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4 Gründe warum ich meine DSLR gegen eine Systemkamera getauscht habe

von // 24-März-2016 // 10 Kommentare
Systemkamera vs Spiegelreflex Sony A6000

Systemkamera vs Spiegelreflex

„Die beste Kamera ist immer die, die man dabei hat!“

Obwohl sich bei meiner Trekking- und Wanderausrüstung jeder Gegenstand erst auf der Waage beweisen muss, bevor er in den Rucksack kommt, habe ich immer circa 1kg an Kameraausrüstung mit mir herumgetragen. Ich wollte bei den Wandertouren einfach nicht auf die gute Bildqualität meiner DSLR* verzichten. Wenigstens immer die Möglichkeit haben, von besonders gelungenen Aufnahmen einen Abzug in Postergröße erstellen zu können.

Der Wunsch nach einer leichteren Kamera war aber stets da. Und so bin ich dann nach einigen, nicht zufriedenstellenden Tests von Kompaktkameras auf die Kategorie Systemkamera gestoßen. Wechselobjektive, APS-C-Sensor und trotzdem deutlich kompakter und leichter.

Klingt nach einer sinnvollen Alternative!

Daher überwand ich mich und verkaufte meine stets treue DSLR mit allen Objektiven und Zubehör. Sony blieb ich jedoch treu und entschied mich für die nur noch 451g leichte Sony A6000*. Seid knapp 7 Wochen habe ich das gute Stück nun im Gebrauch und es drängten sich mir so einige Fragen auf:

  • Eignet Sie sich als Outdoor Kamera in den Bergen?
  • Ist es nicht eher ein Rückschritt von der DSLR in Sachen Bildqualität?
  • Worauf muss ich verzichten?

In diesem kleinen Vergleich möchte ich Dir  zeigen, warum es sich für mich gelohnt hat, beim Wandern oder Trekking eine leichtere Systemkamera anstatt der schweren Spiegelreflexkamera mitzunehmen.

Systemkamera vs Spiegelreflex: 4 Gründe fürs System

1. Eine Systemkamera ist leichter

451 Gramm stehen 980 Gramm gegenüber. Selbst wenn man nur die Gehäuse der beiden Kameras vergleicht, ist der Gewichtsunterschied enorm. Ziemlich deutliche Entscheidung für die leichtere Systemkamera also, welche weniger als die Hälfte der DSLR wiegt. Als Freund des Ultraleicht Trekking ist das eine wortwörtliche Erleichterung! Meine Trekking Packliste wird dadurch ebenfalls um mehr als ein halbes Kilogramm leichter! Juhuu!!!

Das sind die übrigens die beiden Kameras:

2. Besseres Packmaß

Ebenso sind bei der Sony A6000 die Abmessungen deutlich geringer, was sie im Rucksack besser verstaubar macht.  Ich kann sie sogar in die Seitentaschen einiger Jacken stecken, was mit meiner alten DSLR im Traum nicht möglich gewesen wäre.

Somit habe ich die A6000 einfach auch spontan immer häufiger dabei. Was das obige Zitat eindeutig bestätigt.

Beim Wandern oder Trekking trage ich meine Kameras jedoch am liebsten direkt vor mir, am Hüftgurt meines Rucksacks befestigt. So kann ich jederzeit schnell auf sie zugreifen, verpasse keinen Moment und muss den Rucksack zum fotografieren nicht absetzen. Wie auf dem folgenden Foto (alte DSLR) zusehen ist:

Systemkamera vs Spiegelreflex Kamera Trageposition Wandern

3. Gleiche Bildqualität bei geringerer Größe

Die 20MP meiner alten DSLR standen 24MP meiner neuen Sony A6000* gegenüber. Ich hatte wirklich große Bedenken, dass die kleine Systemkamera von Sony, trotz der überwiegend guten Bewertungen, meiner alten DSLR nicht das Wasser reichen könnte, da Megapixel alleine nicht unbedingt entscheidend sind.

Kurz gesagt: Diese Bedenken waren glücklicherweise absolut unbegründet!

