh-Leidenschaft machen. Wie genau das „etwas mehr“ aussieht, weiß ich aber leider noch nicht im Detail. Daher lasse ich mir auf der Wanderung ein paar Monate Bedenkzeit :)

      LG Alex

  1. Hallo Alex, dieser Rucksack ist der Knaller!!

    Cooles Teil, du solltest damit einen kleinen Direktvertrieb aufbauen :)
    Eine Nähgruppe zur Unterstützung wird sich sicher finden lassen.

    Dann gäbe es nicht nur maßgeschneiderte Schuhe im Internet, sondern auch maßgeschneiderte Rucksäcke.

    Super Sache :)

    1. Hi Angela,

      das Funktionsjersey hat die 1800 km gut überstanden. Es hat ein paar kleinere Löcher, aber nichts dramatisches. Würde sicher noch weitere 1800km halten :)

      LG Alex

  2. Hallo zusammen,

    ich kann mich den anderen nur anschließen! Toller Rucksack, insgesamt einfach eine tolle Seite!
    Auch ich würde mich über Schnittmuster und Anleitungen freuen! Finde es schön, dass die MYOG-Community wächst.

    Viele Grüße aus dem Schwarzwald!

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