Die A6000 habe ich mit dem Kit-Objektiv gekauft und bin mit dieser sehr kompakten Kombination durchaus zufrieden. Die Bildqualität gefällt mir tatsächlich noch ein Quäntchen besser, als vorher bei der Sony Alpha 58. Außerdem muss ich auf kein für mich relevantes Feature verzichten.

Mit der A6000 kannst Du problemlos qualitativ sehr hochwertige Fotos schießen, ob im Automatik-Modus, manuell und im RAW-Format.

Solltest Du nun aber eine extrem teure Vollformat DSLR dein Eigen nennen, kann ich Dir nicht genau sagen, ob Du einen Verlust an Bildqualität hast oder nicht. Den größten Einfluss haben meist sowieso die Objektive und da gibt es auch von Sony eine breite Auswahl. Für mein Einsatzgebiet reicht das Kit-Objektiv aber völlig aus!

Auf eine Bergtour werden aber nur die Wenigsten eine schwere Profi-Vollformat Kamera mit allerhand Wechselobjektiven mitschleppen. Für diesen Einsatzzweck, ist die kompakte Systemkamera wirklich optimal geeignet. Und mit ein bisschen Know-How zum Fotografieren, kann man mit fast jeder Kamera eindrucksvolle Bilder schießen!

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Systemkamera vs Spiegelreflex: Brennweite

Der sehr geringe Brennweiten-Bereich von 16mm bis 50mm des Kit-Objektivs, kann theoretisch nicht gegen die 18mm bis 200mm meines ehemaligen Superzooms ankommen. In der Praxis habe ich den fehlenden Brennweiten-Bereich aber noch nicht vermisst. Den Großteil meiner Bilder, gerade die Landschaftsaufnahmen, schieße ich sowieso im Weitwinkelformat.

Wenn Du jetzt unbedingt mehr Brennweite brauchst, gibt es verschiedenste Objektive, die für diesen Zweck geeignet sind. Dann wird das Gesamtgewicht der Kamera wieder deutlich schwerer. Ich habe mich daher für die kompakte und leichte Bauweise des Kit-Objektiv entschieden.

Beispielfotos:

Überzeuge dich selbst von der Qualität der Fotos. Die Bilder wurden im RAW-Format geschossen, etwas in Lightroom bearbeitet und als 80%iges JPG in voller Auflösung exportiert.

Systemkamera vs Spiegelreflex Kamera Beispielfoto Systemkamera vs Spiegelreflex Kamera Beispielfoto Systemkamera vs Spiegelreflex Kamera Beispielfoto Systemkamera vs Spiegelreflex Kamera Beispielfoto Systemkamera vs Spiegelreflex Kamera Beispielfoto

4. Leichtere Handhabung

Meine alte Spiegelreflexkamera liegt bzw lag einfach besser in der Hand. Die Griffe sind größer und die Geometrie besser an die menschliche Hand angepasst. Das höhere Gewicht kann aber nach einiger Zeit fotografieren schon zu einer nervigen Belastung werden. Da kann die leichte Systemkamera viel ausdauernder in der Hand gehalten werden. Auch längere Fotosessions werden so nicht zu einem anstrengendem Arm-Training.

An der A6000 hat mir besonders der kleine Griff auf der rechten Seite gefallen, an dem die Kamera sehr gut auch für längere Zeit gehalten werden kann. Diese angenehme Ergonomie kannte ich vorher nur in Kombination mit einer schweren Spiegelreflexkamera.

Systemkamera vs Spiegelreflex Sony A6000

Systemkamera vs Spiegelreflex: Wetterfestigkeit

Wasserdicht sind beide Kameras nicht und würden auch einen Sturz in einen Bach oder See mit Sicherheit nicht überleben. Aber ich habe mit beiden schon bei Regen und Schnee fotografiert, sodass die Kamera und das Objektiv leicht nass wurden. Keine der Beiden hat das gestört oder ihre Funktionsweise beeinträchtigt.

Ich bin jetzt auch nicht jemand, der seine Kameras mit Samthandschuhen anfasst. Ein wenig Robustheit sollten die Kameras also schon mitbringen. Runtergefallen ist mir zum Glück bis heute aber noch keine.

Kälte und niedrige Temperaturen haben beiden Kameras nichts ausgemacht. Selbst bei -20°C haben sie noch gute Bilder geschossen, obwohl der Akku temperaturbedingt deutlich schneller entladen war.

Fazit des Vergleichs

Alle genannten Punkte zusammenfasst, gefällt mir meine neue Systemkamera Sony A6000 besser als ihr schwerer DSLR Vorgänger. Das leichte Gewicht, die kompakte Bauweise in Kombination mit der hervorragenden Bildqualität sind einfach nur ein Traum. Große Posterabzüge der Bilder sind somit ebenfalls problemlos möglich!

Es ist also möglich, auch ohne Qualitätsverlust auf eine Systemkamera umzusteigen. Ich persönlich möchte meine A6000 gar nicht mehr aus den Händen geben und freue mich nun tierisch auf die kommenden Wandersaison, die bilderlastig dokumentiert werden wird.

Alternative Systemkameras zur Sony A6000 sind zum Beispiel die günstigere, jedoch abgespecktere Sony A5000* oder die Samsung NX1000*. Beide sind günstiger als die A6000, müssen jedoch unter anderem ohne Sucher auskommen.

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Über Alex

Ich bin Alex. Und immer dann am glücklichsten, wenn der Rucksack wieder gepackt ist, ich alles lebensnotwendige auf meinem Rücken trage und auf Trekking- oder Wandertour gehe. Ich bin chronisch neugierig, interessiere mich für fast alle Arten von Outdoor-Ausrüstung und generell jeder Art von Outdoor-Tipps. Und das was ich dabei so alles lerne, möchte ich mit Dir hier auf BergReif teilen!

10 Kommentare

  1. Hi Alex!

    Schöne Bilder macht die Sony, die Bildqualtiät ist wirklich gut. Ich habe mich letztes Jahr im Frühjahr auch nach einer Alternative zur DSLR umgesehen und mir die Canon G7X zugelegt. Die ist noch eine Nummer kleiner, hat aber keine Wechselobjektive. Dafür habe ich dann meine DSLR als Backup behalten. Die RAW Bilder sind ziemlich gut und lassen sich in Lightroom recht ansehnlich bearbeiten :)
    Die Haptik fand ich am Anfang auch sehr gewöhnungsbedürftig und so richtig gut liegt sie auch nicht in der Hand. Beim Biken oder Wandern mag ich sie aber nicht mehr missen – die Gewichtsersparnis bei ähnlich guten Ergebnissen zur DSLR ist einfach unbezahlbar. Ich sollte mal einen ausführlicheren Bericht mit Beispielbildern bei mir im Blog verfassen.!? :)

    1. Hi Udo,

      ich hatte anfangs auch überlegt, noch eine Nummer kleiner und ohne wechselbare Objektive zu gehen. Aber nachdem ich die Sony RX 100 III für ein paar Tage in den Händen hatte, wollte ich doch lieber wieder einen größeren Sensor und wechselbare Objektive :)
      Mach auf jeden Fall mal einen Beitrag dazu, die Bilder würden mich jedenfalls interessieren!

      Viele Grüße und schöne Ostertage,
      Alex

  2. Danke für den Einblick in dein Testverfahren, interessant zu lesen und dein Bericht hilft mir schon etwas weiter. Ich bin auch am überlegen, ob ich mir eine Systemkamera zulegen soll, auch aus dem Grund, dass ich die schwere Ausrüstung nicht immer mitschleppen will. :-)
    I’m thinking about it.

    1. Hi Martin,

      freut mich Dir mein Artikel geholfen hat :) Das Gewicht war bei mir auch der Hauptgrund auf eine Systemkamera umzusteigen. Bin gespannt wie Du dich entscheidest! Frohe Ostern,
      Alex

  3. Hallo Alex,
    vielen Dank für die vielen und sehr interessanten Artikel hier auf BergReif.
    Ich möchte aus den gleichen Gründen wie du auf die Sony Alpha 6000 umsteigen.
    Welche Hüfttasche kannst du für diese Kamera empfehlen bzw. welche hast du im Einsatz.
    Viele Grüße und Dank im Voraus,
    Rai

    1. Hallo Rai,

      Ja mit der Sony A6000 bin ich wirklich super glücklich, gerade für das Wandern! Als Hüfttasche nutze ich momentan die Kata MarvelX 20DL. Man kann diese problemlos am Hüftgurt des Rucksacks befestigen und sie hat auch noch ein paar Extrataschen für Speicherkarten und Wechselakku.

      Viele Grüße und viel Spaß mit der Sony A6000,
      Alex

  4. Hallo Alex,
    eine DSLR ist auch eine Systemkamera. Allerdings mit Spiegel. Die anderen Systemkameras sind die ohne Spiegel.

    Du schreibst, du achtest beim wandern auf jedes Gramm und kaufst dann keine Kompaktkamera?
    Wo ist denn der Vorteil eines Wechselobjektivs, wenn du nur ein kleines, leichtes Weitwinkel dabei hast?

    In Sachen Gewicht/Bildqualität gibt es mittlerweile deutlich bessere Alternativen.
    Zum Beispiel die RX100. Auch von Sony.

    Viele Grüße
    Mondi

    1. Hallo Mondi,

      danke Dir für deine Ergänzung.
      Ich hatte die RX100 ein paar Tage im Test gehabt und war nicht sonderlich begeistert. Der Unterschied in der Bildqualität zur A6000 ist deutlich.
      Eine Kompaktkamera wollte ich nicht, da ich die Kamera nicht nur zum Wandern benutze und somit von den Wechselobjektiven profitieren kann.

      LG Alex

  5. Hallo Alex,

    durch Zufall habe ich deine Seite entdeckt, da ich Tipps für die GOPRO gesucht habe. Einiges habe ich mir notiert und werde demnächst versuchen ein paar Tipps auch umzusetzen…

    Beim weiteren durchklicken habe ich deinen Vergleich DSLR Kamera entdeckt. Mit Sicherheit stimmt es das Systemkameras leichter sind als DSLR Kameras + Preis. Doch meiner Ansicht war es das auch schon. Man kann mit den momentan angebotenen Systemkameras lediglich akzeptable Bilder schießen, mehr leider auch nicht. Selbst mit einem Handyschuss kann man Poster ausdrucken, da „genügend“ Pixel zur Verfügung stehen. Natürlich hat jeder eine unterschiedliche Ansicht von Qualität, doch wer aller Anschein noch nicht mit einer Hochwertigen DSLR/Spiegelreflex + hochwertigem Objektiv „Kalibrierte Optik, Lichtempfindlichkeit, Ultraschallmotor…“ (Festbrenn, Tele…) Bilder aufgenommen und entwickelt hat, sollte wirklich nicht sagen dass man eine Systemkamera ersetzen kann mit einer DSLR. Meiner Ansicht vergleicht man hier ein Pflasterstein mit einem Diamant. (Anschaffungskosten passabler Systemkamerakit = ca. 1500.-€ / DSLR + sehr gutes Objektiv = ca. 5000.- €)

    Danke für den Bericht mit der GOPRO, weiterhin viel Erfolg und noch schöne, unzählige Touren in Mutter Natur!

    Grüße
    Lars

    1. Hi Lars,

      danke Dir für deinen ausführlichen Kommentar.
      Du scheinst den Artikel anscheinend nicht wirklich gelesen zu haben ;) Ich vergleiche die A6000 natürlich nicht mit einer 5000€ teuren DLSR inkl. Objektiv. Sondern habe sie lediglich mit meiner alten DSLR (der Sony Alpha 58) verglichen, die man momentan für um die 400€(!) bekommt. Und in meinem Kontext, den teils mehrwöchigen Bergwanderungen, ist die A6000 für mich die deutlich bessere Wahl. Außerdem ist das Equipment immer nur soviel Wert wie ihr Benutzer. Auch mit einer 5000€ teuren Kamera kann man schlechte Fotos schießen, wenn man keinen „Blick“ für gute Motive hat. Ebenso gibt es fantastische Bilder die mit einem Smartphone geschossen wurden. Und ein Pflasterstein ist die A6000 wirklich nicht – die sind viel schwerer :)

      Viele Grüße,
      Alex

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